Private Rentenversicherung Fondspolicen mit Garantie im Aufwind

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
29.07.2014
Auf einen Blick

Klassische Rentenversicherungen leiden zunehmend unter der Zinsflaute. Renditestarke fondsgebundene Policen mit Garantien rücken in den Fokus von Anlegern.

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Der aktuelle Garantiezins von 1,75 Prozent deckt kaum die Inflationsrate und er soll 2015 weiter fallen. „Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld gewinnen fondsgebundene Rentenversicherungen an Bedeutung“, sagt daher Andreas Kuschmann, Mitglied des Vorstands der Feri Euro Rating. „Fondspolicen bieten Renditechancen.“ Produktkonzepte mit Garantiesummen helfen dabei. Der Anleger bleibt hier nicht mehr wie üblich mit dem möglichen Risiko alleine. Worauf müssen Verbraucher achten?
 

Worin unterscheiden sich fondsgebundene Rentenversicherungen?

Bei einer Fondspolice wird monatlich ein bestimmter Sparbeitrag in einen Rentenversicherungsvertrag eingezahlt. Dafür bekommt man zum Rentenbeginn eine Kapitalauszahlung oder eine lebenslange Rente. Moderne Fondspolicen gibt es mit und ohne Garantien, sind in der Auswahl der Investmentfonds flexibel und für jeden Anlagetyp geeignet. Aber: Die Angebote unterscheiden sich enorm in der Ablaufleistung, der Fondsauswahl und den Vertragskosten. Börsenkundige haben die Chance, sich aus dem jeweiligen Fondsangebot ihr persönliches Depot nach ihrem individuellen Risikoprofil selbst zusammenzustellen und je nach Lage wieder zu verändern. Wer sich für das Selbstmanagement entscheidet, muss aber die Entwicklungen beobachten und notwendige Umschichtungen wahrnehmen. Für Bequeme ist das nicht geeignet. Wem Erfahrung und der Wille dazu fehlen, nutzt besser die von Experten gemanagten Anlagekonzepte.

Fondsgebundene Rentenversicherungen mit Kapitalgarantie

Anleger, die zwar Verlustrisiken meiden, aber nicht auf erhöhte Renditechancen verzichten möchten, wählen am besten gemanagte Garantiefondskonzepte mit einer Kapitalerhaltungs- oder Rentengarantie. Vor einem Vertragsabschluss ist ein Vergleich der Angebote Pflicht. Das Analysehaus Morgen & Morgen weist per Anfang Juli 2014 deutliche Unterschiede aus. Ein Beispiel: Ein 30-Jähriger zahlt 37 Jahre lang einen Monatsbeitrag von 150 Euro. Er wählt die volldynamische Rente und als Todesfallschutz für die Hinterbliebenen die Beitragsrückgewähr in der Ansparzeit sowie zehn Jahre Rentengarantiezeit im Rentenbezug. Bei einem unterstellten Wertzuwachs von vier Prozent zahlt Canada Life im Tarif „Generation private“ eine mögliche monatliche Rente von 469 Euro und garantiert – unabhängig von der Börsenentwicklung – mindestens ein Kapital von 86.900 Euro. Die LV 1871 stellt im „RT1i"“ 416 Euro Monatsrente in Aussicht, bei einer Kapitalgarantie von 76.900 Euro. Die Standard Life beim „Freelance“ prognostiziert eine monatliche Rente von 391 Euro und garantiert ein sicheres Kapital von 72..300 Euro.

Fondsgebundene private Rentenversicherung und Steuer

Bei einer Fondspolice sind – im Gegensatz zum Fonds-Sparplan – alle Erträge aus den Fonds während der Laufzeit steuerfrei. Die spätere Rente ist nur in der Höhe des altersabhängigen Ertragsanteils steuerpflichtig. „Beginnt die Rente mit 65 Jahren, so beträgt der steuerpflichtige Ertragsanteil nur 18 Prozent“, sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher. Nur dieser geringe Anteil ist lebenslang zu versteuern. Wählt man die Kapitalauszahlung, so sind 50 Prozent der Erträge mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern, wenn die Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres und mindestens zwölfjähriger Vertragsdauer erfolgt.

Rentenversicherung mit Fonds - auf Kosten achten

Neben der Qualität der Fonds ist die Kostenbelastung der zweite wichtige Qualitätsfaktor. Dies ist unbedingt zu beachten und zu prüfen. Denn auch die Gebühren haben gravierende Auswirkungen auf das Ergebnis. Dabei sind immer zwei Kostenebenen zu berücksichtigen: für die Versicherungspolice und für die Fonds. Bei vergleichbarer Qualität der Kapitalanlage entscheiden die Kosten des Produktes über den Anlageerfolg des Vorsorgesparers.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de