Richtige Auszahlungsform verhindert Rentenkürzungen

Private Rentenversicherung Richtige Auszahlungsform verhindert Rentenkürzungen

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
30.07.2017
Auf einen Blick
  • Prüfen Sie bei Vertragsabschluss, ob der Versicherer Ihnen später die Wahl zwischen mehreren Renten-Auszahlungsvarianten anbietet.

  • Lassen Sie sich die Bedeutung und mögliche Konsequenzen der jeweiligen Varianten genau erklären und bestätigen.
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Sie planen den Abschluss einer privaten Rentenversicherung oder zahlen bereits seit längerem in einen Vertrag ein? Dann sollten Sie sich rechtzeitig über die Auszahlungsvarianten Ihrer späteren Rente informieren. Meist haben Sie die Wahl zwischen drei Rentenformen, deren Bedeutung Sie kennen und verstehen sollten.

Die konstante Rente in der privaten Rentenversicherung

Bei der konstanten Variante kalkuliert der Versicherer eine gleichmäßig hoch bleibende monatliche Rente für die gesamte Vertragslaufzeit. Dieses System führt im Vergleich zu den ande­ren Varianten zu der höchsten anfänglichen Rente.

Nachteil: Die Rente verliert durch die Inflation ständig an Wert. Zudem kann sie auch sinken, wenn der Versicherer nicht die entsprechenden Überschüsse erwirtschaftet. Das stellt ein mögliches Risiko dar und ist in der Vergangenheit schon des Öfteren geschehen. Aktuell wird beispielsweise die Generali Versicherung rund 27.000 Kunden ab August 2017 die sich bereits in der Auszahlungsphase befindende Rente kürzen. Begründung: Die anhaltende Niedrigzinsphase.

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Die volldynamische Rente in der privaten Rentenversicherung

Die sicherere Wahl ist die volldynamische Variante. Hier steigt die monatliche Rente jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz an. Die jeweilige Höhe der
Steigerung ist nicht garantiert, sondern hängt von den erzielten Überschüssen der Versicherungsgesellschaft ab. Die Einstiegshöhe ist im Gegensatz zur konstanten Variante zu Beginn des Rentenbezugs geringer und baut sich erst durch die Dynamik auf. Ihr Vorteil: Eine einmal erreichte Rentenhöhe kann hier niemals mehr sinken – hier sind Sie als Ruheständler dann auf der sicheren Seite! Diese Variante beinhaltet gleichzeitig auch einen gewissen Inflationsausgleich.

Die teildynamische Rente in der privaten Rentenversicherung

Eine Mischform stellt diese Variante dar. Die Starthöhe liegt bei Rentenbeginn in der Regel höher als bei der volldynamischen und geringer als bei der konstanten Rente. Auch hier gibt es jährliche Steigerungen, allerdings in geringerem Maße als bei der volldynamischen Rente. Nachteil: Die erreichte Rentenhöhe kann wieder sinken, wenn die jährlichen Überschüsse des Versicherers geringer als erwartet ausfallen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de