Rentenversicherung Fonds Steuervorteile bei Fondspolicen nutzen

Rentenversicherung Fonds Steuervorteile bei Fondspolicen nutzen

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
19.07.2015
Auf einen Blick

Fondssparplan oder fondsgebundene Rentenversicherung? Vor einer Entscheidung sollten Sie nicht nur gute Produkte sondern auch einige Steueraspekte kennen.

Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Wer für seine Altersvorsorge langfristig in Fondsprodukte investieren will, hat die Wahl zwischen einer fondsgebundenen Rentenversicherung (Fondspolice) oder einem Fondssparplan. Investoren steht hier mittlerweile eine breite Produktauswahl mit und ohne Garantiekonzepte zur Verfügung.

Keine Abgeltungssteuer bei fondsgebundenen Rentenversicherungen

Ein wichtiger Aspekt ist: Was passiert steuerlich mit Ihren Beiträgen jeweils in der Ansparphase, wenn Sie sich für eine fondsgebundenen Rentenversicherung oder einen Fondsparplan entscheiden. Wenn Sie die richtige Fondspolice wählen, profitieren Sie nicht nur von einer höheren Rendite sondern zusätzlich noch von mehreren ganz konkreten steuerlichen Vorteilen.
 

  • Die Erträge in einer fondsgebundenen Rentenversicherung unterliegen während der gesamten Ansparphase nicht der 25-prozentigen Abgeltungssteuer, d. h. der ungeschmälerte Zinseszinseffekt kommt vollständig zur Geltung. Sparer haben hier die Chance, eine höhere Rendite als mit einem normalen Fondssparplan zu erwirtschaften, bei dem die erzielten Zinsen und Dividenden jährlich mit der Abgeltungssteuer belastet werden.

 

  • Ebenfalls sind Umschichtungen der Fondsanteile innerhalb der fondsgebundenen Rentenversicherung abgeltungssteuerfrei, da diese steuerrechtlich nicht als Veräußerung angesehen werden. "Bei Fondssparplänen gelten Fondswechsel dagegen als eine Veräußerung und der mögliche Veräußerungsgewinn ist der Abgeltungsteuer unterworfen", sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher.

Auszahlungsphase: Steuervorteile für fondsgebundene Rentenversicherung

Bei der Auszahlung hat der Fondspolicen-Besitzer die Wahl zwischen einer Kapitalauszahlung oder einer lebenslangen Rente. Nach einer Mindestvertragslaufzeit von zwölf Jahren und einem Mindestalter von 62 Jahren werden die Nettoerträge der Fondspolice zur Hälfte steuerfrei ausgezahlt und nur die andere Hälfte mit dem dann gültigen persönlichen Steuersatz besteuert. Im Fall einer Verrentung fällt die Steuer nur für den Ertragsanteil an, der sich am Lebensalter bei Rentenbeginn bemisst. Soll die Rente mit 65 Jahren beginnen, so beträgt der Ertragsanteil lebenslang nur 18 Prozent. "82 Prozent der Rente bleiben immer steuerfrei, lediglich die restlichen 18 Prozent sind dann noch für den Fiskus von Belang", sagt Steuerberaterin Wacher.
 

Kosten vorher abklären

Im Gegenzug zu den Steuervorteilen müssen Sie jedoch auch die Kosten der jeweiligen Produkte im Auge zu behalten. So fallen beispielsweise bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung immer Gebühren für die Fondsanlage und die Versicherung an. Aber auch bei einem Fondssparplan gibt es oft Depotgebühren, Ausgabeaufschläge für die Fonds und möglicherweise auch Managementgebühren.
 

Ihre Meinung ist uns wichtig
Fritz Himmel
Fritz Himmel
Autor
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Fritz Himmel
Fritz Himmel

nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Fritz Himmel
Fritz Himmel

nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de