Produktcheck Ratenkredit Audi Bank

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
02.02.2017
Auf einen Blick
Der Kunde muss keinen Audi fahren, um bei der Tochter des Autoherstellers einen Ratenkredit zu bekommen. Ist das Angebot premium?
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Merkmale

Zum Kreditbetrag und zu Laufzeiten des Audi-Ratenkredits finden sich auf der Webseite des Anbieters unterschiedliche Angaben. Auf der Internetseite der Audi Bank liest man zum Betrachtungszeitpunkt folgende Eckdaten: Effektiver Jahreszins: 3,99 Prozent; Kreditbetrag: 1.000 bis 10.000 Euro und eine frei wählbare Laufzeit von 12 bis 96 Monaten. Im Preis- und Leistungsverzeichnis stößt man auf Seite 24 auf andere Zahlen zum „Direkt Kredit“. Hier sind plötzlich 120 Monate möglich und die maximale Kreditsumme beträgt nun 50.000 Euro. Ein Anruf bei den Kreditexperten der Audi Bank bringt Licht ins Dunkle. Zwischen 1.000 und 10.000 Euro Darlehensbetrag beträgt die Laufzeit bis zu 96 Monate. Hier gilt ein Effektivzins von 3,99 Prozent. Im Bereich ab 10.000 bis 50.000 Euro gelten dann andere Konditionen. Wer dann eine Laufzeit bis 84 Monate wählt, zahlt 4,99 Prozent. Darüber hinaus bis 120 Monate werden dann 6,49 Prozent berechnet.

Auf Wunsch bietet die Bank auch eine Absicherung des Kredits bei Arbeitsunfähigkeit und im Todesfall. Bearbeitungsgebühren fallen nicht an. Die am Kredit beteiligten natürlichen Personen - also Antragsteller und eventuell ein Bürge - müssen volljährig sein. Der Kreditnehmer benötigt überdies einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Selbstständige müssen mindestens seit zwei Jahren selbständig sein. Rentner erhalten den Ratenkredit, wenn sie von einem deutschen Rententräger ihre Bezüge beziehen. Ein ständiger Wohnsitz in Deutschland ist ebenso notwendig. Ebenso muss jeder Antragssteller die Bonitätsprüfung durchlaufen. Zusätzlich zum Antrag benötigt die Bank auch eine Kopie der aktuellen Einkommensnachweise (bzw. Rentenbescheid) sowie das ausgefüllte Post-Ident-Formular.

Stärken

Für den Kredit bieten die Braunschweiger im Aktionszeitraum einen festen effektiven Jahreszins von 3,99 Prozent - Bonität vorausgesetzt. Den Sollzinssatz gibt es (gebunden) ab 3,92 Prozent per anno. Dieser Zins ist auf den ersten Blick nicht spitze, doch dafür erhält in auch jeder, der die entsprechende Bonität vorweisen kann. Sondertilgungen sind in unbegrenzter Höhe möglich.

Schwächen

Wer seine Schulden vorzeitig komplett los haben möchte, zahlt eine Vorfälligkeitsentschädigung. Diese beträgt ein Prozent der Restschuld. Aber ein größeres Manko sind die Zinssätze – gerade für Kunden mit guter Bonität, die woanders günstiger zum Zug kommen.

Wettbewerber

Ein Zinsvergleich zeigt, dass es für solvente Kunden zahlreiche günstigere Anbieter gibt. Beispiele: Bank of Scotland, SWK Bank oder Degussa Bank.

Fazit: Ein transparentes Produkt ohne Schaufenster-Zinsen. Beim derzeitigen Zinsniveau könnte der Audi-Ratenkredit aber etwas günstiger sein.

Bewertung
Ratenkredit Audi Bank
Zinsen (70 Prozent) Zinshöhe (80%) 3 Zinsstabilität (20%) 3 3.0
Nebenbedingungen (20 Prozent) Nettokreditbetrag (50%) 2 Bearbeitungsgebühren (25%) 5 Vorfälligkeitsentschädigung/Sondertilgung (25%) 3 3.0
Service (10 Prozent) Kreditvergabe-Prozess (100%) 4 4.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 3.1
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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