Die Uhr für Niedrigzinsen tickt

Ratenkredit Die Uhr für Niedrigzinsen tickt

Max Geißler
von Max Geißler
29.05.2017
Auf einen Blick
  • Nach den jüngsten Äußerungen der EZB zeigt die Zinskurve für Ratenkredite nach oben.
  • Kostenbewusste Verbraucher vergleichen jetzt die Kreditzinsen und nutzen bestehende Top-Angebote.
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Seit Jahren sind die Zinsen auf Rekordtief, doch nun kündigt sich eine Wende an. Der Direktor der Europäischen Zentralbank, der Franzose Benoit Coeure, hat Politik und Wirtschaft auf steigende Zinsen vorbereitet. Auf einem Forum in Paris forderte er den Finanzsektor und andere Wirtschaftsakteure auf, langsam umzudenken und sich von Niedrigzinsen zu verabschieden. "Ich hoffe, dass die Regierungen in der Euro-Zone wissen, dass die Zinsen nicht auf dem aktuellen Niveau bleiben werden", so seine Mahnung.

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Die Ankündigung der EZB, aus der ultralockeren Geldpolitik auszustiegen, zeigt bereits Wirkung. Erste Banken erhöhten ihre Kreditzinsen, so zum Beispiel Postbank, 1822 direkt und Barclaycard. Der Biallo-Index für Ratenkredite stieg ebenfalls an - und das über alle Laufzeiten. Lag der Durchschnittszins für 36-monatige Ratenkredite Ende April 2017 noch bei 4,89 Prozent, so kletterte Ende Mai auf 5,16 Prozent - Tendenz steigend.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Steigende Zinsen verteuern die Kosten für Ratenkredite. Ein Anstieg um einen Prozentpunkt verursacht bei einem Darlehen über 10.000 Euro, das binnen 48 Monaten zurückgezahlt wird, Mehrkosten von mehr als 200 Euro. Höhere Ausgaben müssen aber nicht sein. Verbraucher, die mit einem neuen Auto oder einer neuen Küche liebäugeln, sollten ihre Anschaffungswünsche nicht länger vor sich her schieben.

Wer jetzt handelt, kann viel Geld sparen, zumal es nach wie vor Banken gibt, die ihre Kreditkonditionen verbessern. So senkte kürzlich die Degussa Bank die Zinsen für Ratenkredite gleich um einen halben Prozentpunkt. Statt 4,99 Prozent erhalten zwei Drittel aller Verbraucher 36-monatige Ratendarlehen jetzt für 4,49 Prozent Effektivzins. Bonitätsstarke Kreditnehmer sind sogar schon ab 3,49 Prozent dabei.

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Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
1.
85,84
1,95%
bis 4,85%
85,84
2.
85,89
1,99%
bis 9,99%
85,89
3.
86,16
2,20%
bis 4,75%
86,16
Darlehensbetrag 3.000 €, Laufzeit 36 Monate

Ratenkredite unbedingt vergleichen

Das Beispiel Degussa zeigt, dass es weiterhin sehr günstige Kreditangebote gibt. Allerdings sind die Degussa-Zinsen noch nicht das Non-Plus-Ultra. Um kein Geld zu verschenken, empfiehlt sich ein ausgiebiger Konditionenvergleich mit unserem Ratenkreditrechner. Geben Sie zum Beispiel einen Kreditbedarf von 5.000 Euro sowie eine Laufzeit von 36 Monaten ein, sehen Sie, dass die SWK Bank derzeit Ratenkredite bereits ab 2,20 Prozent Zinsen vergibt - sehr gute Bonität vorausgesetzt. Auch Targobank, Santander Consumer Bank und Creditplus Bank starten ihre Verbraucherdarlehen schon ab etwa zweieinhalb Prozent Zinsen.

Niedriger Zins unveränderlich

Als Verbraucher sollten Sie bedenken: Ratenkredite schreiben den vereinbarten Kreditzins dauerhaft fest. Das heißt, steigt das allgemeine Zinsniveau, brauchen Sie als Kreditnehmer keine Verteuerung ihres Darlehens zu befürchten. Die vertraglich vereinbarten Kreditzinsen sind unveränderlich. Neuere Kredite werden hingegen teurer. Da die Zinswende der EZB bereits erste Spuren am Kreditmarkt hinterlässt, empfiehlt es sich, bestehende Tiefzinsangebote schnellstmöglich zu nutzen.

Biallo-Lesetipp

Viele Widerrufsbelehrungen von Ratenkrediten sind fehlerhaft oder unvollständig. In diesem Fall können Kreditnehmer auch einen bereits abbezahlten Ratenkredit jederzeit widerrufen. Vor allem in Verbindung mit einer teuren Restschuldversicherung lohnt es sich, den Widerrufsjoker zu ziehen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel "So holen Sie sich Prämie und Zinsen zurück".

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de