So senken Sie Ihre Kreditbelastung Fünf Tipps zur Entlastung Ihrer Haushaltskasse

Max Geißler
von Max Geißler
22.10.2015
Auf einen Blick

Kaum sind die ersten Raten für den Neuwagen überwiesen, gibt die Waschmaschine den Geist auf und der Fernseher fängt an zu spinnen. Jetzt hilft nur eins: Ausgaben senken und Kreditraten herunterfahren. Mit diesen Tipps schaffen Sie das.

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1. Teuren Kredit umschulden

Haben Sie den Neuwagen mit einem Ratenkredit der Hausbank finanziert, kann eine Umschuldung Kosten reduzieren. Hausbanken verwöhnen ihre Kunden nämlich nicht immer mit Topzinsen, denn Stammkunden sind treu, sie wechseln nur ungern zur Konkurrenz. Bis zu acht Prozent Kreditzinsen im Jahr fordert manche Bank. Hier lohnt der Blick über den Tellerrand: Im Internet gibt’s Ratendarlehen schon für weniger als die Hälfte, etwa bei der Bank of Scotland oder der Santander Bank. Auch die Deutsche Bank und die VW Bank bieten mit 3,99 Prozent im Jahr absolute Topzinsen. Der Haken: Topzinsen erfordern eine ausgezeichnete Bonität und die ist bei angespannter Haushaltslage oft ein Problem. Als Alternative bieten sich bonitätsunabhängige Ratenkredite von Direktbanken an. DKB,ING-Diba und Netbank berechnen hierfür nur gut vier Prozent Zinsen. Das rechnet sich: Beträgt die Restschuld des Autokredits 12.000 Euro, spart ein Darlehen bis zu vier Prozent Zinsen gegenüber einem zu acht Prozent bei vierjähriger Laufzeit immerhin rund 1.000 Euro.

2. Kreditlaufzeit verlängern:

Eine kurzfristige Sparmöglichkeit eröffnet die Verlängerung der Kreditlaufzeit. Wurde für das Auto zum Beispiel ein Ratenkredit über 18.000 Euro zu sechs Prozent Zinsen im Jahr aufgenommen, so sind bei vierjähriger Laufzeit monatlich 421 Euro fällig. Dehnt man die Laufzeit auf sechs Jahre aus, sinkt die Monatsrate auf 297 Euro – über hundert Euro weniger im Monat. Die Sache hat aber einen Pferdefuß: Wegen der längeren Laufzeit fallen unterm Strich mehr Zinsen an – in diesem Fall rund 1.000 Euro. Hier gilt es genau abzuwägen, was Ihnen wichtiger ist.

3. Sondertilgung leisten

Liegt der Sparfokus nicht auf der monatlichen Belastung, sondern auf den Gesamtkosten, können Sondertilgungen die Zinslast verringern. Viele Ratenkredite erlauben Extrazahlungen, manche bis zu fünfzig Prozent der offenen Restschuld, einige sogar hundert Prozent, zum Beispiel bei Comdirect und DKB. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Sondertilgungsoption nichts kostet, andernfalls geht der Zinsvorteil schnell verloren.

4. Spezialkredit prüfen:

Möchten Sie einen neuen Kredit aufnehmen, empfehlen sich zweckgebundene Spezialdarlehen. Viele Geldhäuser bieten sogenannte Auto- oder Wohnkredite an. Diese Darlehen sind meist preiswerter als normale Ratenkredite. Die ING-Diba berechnet zum Beispiel für ihren Autokredit nur 3,33 Prozent Zinsen p.a., für ihren Ratenkredit hingegen 4,19 Prozent p.a. Bei einem Darlehen über 10.000 Euro mit vier Jahren Laufzeit spart der Autokredit fast 200 Euro Zinsen. „Als Nachweis der zweckgebundenen Verwendung genügt das Einsenden des Kaufvertrages“, erläutert ING-Diba-Sprecher Patrick Herwarth. Sparen können auch Kunden der Targobank. Sie erhalten Autokredite ab 3,20 Prozent Effektivzins, Ratenkredite aber erst ab 3,45 Prozent.

5. Gemeinsamer Kreditantrag

Ehepaare und eingetragene Lebensgemeinschaften sollten Ratenkredite gemeinsam beantragen. Sind beide Partner berufstätig, verbessert das Doppeleinkommen die Kreditwürdigkeit der Antragsteller. Die höhere Bonität führt häufig zu besseren Zinsen. Auswertungen zeigen, dass Paarkredite im Durchschnitt acht Prozent günstiger sind als Ratenkredite von Einzelkunden.

Tipp: Sie möchten mehr wissen? In unserem sechseitigem Dossier informieren wir Sie detalliert zum Thema: "So senken Sie Ihre Kreditbelastung - Fünf Tipps zur Entlastung Ihrer Haushaltskasse"

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Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
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281,93
0,97%
bis 2,99%
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286,13
1,95%
bis 5,25%
286,13
3.
287,20
2,20%
bis 5,35%
287,20
Darlehensbetrag 10.000 €, Laufzeit 36 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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