Gefangen in der Zinsfalle

Risiko Dispokredit Gefangen in der Zinsfalle

Max Geißler
von Max Geißler
19.12.2016
Auf einen Blick
  • Fast jeder zweite Deutsche weiß nicht, wie hoch seine Dispozinsen sind.
  • Dauerhaftes Minus auf dem Girokonto lässt Überschuldungsgefahr rapide ansteigen.

 

 

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Bis zu 491 Euro planen die Deutschen dieses Jahr laut Handelsverband Deutschland (HDE) und dem Institut für Empirische Sozialforschung (IFES) für Geschenke auszugeben. Hinzu kommen Ausgaben für das Festessen und die anstehende Silvesterparty. Nicht selten zwingen die Ausgaben zum Jahresende das Girokonto in die Knie. Das kann teuer werden, schließlich sind im Schnitt zehn Prozent Dispozinsen fällig, manchmal auch mehr.  

Das Problem: Vielen Verbrauchern ist die Höhe der Kreditzinsen nicht bewusst. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Kreditvermittlers smava haben 42 Prozent keine Ahnung, was ihr Dispokredit kostet. Weit verbreitet ist diese Wissenslücke unter den 18- bis 39-Jährigen. Jeder Zweite in dieser Altersgruppe (53 Prozent) weiß nicht über den Dispozins Bescheid. Mit steigendem Alter nimmt die Zahl der Informierten zu. Am besten informiert ist die Gruppe der über Sechzigjährigen mit 70 Prozent.  

Unwissen kann teuer werden

Hohe Dispozinsen und ein dickes Kontominus sind tückisch. Denn beim Dispokredit gibt es keinen Zwang zur Tilgung. Ist das Konto erst einmal im Minus und passiert Ihnen dann ein Autounfall oder Ihre Waschmaschine geht kaputt, kommt das Girokonto unter Umständen trotz neuer Gehaltszahlung gar nicht erst ins Plus. Versinkt das Konto tief in den Miesen, droht Dauerverschuldung.

Dispokredit nicht ausreizen

Als Faustregel gilt: Disposchulden sollten spätestens nach einem Monat vollständig zurückgezahlt sein. Damit man nicht im Schuldenberg versinkt, rät smava-Geschäftsführer Alexander Artopé von der exzessiven Nutzung von Dispokrediten ab: „Wer mehr als 500 Euro benötigt und Schwierigkeiten hat, einen solchen Betrag kurzfristig zurückzuzahlen, der sollte die Finger von seinem Dispokredit lassen.“ Das gleiche gelte für Kurzzeitkredite und Kreditkarten.  

Alternative Ratenkredit

Einen Ausweg aus der Dispofalle eröffnet ein preiswerter Ratenkredit. Schulden Sie Ihr Kontominus in ein günstiges Verbraucherdarlehen um, verschwinden auf einen Schlag rund zwei Drittel der Zinskosten. Schließlich kosten preiswerte Ratendarlehen kaum mehr als drei Prozent Zinsen, zum Beispiel bei der Deutschen Skatbank, bei Bank of Scotland oder SWK Bank.  

Und das ist längst nicht alles. Kreditnehmer profitieren von weiteren Vorteilen:

  • Sie bleiben zahlungsfähig.
  • Das Girokonto kommt wieder in die grünen Zahlen.
  • Die monatliche Kreditbelastung ist planbar und kalkulierbar.
  • Sie sind vor steigenden Zinsen in der Zukunft geschützt, denn im Gegensatz zum Dispokredit haben Ratenkredite Festzinsen.
Biallo-Tipp

Spareffekte erzielen Ratenkredite auch dann, wenn Sie mehrere Finanzierungen bei unterschiedlichen Händlern abgeschlossen haben. Je nach Zeitpunkt der Kreditaufnahme kosten Sie ältere Händlerdarlehen vielleicht noch vier oder fünf Prozent Zinsen. Das ist deutlich mehr als Sie aktuell für einen Ratenkredit zahlen. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Händlerdarlehen mit einem preiswerten und kostenlosen Bankkredit abzulösen. Unser Vergleich Ratenkredit zeigt Ihnen, welche Banken die besten Zinsen haben.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de