Wenn das Weihnachtsgeschenk der Reinfall ist

Verbraucherrecht Wenn das Weihnachtsgeschenk der Reinfall ist

Sabina Hoerder
von Sabina Hoerder
27.12.2017
Auf einen Blick
  • Weihnachten wurden viele Wünsche enttäuscht.

  • Tipps zum Thema "Geschenke umtauschen".
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Porzellanfiguren, Krawatten mit Comic-Motiven und elektrische Dosenöffner sind nicht jedermanns Sache. Gut ist, wenn man das unliebsame Geschenk dann umtauschen kann. Doch dies ist nicht immer der Fall. "Ein generelles Umtauschrecht besteht nicht", sagt Mona Maria Semmler, Juristin bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. "Bietet der Verkäufer ein freiwilliges Umtauschrecht an, so richten sich die Bestimmungen dieses Rechtes auch nach den Vorgaben des Händlers."

Kein Recht auf einen Umtausch

Deshalb sollte man besser vorher nach den Umtausch-Modalitäten fragen: Welche Frist gilt? Bekommt der Käufer sein Geld zurück oder muss er stattdessen etwas anderes kaufen? Ist auch beim konkreten Produkt ein Umtausch möglich? Ausgenommen sind in der Regel individualisierte Produkte – beispielsweise das mit dem Namen bestickte Handtuch – und oft auch reduzierte Artikel. In jedem Fall sollte man den Kassenbon aufbewahren.

Bei Online-Käufen Widerrufsfrist beachten

Ein wenig anders sieht die Lage aus, wenn man seine Geschenke im Internet kauft. Hier besteht eine gesetzlich festgeschriebene Widerrufsfrist von 14 Tagen. Solange kann man den Vertrag widerrufen – auch wenn die Einkäufe lediglich nicht gefallen. Der Käufer bekommt dann sein Geld zurück. Doch auch hier gibt es Ausnahmen, bei denen kein Widerruf möglich ist – wie etwa bei individuell angefertigten Gegenständen oder schnell verderblichen Waren. Viele Internet-Händler bieten über die gesetzliche Regelung hinaus freiwillig längere Umtausch-Fristen.

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Fehlerhafte Geschenke

Ist ein Geschenk kaputt, hat der Käufer einen Gewährleistungsanspruch. Bei Mängeln muss der Händler kostenlosen Ersatz bieten oder die Ware reparieren. Ist der Ersatz-Artikel ebenfalls fehlerhaft oder gelingt die Reparatur zweimal nicht, haben Käufer einen Anspruch darauf, den Kaufpreis zu reduzieren oder ganz vom Kauf zurückzutreten. Von der Gewährleistung zu unterscheiden ist die Garantie, die der Hersteller freiwillig geben kann.

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Stolpersteine bei Gutscheinen

Nicht viel verkehrt machen kann man mit einem Gutschein, denken viele. Doch auch hier können Schenkende daneben greifen – etwa wenn der Schwimmbad-Gutschein auf einen Bade-Muffel trifft oder das Kinderbekleidungsgeschäft nur Größen führt, aus denen die Beschenkte längst entwachsen ist. Einen allgemeinen Anspruch darauf, dass der Händler für den Gutschein wieder Bargeld auszahlt, gibt es nicht.

Allzu lange zögern sollten Beschenkte beim Einlösen von Gutscheinen nicht, denn sie können nach einer bestimmten Zeit verfallen. "Unbefristete Gutscheine verjähren binnen der Regelverjährungsfrist von drei Jahren", sagt Verbrauchschützerin Semmler. Die Frist beginnt zum Ende des Jahres, in dem der Gutschein gekauft wurde. Ein im November 2017 gekaufter Gutschein muss entsprechend bis 31. Dezember 2020 eingelöst werden. In manchen Fällen ist es auch zulässig, wenn eine kürzere Frist vereinbart ist. "Auch bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer sollten Kunde versuchen gegenüber dem Gutscheinaussteller auf Auszahlung der Gutscheinsumme abzüglich des entgangenen Gewinns zu bestehen – auch wenn es zu dieser Frage anderslautende Urteile gibt. Wenn Kunden höflich nachfragen ist häufig noch eine Einlösung nach der im Gutschein festgelegten Dauer möglich", so die Juristin.

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Studiert habe ich Germanistik und Soziologie in Osnabrück. Nach Praktika bei ZDF, taz, NDR und Co. sowie freier Mitarbeit bei der Neuen Osnabrücker Zeitung folgte mein Volontariat bei biallo.de. Seit 2009 bin ich Redakteurin.  

Berufsbegleitend habe ich Umweltwissenschaften studiert und mich auf den Bereich Energie spezialisiert. Für biallo.de bearbeite ich unter anderem Themen wie den Stromanbieterwechsel oder Energiesparmöglichkeiten im Haus.  

Vorwiegend kümmere ich mich im Moment um unsere Print-Aktivitäten. Ich betreue unser „Thema der Woche“ sowie Serien, die wir an Tageszeitungen deutschlandweit liefern.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de