Wohngeld-Schwindel: 47-Jährige erhält Bewährungsstrafe

Gerichtsurteil Wohngeld-Schwindel: 47-Jährige erhält Bewährungsstrafe

Manfred Fischer
von Manfred Fischer
20.02.2017
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  • Weil sich eine 47-Jährige zu viel Wohngeld erschwindelte, ist sie zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.
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Jahrelang ging es gut, doch dann wurde ein Verwaltungsbeamter stutzig. Weil sie auf all seine Schreiben nicht antwortete, lud er eine 47-jährige Bezieherin von Wohngeld zu einem Gespräch vor. Was sich dabei herausstellte, rief schließlich die Staatsanwaltschaft auf den Plan.

Aber der Reihe nach. In dem Fall, über den die Mittelbadische Presse berichtet, geht es um zweifachen Betrug. Bereits seit dem Jahr 2014 überwies das Amt der 47-Jährigen mehr Wohngeld als ihr zustand. Grund: Die Angeklagte aus Achern hatte verschwiegen, dass sie die monatlichen Rückzahlungen für ein Darlehen, die sie in ihrem Wohngeldantrag angegeben hatte, nicht mehr leisten musste.

Vor Gericht danach gefragt, warum sie das der Behörde nicht mittgeteilt habe, antwortet die Frau laut Bericht lapidar: "Ich habe es einfach verpennt." Als Begründung nannte sie Probleme im familiären Alltag.

Damit allein wäre sie vielleicht noch durchgekommen. Doch kaum als die Sache mit dem Darlehen aufgeflogen war, verheimlichte die Frau der Behörde ein weiteres Detail. Entgegen den Angaben in ihrem Weiterbewilligungsantrag bezog sie ein kleines Gehalt. Dabei war sie vorab vom Wohnungsamt über Missbrauch extra belehrt worden.

Wie das Blatt weiter schreibt, beteuerte die Angeklagte vor Gericht, nicht böswillig gehandelt zu haben. Der Amtsrichter folgte ihrer Argumentation nicht und erinnerte sie daran, dass sich der zweite Betrug nur wenige Monate nach der ersten Gerichtsverhandlung zugetragen habe. Wegen der finanziellen Verhältnisse der 47-Jährigen, sah er von einer Geldstrafe ab. Er verurteilte sie zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Monaten, die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de