BGH-Urteil Keine Strafgebühr für Kontoüberziehung

BGH-Urteil Keine Mindestgebühr für Kontoüberziehung

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
25.10.2016
Auf einen Blick

Verbraucher können aufatmen: Banken dürfen für eine geduldete Kontoüberziehung keine Mindestpauschale verlangen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH).

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Wichtiges Urteil in Sachen Verbraucherschutz: Der Bundesgerichtshof hat entsprechende Klauseln von Targobank und Deutscher Bank untersagt. Der Grund: Es handele sich hierbei um eine Benachteiligung der Kunden. Beide Geldhäuser hatten eine Mindestgebühr für eine geduldete Kontoüberziehung verlangt.

Wenn der Bankkunde mit seinem Konto in Minus rutscht, verlangen die Geldhäuser den sogenannten Dispozins. Gehen die Schulden über den vereinbarten Rahmen eines Dispokredits hinaus, sind die Überziehungszinsen meist wesentlich höher.

Um die Kosten für den Verwaltungsaufwand zu decken, haben Targobank und Deutsche Bank eine Mindestgebühr für Kontoüberziehungen eingeführt. Bei der Targobank mussten Kunden bis dato mindestens 2,95 Euro im Monat, bei der Deutschen Bank 6,90 Euro im Quartal berappen. Bei einer geduldeten Überziehung von 10 Euro für einen Tag, würde das zusammen mit der Pauschale von 6,90 einen Zinssatz von mehr als 25 Prozent im Jahr ergeben, so der BGH.
(Az.: XI ZR 9/15 und XI ZR 387/15)

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Der Dispositionskredit, auch Dispo oder Dispokredit genannt, ist der Geldbetrag, bis zu dem Sie Ihr Konto negativ belasten können. Welchen Disporahmen Ihnen Ihre Bank gewährt, ist von Institut zu Institut unterschiedlich - gewöhnlich zwei Monatsgehälter. Für den Dispokredit fallen in der Regel hohe Zinsen an. Sollten Sie aber Ihren Disporahmen sprengen, fällt sogar der noch höhere Überziehungszins an.

Wenn Sie da auch noch einen schlechten Anbieter erwischt haben, kann sich das zu einer sehr kostspieligen Angelegenheit entwickeln. Wer sich jedoch auf unserem Dispokredit Vergleich informiert, kann überhöhten Dispo-Zinsen und Überziehungsgebühren leicht aus dem Weg gehen.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de