Das müssen Türkei-Urlauber wissen

Reise Das müssen Türkei-Urlauber wissen

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
21.07.2017
Auf einen Blick
  • Türkei-Urlauber sind verunsichert.

  • Das Auswärtige Amt mahnt zu "erhöhter Vorsicht".

  • Reiseveranstalter müssen Umbuchungen aber nicht ermöglichen, da keine Reisewarnung vorliegt.
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Wer für die kommenden Tagen oder Wochen eine Türkei-Reise gebucht hat, den dürfte ein mulmiges Gefühl beschleichen. Waren in der öffentlichen Wahrnehmung in den vergangenen Monaten "nur" Journalisten ins Visier geraten, so sind offensichtlich nicht einmal mehr Touristen sicher. Das Auswärtige Amt hat daher seine Einschätzung zur Lage in der Türkei deutlich zum Negativen verschärft. Dazu der Wortlaut des Amts:

"Die innenpolitische Lage in der Türkei ist weiterhin angespannt. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu vereinzelten Demonstrationen und Großveranstaltungen kommen kann. Zuletzt waren in der Türkei in einigen Fällen Deutsche von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen, deren Grund oder Dauer nicht nachvollziehbar war. Hierbei wurde teilweise der konsularische Zugang entgegen völkerrechtlichen Verpflichtungen verweigert."

Besonders deutsche Staatsbürger, die ebenfalls einen türkischen Pass haben, müssen demnach mit Schikanen rechnen, wenn sie konsularischen Beistand suchen.

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Kann ich von meiner Türkei-Reise zurücktreten?

Die Lageeinschätzung des Auswärtigen Amts liest sich alles andere als einladend. Es mahnt zu "erhöhter Vorsicht". Umbuchungen oder Stornierungen müssen Reiseveranstalter nur ermöglichen, wenn eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts vorliegt. Eine Reisewarnung liegt allerdings für die Türkei nicht vor. Diese Einstufung wäre die höchste Eskalationsstufe.

Uneingeschränkte Reisewarnungen gibt es beispielsweise für Afghanistan, Libyen und Syrien. Also in Staaten, in denen Leib und Leben bedroht sein können. Häufiger werden jedoch Teilreisewarnungen ausgesprochen. Ein typisches Reiseziel hierfür ist Ägypten. Akute Gefahr bestehe vorwiegend auf der Sinai-Halbinsel. Aber auch im beliebten Urlaubsort Hurghada fielen jüngst zwei deutsche Touristen einem Messerangreifer zum Opfer.

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Hoffen auf Kulanz

Aufgrund der massiven Sicherheitshinweise für Reisen in die Türkei fordert die Verbraucherzentale NRW Kulanz bei den Veranstaltern ein. "Wenn das Auswärtige Amt jetzt auch Reisende zu erhöhter Vorsicht mahnt und bei kurzfristigen Aufenthalten empfiehlt, sich in Listen bei Konsulaten und Botschaften einzutragen, gehen Urlaubsfreuden und Erholung baden", sagt NRW-Verbraucherzentralenvorstand Wolfgang Schuldzinski. Mit der Erklärung von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), dass man derzeit niemanden empfehlen könne, in die Türkei zu reisen, sei ein wichtiges Signal für die Reisebranche gesetzt worden: "Wer angesichts dieser aktuellen Entwicklung von einer bereits gebuchten Reise zurücktreten will, sollte bei Veranstaltern auf Verständnis treffen", so Schuldzinski.

Großer Reiseveranstalter bockt

Auf wenig Kulanz dürfen Kunden von Thomas Cook hoffen. "Urlaubsreisen finden wie gebucht statt und es gelten die regulären Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und somit auch die regulären Storno- und Umbuchungsgebühren", sagt eine Pressesprecherin von Thomas Cook gegenüber biallo.de. Der Reiseveranstalter setzt sogar noch einen drauf: "Die Türkei erlebt als aktuell gefragteste Last Minute-Destination ihr Comeback", so die Sprecherin. 

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de