Datenklau statt Traumjob

Gefälschte Stellenanzeigen Datenklau statt Traumjob

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
15.03.2017
Auf einen Blick
  • Im Internet gibt es immer mehr gefälschte Stellenanzeigen. Die Hintermänner versuchen an sensible Daten zu kommen und ziehen ihre Opfer in den Geldwäsche-Sumpf.
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Durch diverse Job-Portale scheint der ersehnte Traumjob nur wenige Mausklicks entfernt zu sein. Doch Vorsicht: Hinter dem vermeintlich sicheren Job, lauert ein Geldwäsche-Sumpf. So schalten Cyber-Kriminelle gezielt falsche Stellenanzeigen auf Internetportalen oder versenden diese direkt per Email. Sie spähen Bewerber aus, stehlen deren Identität und betrügen sie um viel Geld - bezahlt für Vermittlungsgebühren oder Spezialsoftware.

Eine Betrugsmasche, die ihren Ursprung in den USA und Großbritannien hat, sich aber zunehmend in Deutschland ausbreitet. "Der Trend ist auch in Deutschland eindeutig erkennbar", sagt Kai Fain, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Compliance (Dico). Der Experte schätzt, dass es jährlich mehrere Hundert Fälle gebe, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher sein dürfte.

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Fake-Anzeigen im Namen bekannter Firmen

Laut Fain schalten die Betrüger falsche Anzeigen im Namen bekannter internationaler Unternehmen. So auch im Namen des Wiesbadener Gabelstapler-Hersteller Kion. "Es ging los mit gefälschten Stellenanzeigen, die in Online-Portale eingestellt waren", sagt Managerin Ruth Schorn.  Die Personalabteilung von Kion wurde auf die Fake-Anzeigen aufmerksam, als sich Bewerber nach Stellen erkundigten, die es gar nicht gab.

Opfer werden zu Geldwäschern

Neben dem Versuch, Daten und Geld zu erhalten, machen die Internet-Gangster ihre Opfer gleich zu Mittätern. „Die Täter überweisen Geld an die Opfer, das diese wiederum an andere überweisen sollen. Dadurch wird der Geldfluss verschleiert“, erklärt LKA-Sprecherin Virginie Wegner. Kion hat bereits reagiert und warnt auf der der Unternehmensseite Bewerber vor der perfiden Masche.

Biallo-Tipp

So erkennen Sie unseriöse Stellenanzeigen:

  • Fehlende Anschrift: Statt einer vollständigen Geschäftsadresse, sind oftmals nur Telefonnummer oder Email-Adresse angegeben. Kein seriöses Unternehmen wirbt so um neue Angestellte.
  • Fehlende Stellenbeschreibung: Spricht die Anzeige etwa von einem Verdienst in Home-Office ohne dabei konkreter zu werden, lassen Sie besser die Finger davon. Gleiches gilt, wenn Ihnen für eine Heimtätigkeit ein unrealistischer Verdienst versprochen wird. 
  • Nicht in Vorleistung gehen: Betrüger verlangen oftmals eine Vorab-Investition für beispielsweise ein Handbuch oder eine künftige Fortbildung. Auch hier sollten bei Ihnen sofort die Alarmglocken schlagen.
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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de