Der Ruf nach Steuersenkungen wird lauter

Ifo-Umfrage Der Ruf nach Steuersenkungen wird lauter

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
02.05.2017
Auf einen Blick
  • 2017 durchbrechen die Steuereinnahmen des Bundes wohl zum ersten Mal die 300-Milliarden-Euro-Schallmauer. Laut Ökonomen ist die Zeit reif für Steuersenkungen und ein Ende des Solis.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Die Mehrheit der deutschen Ökonomen spricht sich für Steuersenkungen aus. Laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts sind 61 Prozent der Meinung, dass alle Steuerzahler insgesamt weniger zahlen sollten. Nur 26 Prozent sehen keinen Reformbedarf. Rund 60 Prozent schätzen die Belastung der Haushalte mit mittlerem Einkommen als "zu hoch" ein. Knapp 110 Wirtschaftsprofessoren beteiligten sich an dem Ökonomenpanel in Zusammenarbeit mit der FAZ.

Mehr Entlastung für die Mittelschicht

"Eine Einkommensteuerreform wäre insbesondere zur Entlastung der Mittelschicht interessant", sagt Niklas Potrafke, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie. Allerdings müsse diskutiert werden, "ob und wie eine solche Reform finanziert werden soll".

Beim wünschenswerten Entlastungsvolumen sind die befragten Ökonomen zwiegespalten. Ein Drittel plädiert für ein jährliches Entlastungsvolumen von rund 20 bis 30 Milliarden Euro. Ein Viertel taxiert die Summe auf 10 bis 20 Milliarden Euro.

Sollen wir Sie weiter zum Thema Steuern und Recht auf dem Laufenden halten? Dann abonnieren Sie einfach unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Ende der Kalten Progression in Sicht?

Drei Viertel der befragten Ökonomen wollen bei der Einkommensteuer einen "Tarif auf Rädern" einführen. Dieser soll flexibel auf die aktuelle Inflationsrate reagieren. Damit soll die Kalte Progression beendet werden. Das ist das Szenario, in dem Steuerpflichtigen bei Einkommenserhöhungen bis zur Inflationsrate nach und nach in höhere Steuertarife rutschen, obwohl ihre Kaufkraft dabei nicht steigt.

Die Wirtschaftswissenschaftler fordern auch, den sogenannten Mittelstandsbauch abzubauen. Damit ist eine überproportionale Belastung mittlerer Einkommen durch einen besonderen Knick in der Kurve des Steuertarifs gemeint.

An der Kapitalertragssteuer wollen zwei Drittel der befragten Ökonomen festhalten. Eine starke Mehrheit spricht sich zudem dafür aus, den Solidaritätszuschlag ersatzlos zu streichen. 43 Prozent wollen das sofort in einem Zug. 18 Prozent sind für einen Abbau in gleichmäßigen Schritten bis 2030.

Biallo-Tipp

Nutzen Sie unseren Brutto-Netto-Rechner. Damit können Sie nicht nur Ihren Nettoverdienst berechnen, sondern erhalten auch hilfreiche Tricks, wie Sie Ihr Gehalt optimieren können.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Sebastian Schick
Sebastian Schick
Redaktionsleitung
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de