Fußballschauen von der Steuer absetzen?

Werbungskosten Fußballschauen von der Steuer absetzen?

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
19.01.2017
Auf einen Blick
  • Ein Torwart-Trainer der zweiten Bundesliga möchte seine Pay-TV-Gebühren als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
  • Auch Abonnenten von Zeitungen und Zeitschriften dürfen gespannt sein, wie sich der Bundesfinanzhof (BFH) entscheidet (Az. VI R 24/16).
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Wer in einem bestimmten Berufsfeld tätig ist, kann Ausgaben häufig absetzen, wenn er sich dadurch auf dem aktuellen Stand hält. So kam ein Torwart-Trainer der zweiten Bundesliga, dessen Namen uns das Finanzgericht Düsseldorf nicht nennen durfte, auf eine Idee: Er will die Kosten für sein Pay-TV-Abo als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Die Idee: Um im Trainerberuf sprichwörtlich am Ball zu bleiben, müsse er sich die Spiele ansehen.

Finanzgericht Düsseldorf verweigert Steuerabzug

Die Düsseldorfer Richter machten dem Trainer einen Strich durch die Rechnung. Außerdem wollten sie ihm sogar die Revision vor dem höchsten Finanzgericht verwehren. Nachdem der Fußball-Lehrer eine Nichtzulassungsbeschwerde einreichte, müssen sich nun doch die Richter des Bundesfinanzhofs (BFH) seines Falls annehmen (Az. VI R 24/16). Es geht dann darum, wann Ausgaben für Medienkonsum steuerlich relevant sind.

Was sind Werbungskosten?

Alle Ausgaben rund um den Beruf sind Werbungskosten. Typischerweise sind das Fahrtkosten, aber auch Ausgaben für Fortbildung oder Fachbücher. Fahrtkosten mit dem Auto zur Arbeit können Sie mit 30 Cent je Kilometer ansetzen. Es zählt aber nur die einfache Strecke. Dieser Satz gilt auch bei Fahrgemeinschaften. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann entweder die tatsächlichen Kosten ansetzen oder die Entfernungspauschale bis 4.500 Euro.

Das Thema Fachbücher könnte mit dem anstehenden Urteil zum Fall des Zweit-Liga-Trainers spannend werden. Es geht nämlich darum, was letztlich noch als beruflicher Medienkonsum gilt und was bereits privates Vergnügen ist. Das dürfte dann für andere Berufsgruppen interessant werden. Abonnenten von Zeitungen und Zeitschriften dürfen gespannt sein.

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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de