Geklickt, gekauft, gelinkt

Weihnachtszeit – Fake-Shop-Zeit Geklickt, gekauft, gelinkt

Horst Biallo
von Horst Biallo
01.12.2016
Auf einen Blick
  • Dubiose Online-Händler treiben in der Weihnachtsezeit vermehrt auf etablierten Plattformen wie Amazon ihr Unwesen.

  • Empfehlungsraten oder Angaben über hohe Verkaufszahlen solcher Shops sind nicht selten gefälscht.
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Sie sehen ein ganz besonders günstiges Schnäppchen im Internet? Bei dem der Preis ein Drittel oder mehr unter dem offiziellen Preis liegt? Dann sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen. Vor allem, wenn der Betreiber der Website im Ausland sitzt und die Bezahlung der Ware im Voraus verlangt. Dann ist das Geld weg und auf die Ware werden Sie vergeblich warten.  

In der Weihnachtszeit haben Betrüger Hochkonjunktur

„Fake-Shops, also gefälschte Internet-Verkaufsplattformen, sind auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen“, heißt es dazu bei der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart.

Sie sind teilweise Kopien real existierender Webites, wirken seriös und lassen beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Zumal die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) und das Impressum professionell gestaltet sind und das Vertrauen der Kunden gewinnen sollen.  

Diese Missstände erreichen eine neue Dimension durch den Umstand, dass sich zahlreiche dieser Fake-Shops auf Amazon tummeln. Wer sich dort aufhält und nach Waren sucht, bekommt zwar zuerst die Angebote von Amazon selbst angezeigt. Im zweiten Schritt sieht man dann jedoch auch die Offerten von fremden Verkäufern – dem sogenannten Marketplace. 

Und hier finden sich reichlich schwarze Schafe wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat. Und deren Mitarbeiter, Christian van de Sand, sagt: „Bei Amazon sieht man gerade eine Schwemme von Fake-Shops, die versuchen Kunden abzuzocken.“  

So erging es beispielsweise Deborah Pantzlaff. Sie kaufte über Amazon Marketplace ein neues Tablet für 264 Euro statt normalerweise rund 500 Euro. „Der Verkäufer hatte bei Amazon eine gute Weiterempfehlungsrate und schon viele Verkäufe getätigt. Auch die Bewertungen stimmten,“ erzählte die 24-Jährige Stern TV.  Sie hatte das Geld im Vorhinein auf ein italienisches Konto überwiesen. Die Ware kam nie an.  

Und was unternimmt Amazon gegen diese Missstände? Der Händler, so kritisieren die Verbraucherschützer, scheint das Problem nicht in den Griff zu bekommen.    

 

So gehen Sie keinem Betrüger auf den Leim:

  • Geben Sie den Namen des Online-Shops zusammen mit „Erfahrungen“ in eine Suchmaschine ein und lassen sich das Ergebnis anzeigen.
  • Zahlen Sie bei unbekannten Firmen niemals im Voraus. Überweisungen lassen sich nicht rückgängig machen. Bei Lastschriften hingegen geht das noch einige Wochen. Bietet Ihnen der Händler keine seriösen  Zahlmethoden wie Kreditkarte, Lastschrift oder Paypal an, sollten Sie auf den Kauf lieber verzichten.
  • Nutzen Sie beim Online-Kauf keine Zahlungsdienste wie Western Union, Paysafe oder Ukash.  
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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de