Holen Sie sich sichere 6 Prozent Rendite

Finanzamt Holen Sie sich sichere 6 Prozent Rendite

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
12.11.2017
Auf einen Blick
  • Sechs Prozent Zinsen im Jahr - ganz ohne Risiko.

  • Annekathrin Wernsdorf, Steuerexpertin des Deutschen Steuerberaterverbandes, erklärt wie das geht.
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Sechs Prozent Zinsen im Jahr und völlig ohne Risiko. Das klingt unseriös, werden Sie jetzt sofort denken. In aller Regel haben Sie Recht, es gibt aber eine Möglichkeit wie das ohne drohenden Kapitalverlust machbar ist. Der Super-Zins kommt nämlich ausgerechnet vom Staat.

Wie bekomme ich den Super-Zins?

Es funktioniert über die Steuererklärung. Wenn Steuerpflichtige etwa eine Einkommensteuererstattung erhalten, werden diese unter Umständen mit sechs Prozent im Jahr verzinst. Das ergibt sich aus der Abgabenordnung (§ 233a i. V. m. § 238 AO) und gilt bereits für Beträge ab zehn Euro. Die Verzinsung beginnt allerdings zeitversetzt. „Der Zinslauf beginnt nach einer Karenzzeit von 15 Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuer entstanden ist. Beispielsweise wird für die Steuer aus 2015 ab dem 01.04.2017 ein monatlicher Zins von 0,5 Prozent fällig“, sagt Annekathrin Wernsdorf, Steuerexpertin des Deutschen Steuerberaterverbandes.

Interessant ist das Modell für Steuerpflichtige, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, also etwa für unverheiratete Arbeitnehmer. Denn jene haben vier Jahre Zeit für die Steuererklärung. „Wenn Sie sicher mit einer Steuererstattung rechnen, kann es sich lohnen, die Steuererklärung möglichst spät einzureichen. Dadurch ist der Zinslauf länger und die vom Finanzamt zu zahlenden Erstattungszinsen entsprechend höher“, so Wernsdorf.

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Vorsicht: Auch der Fiskus kann sechs Prozent verlangen

Leider kommt es häufiger vor, dass das Finanzamt horrende Zinsen verlangt. Das sollten Sie unbedingt vermeiden. "Diese können Steuerpflichtige treffen, wenn aus der Einkommensteuererklärung eine Nachzahlung resultiert (beispielsweise bei Vermietungseinkünften zusätzlich zum Arbeitslohn). In diesen Fällen empfiehlt es sich – auch im Hinblick auf den Verspätungszuschlag -, die Steuererklärung fristgerecht beziehungsweise frühzeitig dem Finanzamt zu übermitteln. Idealerweise versendet das Finanzamt den Bescheid innerhalb der 15-monatigen Karenzzeit, sodass die Nachzahlung zinsfrei bleibt“, sagt Wernsdorf.

Erstattungen sind steuerpflichtig, Nachzahlungen sind nicht steuermindernd

Steuerlich werden Erstattungen und Nachzahlungen nicht gleich behandelt. Vom Finanzamt gezahlte Zinsen müssen Sie versteuern. Es handelt sich um Einkünfte aus Kapitalvermögen. Anders Nachzahlungen: Die geleisteten Zinsen können Verbraucher nicht von der Steuer, etwa als Sonderausgaben oder Werbungskosten, absetzen.

Unser Tipp

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de