Kredit ohne Schufa: Vorsicht Abzocke!

Sofortkredit Kredit ohne Schufa: Vorsicht Abzocke!

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
17.07.2017
Auf einen Blick
  • Bei "sorglosduo.de" erhalten Verbraucher statt eines Sofortkredits, eine überteuerte Prepaid-Kreditkarte. 

  • Gegen diese Geschäftsmethode hat nun der Bundesverband der Verbraucherzentrale Klage eingereicht.
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Das Unternehmen "Global Payments BV" wirbt auf mehreren Internetseiten mit Sofortkrediten ohne Schufabfrage - unter anderem auf "sorglosduo.de". Doch statt dem gewünschten Darlehen, gibt es eine überteuerte Predpaid-Mastercard. Diese Masche ist Verbraucherschützern bereits länger ein Dorn im Auge, jetzt hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) gegen das niederländische Unternehmen Klage vor dem Landgericht Berlin eingereicht. 

Das Problem: "Tatsächlich hat der Anbieter als reiner Kreditvermittler auf die Vergabe des Darlehens aber keinen Einfluss und kann somit keine Zuteilung sicherstellen", erklärt David Bode, Rechtsreferent im Marktwächter Finanzen.

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Irreführende Werbung

Verbraucherschützer hatten bereits im Sommer 2016 vor den Geschäftsgebaren des Kreditvermittler gewarnt, und "Global Payments BV" aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens abgemahnt sowie aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben. 

"Die Werbung für beide Produkte wird dabei gezielt vermischt. Auf diese Weise wird den Verbrauchern suggeriert, dass nicht nur die Prepaid-Karte, sondern auch das Darlehen sofort und auch bei einem negativen Schufa-Eintrag erhältlich sei", erklärt Carmen Friedrich, ehemals Teamleiterin des Marktwächters Finanzen bei der Verbraucherzentrale Sachsen.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
1.
84,58
0,97%
bis 2,99%
84,58
2.
85,78
1,90%
bis 4,65%
85,78
3.
85,84
1,95%
bis 4,85%
85,84
Darlehensbetrag 3.000 €, Laufzeit 36 Monate

Statt Kredit erst einmal Kosten

Unabhängig davon, ob Verbraucher überhaupt bei "Sorglosduo" einen Kredit erhalten, flattert erst eine kostenpflichtige Postsendung per Nachnahme ins Haus.  Laut der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) müssen Verbraucher dafür eine sogenannte Aktivierungsgebühr von 49,90 Euro plus zehn Euro für die Nachnahme bezahlen.

Eine Kreditkarte ist im Päckchen jedoch nicht enthalten, stattdessen wird der Empfänger aufgefordert, zusätzlich eine Jahresgebühr von 49,90 Euro für die Kreditkarte zu berappen. "Hände weg von solchen Angeboten", rät Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der VZB.

Wie sollen Betroffene reagieren?

Verbraucher sollten nicht blindlings das erst beste Angebot abschließen: "Grundsätzlich sollten sich Kreditsuchende vor einer Bestellung Zeit nehmen und die allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, um genau zu verstehen, welche Leistungen tatsächlich angeboten werden. Wer bereits eine Kreditkarte bestellt hat, sollte die Post per Nachnahme nicht annehmen", so der Verbraucherschützer.

  • Biallo-Tipp: Sie sind Betroffen? Dann legen Sie per Einschreiben Widerspruch ein. Einen Musterbrief für den Widerspruch finden Sie bei den Verbraucherzentralen.

Biallo-Lesetipp:

Einmal nicht aufgepasst und schon ein teueres Abo im Internet abgeschlossen. So geht es derzeit vielen Verbrauchern. Doch was tun? Wir haben mit IT-Rechstexperte Christian Solmecke gesprochen.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de