Rund zehn Milliarden Euro Entlastung für Familien

Steuerpolitik Rund zehn Milliarden Euro Entlastung für Familien

Kerstin Weinzierl
von Kerstin Weinzierl
06.06.2018
Auf einen Blick
  • Am 27. Juni soll von der Bundesregierung ein "Familien-Entlastungspaket" in Höhe von 9,8 Milliarden beschlossen werden.

  • Zu dem Paket gehören mehr Kindergeld, eine Erhöhung des Steuer-Grundfreibetrags und des Kinderfreibetrags.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

"Familien halten unsere Gesellschaft zusammen. Sie zu stärken und zu entlasten, ist unser Ziel." So hatten es Union und SPD im Koalitionsvertrag auf den Punkt gebracht. Nun geht es an die Umsetzung und nur in wenigen Wochen soll ein milliardenschweres "Familienpaket" vom Kabinett beschlossen werden.

Der Zeitpunkt für Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist mehr als günstig. Dank der gut laufenden Konjunktur ergab die neueste Steuerschätzung im Mai, dass bis 2022 Bund, Länder und Gemeinden mit über 60 Milliarden Euro mehr an Einnahmen rechnen dürfen als ursprünglich angenommen. Schon hier kündigte Scholz außerplanmäßige Entlastungen bei der Einkommensteuer an, die im Familienpaket berücksichtigt wurden.

Ebenso im Paket eingerechnet ist der Abbau der "kalten Progression" – der Effekt, wenn die Einkommensteuersätze nicht an die Inflation angepasst werden. In Zahlen heißt das, dass 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2019 und 2,1 Milliarden Euro im darauf folgenden Jahr abgebaut werden sollen.

Lesen Sie auch: Kinderzulage als Riester-Turbo

Die anstehende finanzielle Familien-Entlastung in Zahlen:

  • Die Entlastung für eine Doppelverdiener-Familie mit zwei Kindern und einer Einkommensaufteilung von zwei Drittel zu einem Drittel wird laut Bundesfinanzministerium mit Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag bei 131 Euro im Jahr liegen. Also ganze elf Euro im Monat. Die Anhebung des Kindergelds liegt bei 120 Euro. Insgesamt also 251 Euro mehr Taschengeld.

  • Familien mit einem doppelt so hohem Jahreseinkommen, bei gleicher Einkommensaufteilung und ebenfalls zwei Kindern, werden deutlich geringer entlastet. Jedoch ergeben sich durch die höhere Einkommensbasis immerhin 260 Euro steuerliche Entlastung im Jahr und die Kindergelderhöhung kommt ebenfalls obendrauf.

Nach viel mehr in den Geldbeuteln der Familien klingt das nicht. Allerdings könnte sich eine Wende in der Steuerpolitik abzeichnen, bei der das Finanzpaket von knapp zehn Milliarden Euro vorerst der Anfang ist.

Lesen Sie auch: Anlage K: Mit Kindern Steuern sparen 

Sie möchten sich über Neuerungen in der Finanz- und Steuerpolitik auf dem Laufenden halten? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter.

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Ihre Meinung ist uns wichtig
Kerstin Weinzierl
Kerstin Weinzierl
Redakteurin
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Kerstin Weinzierl
Kerstin Weinzierl
E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Kerstin Weinzierl
Kerstin Weinzierl
E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de