Teure Service-Hotlines sind unzulässig

EuGH-Urteil Teure Service-Hotlines sind unzulässig

02.03.2017
Auf einen Blick
  • Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) ist eindeutig: Kunden-Hotlines dürfen nicht mehr kosten als normale Telefongespräche.
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Telefonkosten von 20 Cent pro Minute aus dem Festnetz oder 42 Cent aus dem Mobilfunk für Kunden-Hotlines gehören bald der Vergangenheit an. Der Europäische Gerichtshof hat den Call-Centern von Händlern einen Riegel vorgeschoben: Service-Hotlines dürfen nicht teurer sein als normale Telefongespräche, urteilte der EuGH am Donnerstag.

Die Luxemburger Richter begründeten ihr Urteil damit, dass zu hohe Gebühren die Kunden abschrecken würden, Nachfragen zu ihren Verträgen zu stellen. Dadurch werde der Verbraucher benachteiligt, wenn es um den Erhalt wichtiger Informationen geht, wie zum Beispiel eine Auskunft zu Lieferterminen, zu Garantieleistungen oder zu Rechnungen.

Konkret geht es um den Online-Elektrohändler Comtech. Dieser hatte seine Kunden-Hotline mit einer teuren 01805-Servicenummer angeboten. Dagegen hatte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs geklagt und Comtech eine "unlautere geschäftliche Handlung" vorgeworfen.

Das EuGH-Urteil ist ein Sieg für den Verbraucherschutz. Wer zum Beispiel eine Flatrate bei seinem Telefonanbieter hat, der kann die Service-Hotlines von Online-Händlern künftig gratis anrufen.

(sjs)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de