Weihnachtspaket: Wo bleibt mein Päckchen?

Verbraucherrecht Weihnachtspaket: Wo bleibt mein Päckchen?

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
07.12.2017
Auf einen Blick
  • Der Versandhändler trägt das Transportrisiko. 

  • Kommt die Lieferung nicht an, muss Ihnen der Warenwert und die Transportkosten erstattet werden.
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Die Weihnachtszeit stellt Kurier- und Paketdienste immer wieder vor enorme Herausforderungen. Kein Wunder, dass Paketfirmen alle Jahre wieder mit mehr als 20.000 Aushilfskräften aufstocken, um eine reibungslose Zustellung zu garantieren. Es gilt das alte Sprichwort: Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer.

Denn der vorweihnachtliche Stress geht selbst am ambitioniertesten Paketfahrer nicht vorbei - Missgeschicke inklusive. So hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen eigens eine Webseite eingerichtet, auf der Verbraucher ihren Ärger über solche Paket-Missgeschicke Luft machen können.

Unter der Rubrik "Paket-Kuriositäten" sind einige lustige Gesichten aus dem alltäglichen "Zustellwahnsinn" verewigt. So warf ein ambitionierter Zusteller ein Päcken durch ein geöffnetes Fenster. Zielsicher landete es auf der Toilette. Eine von vielen unterhaltsamen Geschichten. Gut, wenn man in solchen Fällen über seine Rechte Bescheid weiß.

Das Paket beim Nachbarn

Eigentlich darf der Postmann das Paket nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Adressaten beim Nachbarn abgeben. Doch die allermeisten Paketdienstleister haben eine entsprechende Klausel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert, die die Abgabe beim Nachbarn erlaubt.

Wer haftet für ein fremdes Paket?

Zuerst die schlechte Nachricht: Wer ein fremdes Paket annimmt, haftet auch dafür. Wer fahrlässig handelt und dabei das Paket beschädigt, muss für den Schaden aufkommen. Die gute Nachricht: Sobald der freundliche Nachbar das Präsent entgegennimmt, gehört dieses zu seinem Hausrat und ist über die private Haftpflichtversicherung abgesichert.

Vergleich Haftpflichtversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Premium-2016-Single-5Mio 40,62 Euro weiter
2 BlueLine-Tip-5Mio-Single 42,01 Euro weiter
3 Tarif TOP-VIT Single 42,48 Euro weiter
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Genau hinsehen

Bevor Sie hastig die Lieferung annehmen, sollten Sie sich die Sendung genau ansehen. Sobald Sie die Annahme durch Ihre Unterschrift bestätigt haben, wird es sehr schwer, rückwirkend zu reklamieren.

Das Paket online verfolgen

Die großen Paketdienstleister bieten meist eine Online-Sendungsverfolgung an. Hierzu erhalten Sie eine sogenannte Trackingnummer, die Sie auf der Internetseite Ihres Dienstleisters eingeben können. Dort sehen Sie, wo sich Ihr Paket befindet, den ungefähren Zustellungszeitpunkt sowie ob das Paket bei einem Nachbarn oder in einem sogenannten Paketshop beziehungsweise einer Filiale liegt.

Paket zu spät

Wer zu Weihnachten vergebens auf sein ersehntes Päckchen wartet, braucht sich keine Hoffnung auf Schadensersatz machen. Anders sieht es aus, wenn ein konkreter Liefertermin vereinbart wurde. Dann haben Sie die Möglichkeit, Schadensersatzanspruch zu stellen. Jedoch beschränkt sich der Schadensersatz lediglich auf die Transportkosten.

  • Biallo-Tipp: Laut Deutscher Post ist die Frist für eine rechtzeitige Einlieferung von Weihnachts-Paketen der 21. Dezember 2017 um 18 Uhr.

Paket verloren

Der Versandhandel trägt das Transportrisiko. Kommt die Lieferung bei Ihnen nicht an, muss der Versandhandel Ihnen den Warenwert und Transportkosten erstatten. Bei teuren Versendungen empfiehlt sich eine entsprechende Zusatzversicherung.

  • Biallo-Tipp: Das Paket kommt zu spät, der Paketbote klingelt nicht oder gibt es drei Häuser weiter ab. Das Projekt "Post-Ärger" des Bundesverbands der Verbraucherzentrale bietet Ihnen ein Forum, Ihren Ärger über Brief- und Paketdienstleistungen Luft zu machen!

Achtung!

Derzeit halten Erpresser den Paketdienst DHL und seine Kunden in Atem. Sie verlangen mehrere Millionen Euro und drohen mit der Versendung von Bomben. Anhaltspunkte für verdächtige Pakete sind laut Polizei:

  • fehlender oder unvollständiger Absender,
  • schlecht leserliche Adresse,
  • auffällige Rechtschreibfehler,
  • Flecken oder Verfärbungen am Paket,
  • Drähte oder Auffälligkeiten am Paket.

Zusätzlich empfiehlt DHL ihren Kunden, vorerst nur Pakete von Absendern anzunehmen, die bekannt sind oder bei denen sie selbst Bestellungen aufgegeben haben.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de