Mietrechtsschutz

  • Kompetenter Rat bei Mietstreitigkeiten
  • Volle Kostenübernahme möglich
  • freie Anwaltswahl

Niemand streitet mehr als Mieter und Vermieter – höchstens noch Nachbarn untereinander. Landet der Streit beim Anwalt oder vor Gericht, hilft eine Rechtsschutzversicherung dabei, dass die Kosten der Auseinandersetzung nicht zusätzlich zum Streit an sich zur Belastung werden. Hier erfahren Sie alles, was Sie zu Ihrem Mietrechtsschutz wissen müssen.

Darum ist der Mietrechtsschutz so wichtig

Fast jeder fünfte Streit vor einem Zivilgericht in Deutschland spielt sich zwischen Mietern und Vermietern ab – die Tendenz sinkt zwar leicht, aber der Streit ums Wohnen und die Wohnung ist vor Gericht ein Dauerbrenner. Am häufigsten eskaliert die Situation in der Beratung der Mietervereine wegen eines Streits um die Nebenkosten, gefolgt von Ärger wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Mängel der Mietsache.

Die häufigsten Beratungsthemen

  1. Betriebskosten: 33,9 %
  2. Wohnungsmängel: 19,8 %
  3. Allgemeine Vertragsangelegenheiten: 11,2 %
  4. Mieterhöhung: 10,8 %
  5. Schönheitsreparaturen: 6,1 %
  6. Mietkaution: 4,7 %
  7. Vermieterkündigung: 3,7 %
  8. Mieterkündigung: 3,3 %
  9. Modernisierung: 3,0 %
  10. Umwandlung/Eigentümerwechsel: 1,8 %

Quelle: Deutscher Mieterbund

Welche Kosten trägt die Rechtsschutzversicherung?

Bei einer mietrechtlichen Streitigkeit geht es häufig um hohe Streitwerte – dabei gilt: Je teurer die Miete, umso größer das Kostenrisiko. Schon bei einem simplen Streit um fällige Schönheitsreparaturen sind Kosten von 2.000 bis 3.000 Euro für die unterlegene Partei keine Seltenheit. Der Mietrechtsschutz übernimmt die Kosten für

  • den Versicherten, der vor Gericht unterliegt – getragen werden die Anwaltskosten (nicht nur für den eigenen Anwalt),
  • Verfahrenskosten,
  • Gebühren für den Gutachter.

Außer einer möglicherweise fälligen Selbstbeteiligung wälzen Sie Ihr gesamtes Kostenrisiko auf den Mietrechtsschutz ab.

Wer kann sich mit einer Mietrechtsschutzversicherung absichern?

Nicht umsonst wird der Mietrechtsschutz auch Wohnungs-Rechtsschutz genannt, denn der Schutzumfang geht deutlich über die Interessen von Mietern hinaus. Die sind in Ihrer selbst bewohnten Wohnung umfassend geschützt – aber auch Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung können in den Genuss einer Rechtsschutzversicherung kommen, die ihre Interessen abdeckt.

Tipp

Guter Mietrechtsschutz umfasst nicht nur Ihre Hauptwohnung, sondern erstreckt seinen Schutz auch auf weitere Wohnungen oder Häuser, meist sogar innerhalb des EU-Auslands.

Vom Schutzbereich des Mietrechtsschutzes umfasst sind je nach Tarif entweder nur der Antragsteller alleine im sogenannten Single-Rechtsschutz – oder die ganze Familie im Familien-Rechtsschutz, wobei der Schutz dann sogar für Kinder gelten kann, die noch in der Ausbildung sind, aber nicht mehr zu Hause leben.

Lassen Sie sich den Kreis der versicherten Personen immer genau erörtern – und achten Sie darauf, dass der Schutz auch entfallen kann – zum Beispiel bei Kindern, die mit der Ausbildung fertig sind.

Welchen Schutz bietet der Mietrechtsschutz?

Der Umfang des Schutzes erstreckt sich auf die relevanten Streitpunkte im Alltag – hier die wichtigsten Punkte, auf die im Vergleich der Rechtsschutzversicherung zu achten sich lohnt:

Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht

Wenn Sie einen Handwerker damit beauftragen, Ihre Heizung zu warten, und er beschädigt die Heizung oder Teile davon, können Sie aus dem Vertrag heraus Ansprüche geltend machen gegen den Monteur.

Verwaltungs-Rechtsschutz

Wird von Ihnen zum Beispiel für eine Wohnung Zweitwohnungssteuer verlangt, obwohl das Ihrer Meinung nach unzulässig ist, steht Ihnen ein guter Mietrechtsschutz bei, wenn Sie im Widerspruchsverfahren und ggf. auch vor Gericht dagegen vorgehen wollen.

Schadensersatz-Rechtsschutz

Dieser Baustein sorgt dafür, dass Sie Schadensersatzansprüche durchsetzen können, etwa gegen Nachbarn, die Ihre Hecke beschädigt haben.

Steuer-Rechtsschutz

Gerade bei Eigentümern kann es rund um die eigene Immobilie schnell Streit mit dem Fiskus geben – etwa wegen der Grundsteuern. In diesem Fall hilft der Steuerrechtsschutz – am besten bereits im Einspruchsverfahren.

Rechtsstreit bei Erhebung von Erschließungs- und sonstigen Abgaben

Auch das ist ein Punkt, der vor allem für Eigentümer wichtig ist: Sie müssen sich mit Ihrer Rechtsschutzversicherung gegen Abgabenbescheide wehren können, die Ihrer Meinung nach zu Unrecht ergangen sind.

Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Wird dieser Baustein eingeschlossen, hilft die Rechtsschutzversicherung beispielsweise auch bei einer Anzeige wegen Lärmbelästigung.

Wartezeit und Selbstbeteiligung

Grundsätzlich sehen Mietrechtsschutzversicherungen eine dreimonatige Wartezeit vor – es sei denn, Sie wechseln aus einem bestehenden Vertrag quasi "nahtlos” in einen neuen – dann entfällt die Wartezeit. Je nach Tarif gibt es Selbstbeteiligungen pro Schadensfall: Üblich sind 150 bis 350 Euro Selbstbeteiligung, etwas teurere Verträge bieten auch Rechtsschutz ohne Selbstbeteiligung an.

Problemfall Vorschaden

Rechtsschutzversicherungen – und hier macht der Mietrechtsschutz keine Ausnahme – schauen sich bei Antragstellung genau an, ob Sie in der Vergangenheit bereits in rechtliche Streitigkeiten verwickelt waren – unabhängig davon, ob die versichert waren oder nicht. Bei mehr als zwei oder drei Altlasten in puncto Rechtsstreit wird es sehr schwer, einen Versicherer zu finden, der Mietrechtsschutz gewährt – seien Sie dennoch unbedingt ehrlich, wenn Sie im Antrag nach früheren Streitigkeiten gefragt werden. Falschangaben führen dazu, dass der Versicherer mit großer Wahrscheinlichkeit den Vertrag kündigt, wenn der Schwindel auffliegt!

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de