Rechtsschutzversicherung: So setzten Sie ihre Police von der Steuer ab

Ratgeber Rechtsschutzversicherung: So setzten Sie ihre Police von der Steuer ab

Oliver Mest
von Oliver Mest
19.03.2018
Auf einen Blick
  • Die Kosten für eine Rechtsschutzversicherungen sind grundsätzlich steuerabzugsfähig.

  • Unser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie hier am besten vorgehen.
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Die Rechtsschutzversicherung gehört zu den Versicherungen, die dem Grunde nach steuerlich absetzbar sind. In der Praxis scheitert die Absetzbarkeit aber in der Regel daran, dass der für die Anerkennung von so genannten Vorsorgekosten vorgesehene Höchstbetrag bereits mit den Beiträgen zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung ausgeschöpft ist.

Die Kosten der Rechtsschutzversicherung laufen dadurch steuerlich ins Leere. Doch es gibt Möglichkeiten, zumindest einen Teil der Kosten doch vom Fiskus erstattet zu bekommen.

Arbeitsrechtsschutz steuerlich absetzbar

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen, die auch Streitigkeiten im beruflichen Bereich abdeckt, besteht die Möglichkeit, die Kosten dafür als so genannte Werbungskosten in der Steuererklärung anzugeben.

Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, die jedoch andere Lebensbereiche abdeckt, wie etwa eine Miet- oder Familien-Rechtsschutzversicherung, dann müssen Sie sich von Ihrem Versicherer die Kosten bescheinigen lassen, die auf den sogenannten Arbeitsrechtsschutz entfallen. Dieser bescheinigte Anteil an Kosten für den beruflichen Rechtsschutz ist dann im Rahmen der Werbungskosten steuerlich absetzbar.

Biallo-Tipp

Die Kosten einer Rechtsschutzversicherung mit beruflichem Bezug tragen Sie im Steuerformular N in Zeile 48 als weitere Werbungskosten ein. Denken Sie bitte daran, dass das Finanzamt Werbungskosten bis zu einem Betrag von 1.000 Euro im Jahr ohne weiteren Nachweis ohnehin steuerlich anerkennt.

Das heißt, dass sich die Kosten der Rechtsschutzversicherung wie auch andere berufliche Aufwendungen nur dann steuerlich rechnen, wenn Sie den Betrag von 1.000 Euro im Jahr auch tatsächlich übersteigen. Sammeln Sie deshalb in jedem Jahr Belege für Werbungskosten, wozu auch Fahrtkosten, Fortbildungskosten und weitere berufliche Aufwendungen zählen.

Bessere Regelung für Selbstständige und Freiberufler

Wenn Sie selbstständig arbeiten oder als Freiberufler tätig sind, gelten für die Anerkennung der beruflichen bzw. betrieblichen Rechtsschutzkosten andere Regeln. Beruflich bzw. betrieblich bedingter Rechtsschutz ist in vollem Umfang als Betriebsausgaben absetzbar, wobei es keine Pauschale in Höhe von 1000 Euro gibt, die zunächst einmal überschritten werden muss.

Zudem sind auch alle weiteren Rechtsschutzversicherungen, die dem betrieblichen Interessen dienen, steuerlich absetzbar: So können Sie die Kosten für Firmen-Rechtsschutz voll von der Steuer absetzen, ebenso die Kosten für Verkehrsrechtsschutz, wenn der sich ausschließlich auf Firmenfahrzeuge bezieht.

Biallo-Tipp

Das Finanzamt erkennt die Kosten für eine Rechtsschutzversicherung deutlich schneller und mit weniger Nachfragen an, wenn aus der Beitragsbescheinigung hervorgeht, dass die Rechtsschutzversicherung betrieblich veranlasst ist.

Lassen Sie Ihre Rechtsschutzversicherung also den Umfang des Versicherungsschutzes auf der Beitragsrechnung genau darstellen. Das vermeidet unnötige Nachfragen des Finanzamtes und führt dazu, dass die Kosten für betrieblichen Rechtsschutz einfach und unkompliziert anerkannt werden.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de