Riester-Rente Verträge bei Engpässen nicht kündigen

Max Geißler
von Max Geißler
10.07.2012
Auf einen Blick

Wird ein Riester-Vertrag gekündigt, geht viel Geld verloren. Flexibler und kostengünstiger ist es, den Vertrag beitragsfrei zu stellen.

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Ist das Geld knapp, sollten Riester-Sparer ihren Vorsorgevertrag nicht voreilig stornieren. Die vorzeitige Vertragsauflösung hat mehrere Nachteile: Erstens entstehen Storno-Gebühren, zweitens gibt es keine Kapitalgarantie und drittens muss man die bislang erhaltenen staatlichen Zulagen zurückzahlen.

Ein Sparer mit zwei Kindern im Alter von sechs und acht Jahren, der bereits seit fünf Jahren riestert, müsste allein 2.620 Euro an staatlichen Zulagen ans Finanzamt zurückzahlen, wenn er das Vorsorge-Kapital nicht in einen neuen Riester-Vertrag investiert. Wer einen Riester-Vertrag auf Fondsbasis bespart, muss außerdem in schwachen Börsenphasen befürchten, dass seine Fondsanteile an Wert verloren haben und er deutlich weniger von der Fonds- oder Versicherungsgesellschaft zurückerhält, als er bislang eingezahlt hat. Lediglich klassische Rentenversicherungen und Banksparpläne bieten Kapitalsicherheit und Zinsgarantie. Allerdings belasten bei Versicherungspolicen die hohen Abschluss- und Vertragskosten den Rückkaufswert.

Neuabschlüsse kosten weitere Gebühren

Ein weiterer Wermutstropfen entsteht bei einem eventuellen Neuabschluss: Sollten sich die Finanzen eines Tages wieder erholen und der Vorsorgesparer möchte weiter riestern, so entstehen mit dem Abschluss eines Neuvertrags – außer bei Banksparplänen – erneut Abschlussgebühren. Außerdem führen die heutigen Unisex-Tarife bei gleichem Beitrag zu geringerer Rentenleistung als bestehende Altverträge.

In der Regel ist die Beitragsfreistellung die effektivste Lösung. Zwar fallen auch in diesem Fall Kosten an, zudem muss der Sparer während der Beitragspause auf die staatlichen Zulagen verzichten. Dennoch sichert er sich mehrere Vorteile: Er muss die bislang erhaltenen Zulagen nicht zurückzahlen. Diese bleiben zusammen mit den Eigenbeiträgen als Kapitalstock erhalten und verzinsen sich zunächst weiter. Zudem bleibt der Sparer flexibel. Bessern sich seine Finanzen wieder, braucht er keinen neuen Vertrag abzuschließen, sondern nimmt einfach die Einzahlungen in den bestehenden Kontrakt wieder auf.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de