Debeka und Union Investment erhöhen Aktienanteil

Riester-Rente Debeka und Union Investment erhöhen Aktienanteil

12.04.2017
Auf einen Blick
  • Die Riester-Anbieter ergreifen Maßnahmen gegen die Niedrigzinsphase. Eine größere Beteiligung am Kapitalmarkt soll die mauen Renditeaussichten der Förderrente verbessern.
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Die Debeka Lebensversicherung hat eine neue Riester-Rente eingeführt. Mit ihr sollen die Verträge der anhaltenden Niedrigzinsphase besser trotzen können. Gelingen soll dies dadurch, das die Versicherten neben der garantierten Mindestverzinsung von 0,9 Prozent an den am Kapitalmarkt angelegten Überschüssen der Gesellschaft beteiligt werden. Die erzielten Überschüsse fließen chancenreich in den Aktienfonds "Debeka Golden Shares" und sollen eine über dem Marktzins liegende Rendite erwirtschaften. Die Höhe der Überschussbeteiligung legt die Debeka jährlich neu fest. 

Sparer sollten allerdings nicht zu viel erwarten. Den grundsätzlichen Vorteil ihrer Riester-Rente sieht die Debeka nämlich "im Erhalt der eingezahlten Beiträge und Zulagen". So müssten Sparer keine Verluste ihrer Beiträge befürchten. „Die neue Riester-Rente bietet die Möglichkeit, auch die durch das Niedrig­zinsumfeld immer größer werdenden Löcher in der Altersvorsorge zu stop­fen", sagt Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka Lebensversicherung. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sei es umso wichtiger, nicht weniger, sondern mehr zu sparen, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. 

Union Investment setzt auf Börse

Auch Marktführer Union Investment wünscht sich mehr Rendite für seine Riester-Fondsrente. Aufgrund herber Kursverluste nach der Finanzkrise hatte die Gesellschaft den Aktienanteil bei einem Teil der Riester-Verträge deutlich zurückgefahren und stattdessen den Rentenanteil erhöht - schließlich müssen Beiträge und staatliche Zulagen zu Rentenbeginn garantiert zur Verfügung stehen. Die Umschichtung hat jedoch zur Folge, dass die Renditen der betroffenen Verträge zurückgingen und dass Policen, die im Minus stehen, nur zögerlich wieder in den grünen Bereich kommen. 

Wie Union Investment mitteilt, wird sich das ab Juli ändern. Dann soll der Aktienanteil in den Depots der Riester-Sparer nicht mehr auf null sinken können. Zehn Prozent der neuen Beiträge fließen stets in den Mischfonds Uniglobal Vorsorge - auch bei fallenden Märkten. Steigen die Börsenkurse, wandern bis zu 100 Prozent der Einzahlungen in den neuen Fonds. Außerdem verringert Union Investment je nach Börsenlage den Rentenanteil zugunsten des Mischfondsanteils. Die Fondsmanager sind gutes Mutes, dass dies wieder zu mehr Rendite und damit zu mehr Rente in den betroffenen Verträgen führen wird. Über alle Riester-Sparpläne gesehen, kann sich die Rendite der Union-Verträge aber durchaus sehen lassen. "Seit 2002 erzielten die 1,7 Millionen Riester-Sparer einen jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 6,9 Prozent nach Kosten", betont Pressesprecher Markus Temme.

mg

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