So profitieren Hausfrauen und Minijobberinnen von Riester

Riester-Rente So profitieren Hausfrauen und Minijobberinnen von Riester

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
07.08.2018
Auf einen Blick
  • Hausfrauen haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die vollen Riester-Leistungen. Dabei gilt sogar: Je größer die Familie, desto lukrativer.

  • Dank der für Kinder gezahlten Riester-Zulagen können Frauen, abhängig vom Gehalt, ihre Rente um bis zu 20 Prozent aufstocken.
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Bedingt durch Babypausen, Teilzeitarbeit und Hausfrauendasein sowie häufig geringere Gehälter als männliche Arbeitnehmer werden viele Frauen im Alter keine ausreichende gesetzliche Rente erhalten. Und das, obwohl ihre Lebenswartung die der Männer um durchschnittlich sechs Jahre übersteigt. Zwar betrifft die zu erwartende Rentenlücke Männer wie Frauen, doch fällt diese bei letzteren deutlich höher aus.

Einen sinnvollen Weg zur Vorsorge bietet Frauen hier besonders die Riester-Rente. Riester-Sparer erhalten seit 2018 eine Grundzulage von 175 Euro pro Jahr sowie je 185 Euro für Kinder die vor 2008 geboren wurden und je 300 Euro für jedes ab 2008 geborene Kind. In 20 Jahren bekommt eine Mutter von zwei Kindern also rund 15.000 Euro vom Staat für Ihre Altersvorsorge geschenkt.

Lesen Sie auch: Vier Varianten für Riester-Sparer

Mit Hilfe der Riester-Rente haben vor allem nicht oder nur geringfügig beschäftigte Mütter und Alleinerziehende mit einem geringem Eigenanteil dank der staatlichen Förderung die Chance, überhaupt ein finanzielles Polster aufzubauen. Werden Sie also aktiv und verschenken kein Geld!

Laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) können Frauen, jeweils abhängig vom Gehalt, dank der für Kinder gezahlten Zulagen, ihre Rente um bis zu 20 Prozent aufstocken.

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Wie Hausfrauen von Riester profitieren

Als Hausfrau profitieren Sie besonders, denn Sie können – wenn Ihr Ehepartner einen Riester-Vertrag besitzt – ebenfalls einen Riester-Vertrag abschließen, obwohl Sie selbst kein eigenes Einkommen haben. Dazu brauchen Sie lediglich einen Beitrag von 60 Euro jährlich in Ihren Riester-Vertrag einzahlen, bekommen aber die volle Riester-Förderung.

Bei drei kleinen Kindern schenkt Ihnen der Staat zum Beispiel volle 1.075 Euro jährlich dazu. "Die Riester-Kinderzulage fließt auf das Konto der Person, die auch das Kindergeld bezieht – das ist meist die Mutter", sagt Joachim Klein von der LBS. Der Vater erhält die Kinderzulage nur auf Antrag.

Wie Minijobberinnen von Riester profitieren

Auch als 450-Euro-Jobberin dürfen Sie einen Riester-Vertrag abschließen. Dazu brauchen Sie lediglich auf Ihre Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung verzichten.

Dafür müssen Sie den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag des gewerblichen Arbeitgebers von 15 Prozent durch eigene Mittel um 3,6 Prozent bis zur dann aktuellen Beitragshöhe der Rentenversicherung von 18,6 Prozent (2018) aufstocken. Maximal wären das bei einem 450-Euro-Verdienst lediglich 16,20 Euro monatlich.

Als Minijobberin müssen Sie in diesem Fall ebenfalls lediglich 60 Euro im Jahr in einen Riester-Vertrag investieren. Eine Frau mit einem fünfjährigen Kind bekäme so vom Staat 475 Euro jährlich für ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt und hätte zusätzlich Anspruch auf das volle Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung.

Lesen Sie auch: So werden Riester-Zulagen zum Renditeturbo

Riester-Angebote genau vergleichen

Die Kosten bei einem Riester-Vertrag sind ein wichtiger Faktor für die spätere Rentenhöhe. Vergleichen sie daher die Angebote. Zu den Top-Anbietern von Riester-Rentenversicherungen zählen zurzeit laut Marktanalysen die HanseMerkur, Hannoversche oder fairr.de. Der Grund der Differenzen liegt vorrangig an den Kosten. Versicherer mit einer hohen Gebührenstruktur können ihren Kunden bei Vertrags­abschluss keine ordentliche Garantie-Rente zusagen, denn ein Teil des Angesparten wandert in den Kosten- anstatt in den Spar-Topf.

Zur Auswahl stehen Ihnen fünf Riester-Varianten. Als klassische oder fondgebundene Rentenversicherung, als Fonds- und Banksparplan sowie als Wohn-Riester. Die Wohn-Riester-Förderung gilt sowohl für Kauf, Bau oder Entschuldung einer Immobilie sowie dem Erwerb von Anteilen an Wohngenossenschaften.

Lesen Sie auch: Wann sich ein Bausparvertrag lohnt

Arbeitslosigkeit und Riester – So sind Sie geschützt

Im Falle einer Arbeitslosigkeit brauchen Sie sich übrigens nicht um Ihren Riester-Vertrag zu sorgen. Dieser ist per Gesetz Hartz IV-sicher und Ihr angespartes Kapital wird somit nicht angegriffen. Das unterscheidet die Riester-Rente von einer normalen privaten Rentenversicherung.

Mein Tipp zur Arbeitslosigkeit: Als Bezieher von Arbeitslosengeld (ALG) I und auch bei Bezug von ALG II wären Sie weiterhin in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Das bedeutet konkret: Sie hätten auch weiterhin Anspruch auf die Riester-Zulagen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de