Als Minijobber von Riester profitieren

Minijob 2018 Als Minijobber von Riester profitieren

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
15.03.2018
Auf einen Blick
  • Informieren Sie sich rechtzeitig über die Vorteile des Leistungsspektrums der gesetzlichen Rentenversicherung.

  • Nutzen Sie als Minijobber clever die hohen staatlichen Förderungen bei der Riester-Rente.
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Erst informieren, dann handeln – das gilt auch für Minijobber. Seit 2013 sind Sie bei einem Neuvertrag als Arbeitnehmer erst einmal automatisch rentenversicherungspflichtig.

Nur wenn Sie dies ausdrücklich nicht möchten, haben Sie die Möglichkeit, die Rentenversicherung abzuwählen. Dazu sollten Sie aber vorher einiges wissen und bedenken.

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Minijob: Geringe Zuzahlung, volles Leistungsspektrum

Bei einem Minijob im gewerblichen Bereich führt der Arbeitgeber grundsätzlich pauschal 15 Prozent für die Rentenversicherung ab. Dieser Beitrag wird durch Sie als Minijobber im Jahr 2018 lediglich um weitere 3,6 Prozentpunkte automatisch aufgestockt, um so zusammen den vollen Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 18,6 Prozent (2018) zu erreichen.

Bei 450 Euro im Monat macht dies lediglich 16,20 Euro aus, die Ihnen direkt vom Lohn abgezogen werden. Diesen Betrag würden Sie also sparen, wenn Sie die Rentenversicherung per Antrag abwählen.

Doch diese vergleichsweise geringe Investition bietet Ihnen im Gegenzug viele Vorteile: Als Minijobber erwerben Sie vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung sowie wichtige Ansprüche. Unter anderem auf Leistungen zur medizinischen oder beruflichen Rehabilitation, auf eine Erwerbsminderungsrente (Schutz bei Invalidität) und auf die staatlich geförderte Riester-Rente inklusive aller Zulagen.

Alle Fördervorteile bei der Riester-Rente nutzen

Haben Sie als Minijobber keine weiteren Einnahmen, brauchen Sie lediglich 60 Euro im Jahr in einen Riester-Vertrag zu investieren, um die jährliche Grundzulage von 175 Euro (2018) zu erhalten. Für jedes Kind spendiert Ihnen der Staat zusätzlich noch mal 185 Euro, bzw. für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro im Jahr obendrauf.

Riester-Förderbeispiel 2018: Eine Frau mit einem fünfjährigen Kind bekäme so vom Staat 475 Euro jährlich für ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt und hätte zusätzlich noch den Anspruch auf das volle Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung. Bei zwei kleinen Kindern würden bereits 775 Euro jährlich gratis in den Riester-Vertrag fließen.

Mögliches Plus bei der Riester-Rente für Verheiratete

Wenn Sie verheiratet sind, springt womöglich noch mehr raus: Hätte Ihr Ehepartner zum Beispiel keinen Anspruch auf Riester-Förderung – etwa als Freiberufler oder Selbstständiger, dann verschaffen Sie ihm als Minijobber damit ebenfalls einen mittelbaren Anspruch auf einen eigenen mit Zulagen geförderten Riester-Vertrag.

Lesen Sie auch: So spart der Staat für Ihre Altersvorsorge.

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Minijobber in Privathaushalten müssen mehr zuzahlen

Für Minijobber in Privathaushalten gilt das gleiche Prinzip. Sie sind bei einem neuen Vertrag jetzt automatisch versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Da hier allerdings der Pauschalbeitrag des Arbeitgebers nur bei fünf Prozent liegt, müssten Sie 13,6 Prozent dazu zahlen, um auf den vollen Rentenbeitragssatz von 18,6 Prozent (2018) und an alle Vorteile zu kommen. Das wären immerhin 61,20 Euro monatlich.

In diesem Fall gilt es für Sie dann abzuwägen und die individuelle Lebenssituation zu berücksichtigen. Sie haben hier aber ebenfalls die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen.

Lesen Sie auch: Riester-Vertrag als Steuersparmodell nutzen.

Suchen Sie sich einen profitablen Riester-Vertrag

Eines gilt auch bei Riester: Ein Angebotsvergleich vor Vertragsabschluss ist ein Muss. Marktvergleiche von Riester-Rentenversicherungen zeigen, dass sich bei den Rentenhöhen zwischen den besten und den teuersten Tarifangeboten oft Unterschiede von einigen hundert Euro jährlich ergeben können. Über die Jahre der zu erwartenden Rentenzahlungen summieren sich da schnell einige Tausend Euro zusammen.

Zu den Top-Anbietern von Riester-Rentenversicherungen zählen zurzeit laut Marktanalysen die Hanse Merkur, Hannoversche oder fairr.de. Der Grund der Differenzen liegt vorrangig an den Kosten. Versicherer mit einer hohen Gebührenstruktur können ihren Kunden bei Vertrags­abschluss keine ordentliche Garantie-Rente zusagen, denn ein Teil des Angesparten wandert in den Kosten- anstatt in den Spar-Topf.

Hinweis: Manche Anbieter sind nicht verlinkt, da sie über uns derzeit keine neuen Kunden akquirieren wollen. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" transparent dargestellt.

Biallo-Lesetipp

Gut 2,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftige üben nebenher noch einen Zweitjob aus. Tendenz: Stark steigend. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag: Minijob: Darauf sollten Doppeljobber achten.

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Fritz Himmel
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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de