Riester-Vertrag als Steuersparmodell nutzen

Riester-Rente Riester-Vertrag als Steuersparmodell nutzen

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
17.11.2017
Auf einen Blick
  • Einen Riester-Vertrag können Sie immer abschließen, auch ohne Förderberechtigung.
  • Sparen Sie bei einem Riester-Vertrag Steuern in der Anspar- und in der Auszahlungsphase.
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Sie sind nicht Riester-förderberechtigt und haben deshalb bisher gar nicht über einen Riester-Vertrag nachgedacht? Sollten Sie aber, denn was den meisten nicht bekannt ist: "Ein Sparer kann hier deutlich von den günstigeren Steuervorschriften für Versicherungen profitieren", sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher.

Einen Riester-Vertrag darf jeder abschließen

Grundsätzlich können Sie einen Riester-Vertrag abschließen und dort so viel Geld investieren wie Sie möchten – auch dann wenn Sie gar keine Berechtigung auf die staatlichen Riester-Zulagen haben. Und das kann sich sogar richtig lohnen. Grund hierfür sind einige Sonderregelungen für Versicherungen im deutschen Steuerwirrwarr. Vor allem beim Riester-Sparen mit Investmentfonds winken hier für Sie viele Vorteile in der Anspar- als auch in der Auszahlungsphase.

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Ihre Vorteile bei Riester in der Ansparphase

Diese Vorteile winken Ihnen beim Riester-Sparen ohne staatliche Förderung:

  • Alle Ihre Einzahlungen bleiben in der Ansparphase komplett von der Abgeltungsteuer befreit. Wenn Sie in einen Riester-Vertrag mit Fonds einzahlen, egal ob Fondssparplan oder Versicherung, erhalten Sie, – im Gegensatz zum normalen Fondssparen - alle Kursgewinne, Dividenden und Zinsen die ganzen Jahre über steuerfrei.
  • Grundsätzlich: Der 100-prozentige Beitragserhalt bei Rentenbeginn ist Ihnen auch hier garantiert. Echte Verluste sind nicht möglich, auch dann nicht, wenn Sie einen Riester-Vertrag mit Fondsanlagen abschließen und ein Börsenabsturz droht. Während Sie im Gegensatz dazu bei normalen Fondsanlagen auch mal ordentlich Verlust machen könnten!

Ihre Vorteile bei Riester in der Auszahlungsphase

  • Als nicht geförderter Riester-Anleger gelten für Sie nicht einmal die strengen Riester-Regeln. So müssen Sie sich später zum Rentenbeginn bei einer gewünschten Kapitalauszahlung nicht auf maximal 30 Prozent der Sparsummebeschränken, sondern können die gesamte aufgelaufene Summe mit einem Schlag kassieren.

Dabei gilt dann für Sie die gleiche vorteilhafte Regelung wie bei Lebensversicherungen. "Sparer müssen nur den halben Gewinn mit ihrem persönlichen Steuersatz beim Finanzamt abrechnen", erklärt Steuerprofi Wacher. Bedingung dafür ist lediglich, dass das Geld nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres und erst nach mindestens zwölf Jahren Vertragslaufzeit ausgezahlt wird.

  • Möchten Sie doch lieber eine monatliche Rente beziehen, unterliegen solche ungeförderten Beiträge ebenfalls nicht den strengen Steuerregeln der Riester-Rente und werden in der Steuerklärung anders behandelt. So ist hier bei einer Rente aus nicht geförderten Einzahlungen im Alter lediglich der Ertragsanteil zu versteuern.

Wenn Sie am Ende Ihres Berufslebens mit 67 Jahren in Rente gehen, brauchen Sie somit - anstatt wie sonst bei geförderten Riester-Vertrag volle 100 Prozent - hier lediglich 17 Prozent der Riester-Rente mit Ihrem persönlichen Steuersatz zu versteuern.

Das bedeutet für Sie dann konkret: Erhalten Sie beispielsweise pro Monat 300 Euro Zusatzrente aus Ihrem Riester-Vertrag, müssen Sie davon überhaupt nur einen Betrag von 51 Euro (= 17 Prozent) versteuern. Unterstellt man im Ruhestand einen Steuersatz von 25 Prozent, so fallen tatsächlich für Sie dafür lediglich 12,75 Euro monatlich an Steuern an.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de