Scheidung Wer bekommt die Riester-Zulagen?

Scheidung Wer bekommt die Riester-Zulagen?

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
28.08.2016
Auf einen Blick

Arbeitnehmer mit Kindern profitieren jedes Jahr von hohen Riester-Fördergeldern. Doch wohin wandern die Zulagen bei einer Scheidung?

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Zurzeit spendiert Ihnen der Staat bei einem Riester-Vertrag für jedes Kind 185 Euro dazu, für ab 2008 Geborene sind es sogar 300 Euro im Jahr. Sie selbst erhalten als Riester-Sparer eine jährliche Grundzulage von 154 Euro. Um diese kompletten Zulagen zu erhalten, müssen Sie vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in den Riester-Vertrag einzahlen, maximal 2.100 Euro. Diese Summe brauchen Sie jedoch nicht alleine aufbringen, denn die staatlichen Zulagen fließen in die Berechnung des Eigenanteils mit ein.

Was passiert mit dem Riester-Vertrag bei einer Scheidung


Trennt sich ein kinderloses Ehepaar und sind beide förderberechtigt, so ändert sich in der Regel nichts – beide riestern einfach beide weiter und jeder erhält seine Grundzulage.
 

Sind Kinder da, kann es komplizierter werden. Anspruch auf die Kinderzulage hat immer derjenige Partner, der auch das Kindergeld erhält. Sollte sich durch eine Scheidung etwas am Kindergeld ändern, so müssen das die Zulagenstelle und auch der Riester-Vertragspartner erfahren. Beide Sparer erhalten dann neue Zulagen-Formulare. Meist müssen sie anschließend jeweils die Höhe ihrer Einzahlungen korrigieren.

Beispiel 1: Während der Ehe erhielten beide Ehepartner jeweils das Kindergeld sowie eine Kinderzulage für einen ihrer zwei Söhne. Nach der Scheidung wandern für beide Sprösslinge das Kindergeld und die Kinderzulagen zur Frau. Beide Elternteile müssen nun ihre Zulagen-Anträge ändern. Während sich die Frau die Kinderzulagen bei der Kalkulation des Eigenanteils anrechnen lassen kann und dadurch weniger einzahlen braucht, muss der Mann künftig die Einzahlungen in seinen Riester-Vertrag erhöhen, um wieder auf die vier Prozent Eigenanteil zu kommen.

Beispiel 2: Der Mann war berufstätig, die Gattin ist Hausfrau und somit nur mittelbar förderberechtigt. Nach Ablauf des Trennungsjahres verliert die Frau ihre Zulagen-Berechtigung. Sie kann dann ihren Riester-Vertrag beitragsfrei stellen und ruhen lassen und dadurch die bis dahin erhaltenen Fördergelder behalten.

Beim Riester-Vertrag gibt es auch einen Versorgungsausgleich

Hatte in Ihrer Ehe nur ein Ehepartner einen Riester-Vertrag abgeschlossen, so wird dieser bei einer Scheidung beim Versorgungsausgleich extra bewertet und intern geteilt. Derjenige Partner, der diese Anwartschaft in der Ehe nicht abschließen konnte, erhält somit ebenso ein Rentenkonto bei der Riester-Versicherung. Hatten Sie beide einen Riester-Vertrag, so wird entsprechend dem jeweiligen Bestandswert auf die Rentenkonten aufgeteilt.

 

Biallo-Tipp

Nach einer Scheidung stehen viele vor einem Scherbenhaufen, sind unsicher und von der Situation oftmals überfordert. Wann beginnt das Trennungsjahr? Was ist der Versorgungsausgleich? Wie lassen sich die Scheidungskosten berechnen? Der Berufsverband Rechtsjournalisten e.V. hat zu diesem Thema einen umfassenden und kostenlosen Ratgeber veröffentlicht. Dort erfahren Sie alles, was Sie über das Thema Scheidung wissen müssen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de