Riester für Selbstständige Staatliche Förderung ohne Eigenbeitrag

Riester für Selbstständige Staatliche Förderung ohne Eigenbeitrag

Max Geißler
von Max Geißler
04.12.2014
Auf einen Blick

Freiberufler und Gewerbetreibende kommen mit einfachen Tricks in den Genuss der Riester-Rente. Mehrere 10.000 Euro an Fördergeldern sind drin.

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Normalerweise steht die Riester-Rente nur gesetzlich pflichtversicherten Beschäftigten zu. Darunter fallen neben Arbeitnehmern und Beamten auch freiwillig pflichtversicherte Selbstständige. Freie Berufe, die in eine berufsständische Versorgungskasse einzahlen, oder Selbstständige, die ausschließlich private Altersvorsorge betreiben, gehen leer aus. Für diese Berufsgruppen ist die Rürup-Rente die einzige Möglichkeit, mit staatlicher Hilfe Geld fürs Alter zu sparen. Doch den über vier Millionen Freiberuflern und Selbstständigen in Deutschland bieten sich einfache und legale Kniffs, um dennoch von der Riester-Förderung zu profitieren. So geht’s:

Verheiratete Selbstständige sind mittelbar förderberechtigt

Erstens kommen Verheiratete, deren Partner einen Riester-Vertrag bespart, in den Genuss der Förderung. „Voraussetzung dafür ist, dass der förderungsberechtigte Ehepartner einen eigenen Altersvorsorgevertrag besitzt und darauf die notwendigen Mindestbeiträge einzahlt“, erklärt Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen. Der selbstständige Gatte darf in diesem Fall einen separaten Riester-Vertrag abschließen und ebenfalls Fördermittel beantragen. Früher funktionierte das ohne Mindesteigenbeitrag, seit 2012 ist ein jährlicher Sockelbeitrag von wenigstens 60 Euro zu leisten. Allerdings reicht das nur für eine Minirente. Wer signifikate Rentenleistungen anstrebt, sollte höhere Beitragszahlungen anstreben.

Selbständige als Arbeitgeber

Verheiratete Selbstständige können ebenfalls selbst an Riestergelder gelangen. Das funktioniert so: Der selbstständige Partner stellt seinen Gatten als Minijobber in seiner Firma an. Verzichtet dieser im Gegenzug auf seine Rentenversicherungsfreiheit, eröffnet sich die Möglichkeit der Riester-Rente. Zwar muss der „Chef“ jetzt jeden Monat ein paar Euro an die Rentenkasse abführen, aber dieser Trick beschert beiden den Anspruch auf Riester-Förderung. Der Minijobber ist jetzt unmittelbar, der Ehepartner mittelbar zulagenberechtigt. Das lohnt sich: Haben die Eheleute zwei neugeborene Kinder, erhalten sie insgesamt 908 Euro jährlich an Riester-Förderung. Ohne Mindesteigenbeitrag geht es aber auch in diesem Fall nicht mehr.

Neben Geldgeschenken winken dem Paar attraktive Steuervergünstigungen. Beide können bis zur Höchstgrenze von 2.100 Euro an Riester-Zahlungen als Sonderausgabe steuerlich absetzen. Peter Kauth von Steuerrat24 weist allerdings auf eine Einschränkung hin: „Der Sonderausgabenabzug kommt nur für den unmittelbar begünstigten Ehegatten in Betracht.“ Der Ehegatte mit abgeleiteten Zulagenanspruch besitze hingegen keinen Steuerbonus. „Schöpft aber der unmittelbar förderberechtigte Partner den Steuerhöchstbetrag nicht durch eigene Beiträge und Zulagen aus, so kann der mittelbar förderberechtigte zusätzlich die Riester-Prämien des Ehegatten absetzen.“

Fondsgebundene Versicherung für Langzeitsparer

Beträgt der Sparhorizont mehr als 20 Jahre, sollten Riester-Sparer die hohen Renditechancen von Investmentfonds nicht verschenken. Eine 30-jährige Frau mit einem Jahresbruttoeinkommen von 40.000 Euro, die bis zum 67. Lebensjahr in eine Riester-Fondspolice mit sechs Prozent Rendite einzahlt, kann bei HDI mit eine Anfangsrente von 670 Euro erwarten, bei der Alten Leipziger von 665 Euro und bei der Stuttgarter Versicherung von 670 Euro. Positiv: Erträge und Kursgewinne von Riester-Fonds bleiben während der gesamten Ansparphase von Abgeltungsteuer verschont – das beflügelt den Zinseszinseffekt und hebt die Rendite. Im Rentenalter unterliegen die ausgezahlten Leistungen allerdings zu 100 Prozent der Einkommensteuer.

Tipp: Vergleichen Sie Angebote nach Ihren persönlichen Vorgaben mit dem Biallo-Rechner für klassische und fondsgebundene Riester-Renten.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de