Wichtiger Riester-Check vor Jahresende

Riester-Rente Wichtiger Riester-Check vor Jahresende

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
30.11.2018
Auf einen Blick
  • Prüfen Sie rechtzeitig vor dem Jahresende, ob Sie genug in Ihren aktuellen Riester-Vertrag eingezahlt haben, um die vollen staatlichen Zulagen zu erhalten.
  • Haben Sie für die Jahre 2016, 2017 und 2018 schon einen Zulagen-Antrag gestellt? Falls nicht, sollten Sie da noch bis zum 31. Dezember nachholen.

Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Der Staat schenkt Riester-Sparern, vor allem wenn sie Kinder haben, jedes Jahr viel Geld. Daher ist es wichtig, dass Sie noch vor Jahresende einen Blick auf Ihr aktuelles Riester-Konto werfen, um keine Fristen zu versäumen und die staatlichen Zulagen voll auszuschöpfen.

Riester-Zulagen-Check 1

Um die kompletten Riester-Zulagen zu erhalten, sind vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in den Vertrag einzuzahlen, maximal 2.100 Euro. Diese Summe brauchen Sie jedoch nicht alleine aufbringen, denn die staatlichen Zulagen fließen in die Berechnung Ihres Eigenanteils mit ein.

Ein Beispiel für 2018 
Eine Frau mit einem vierjährigen Kind verdient 18.000 Euro brutto im Jahr. Für ihren Riester-Vertrag erhält sie vom Staat die Grundzulage von 175 Euro und fürs Kind 300 Euro dazu. Somit muss sie selbst mindestens 245 Euro im Jahr aus eigenem Geld einzuzahlen, um zusammen mit der Förderung von 475 Euro auf den notwendigen Betrag von 720 Euro jährlich zu kommen.

Vermeiden Sie Kürzungen der Riester-Zulagen

Tätigen Sie eventuell nötige Zuzahlungen unbedingt noch bis Jahresende und sichern Sie sich so die maximale staatliche Förderung! Das kann auch zutreffen, wenn sich Ihr Gehalt erhöht hat oder eine Kinderzulage weggefallen ist. "Die Kinderzulagen gibt es so lange, wie auch Kindergeld fließt", sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. "Daher müssen Riester-Sparer daran denken, wenn sich hier bei den Voraussetzungen etwas ändert."

Lesen Sie auch: Wer bekommt die Riester-Zulagen?

Bei zu geringer Einzahlung wird Ihnen die Riester-Zulage, die der eigentliche Rendite-Turbo ist, sonst entsprechend gekürzt. Damit Ihnen die Zulagen auch gutgeschrieben werden, müssen Sie unbedingt einen Antrag stellen.

Denken Sie daran: Die Riester-Zulage ist jedes Jahr neu zu beantragen. Versäumen Sie dies, so verfällt nach zwei Jahren endgültig Ihr Anspruch.

Biallo-Tipp: Stellen Sie bei Ihrem Riester-Anbieter einen Antrag auf Dauerzulage. Das weitere Prozedere erledigt dann der Anbieter direkt mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen. Die Zulage wird Ihnen jedes Jahr automatisch gutgeschrieben.

Riester-Zulagen-Check 2

Sie haben zwar brav in Ihren Riester-Vertrag eingezahlt aber Ihren Zulagen-Antrag in der Vergangenheit zu lax gehandhabt? Jetzt bietet sich Ihnen letztmals die Chance, mindestens noch Ihre staatlichen Riester-Zulagen rückwirkend für das Jahr 2016 zu sichern. "Der Antrag dafür muss spätestens bis zum 31. Dezember 2018 beim Anbieter des jeweiligen Riester-Produkts eingegangen sein", sagt Bianca Boss.

Lesen Sie auch: Riester-Vertrag als Steuersparmodell nutzen.

Für weitere Beiträge zum Thema Riester-Rente abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Ihre Meinung ist uns wichtig
Fritz Himmel
Fritz Himmel
Autor
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Fritz Himmel
Fritz Himmel

nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Fritz Himmel
Fritz Himmel

nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de