Gleiche Leistung, höhere Beiträge

Risikolebensversicherung Gleiche Leistung, höhere Beiträge

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
28.12.2016
Auf einen Blick
  • Die Garantiezinssenkung verteuert ab 2017 die Risikolebensversicherung.
  • Achten Sie vor einem Vertragsabschluss immer auf die jeweiligen Brutto- und Netto-Angaben der Beiträge.    
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Das eigene Leben finanziell abzusichern wird teurer. Grund ist die vom Gesetzgeber vorgegebene Absenkung des Garantiezinses von 1,25 auf 0,90 Prozent. „Wer ohnehin Absicherungsbedarf hat, kann von einem Versicherungsbeginn in diesem Jahr noch profitieren“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Altersvorsorge und Krankenversicherung bei MLP. Hier wird je nach Vertragskriterien künftig mit einer Verteuerung der Beiträge von bis zu zehn Prozent gerechnet.

Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll für alle, die Angehörige absichern wollen oder einem Geldinstitut eine Sicherheit beim Immobilienerwerb geben müssen. Wenn Sie noch kleine Kinder haben, sollten Sie das Fünffache Ihres Brutto-Jahreseinkommens als Versicherungssumme einsetzen, wenn Sie nur für den Partner vorsorgen, das Dreifache.

Brutto- und Netto-Beiträge

Während sich die Leistungen der Versicherer bei einer Risikolebensversicherung nur geringfügig unterscheiden, gibt es bei den Beitragshöhen jedoch deutliche Differenzen. Daher sollten Sie vor einem Vertragsabschluss genau die Angebote vergleichen.  

Dabei ist folgendes zu beachten: Die Kosten für eine Risikolebensversicherung werden meist mit einem Zahl- und einem Bruttobeitrag angegeben. Der Bruttobeitrag ist die vertraglich festgelegte Prämie, die für den jeweiligen Versicherungsschutz kalkuliert wurde.

Tatsächlich zahlen Sie aber nur den günstigeren Zahl- oder Nettobetrag. Dieser errechnet sich, nachdem vom Bruttobeitrag die vom Versicherer erwirtschafteten Überschüsse abgezogen worden sind. Für diese Überschüsse gibt es aber keine Garantie.

Biallo-Tipp: Die Überschüsse gelten immer nur für das folgende Versicherungsjahr. Der Nettobeitrag kann folglich, je nach Entwicklung der Überschüsse schwanken. Wirtschaftet der Versicherer schlechter als erwartetet, so fallen die Überschüsse geringer aus und der Zahlbeitrag kann während des laufenden Vertrags in Richtung Bruttobeitrag steigen. Daher ist es wichtig, vor Vertragsabschluss einer Risikolebensversicherung beide Beitragshöhen im Blick zu haben.

Top-Anbieter für die Risikolebensversicherung:

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Berechnungsgrundlage / Modellfall: 

Identische Versicherungsleistung – Preis entscheidet

Wie sich Beitragsentwicklungen konkret auswirken können, zeigt Ihnen folgendes Versicherungsbeispiel:

Ein 30-jähriger Nichtraucher schließt eine Risikolebensversicherung über eine garantierte Versicherungssumme (Todesfallleistung) von 200.000 Euro mit einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren ab. Er zahlt dafür bei Hannoverscher und Europa rund 14 Euro im Monat, bei Canada Life wären 15,60 Euro fällig.

Bei Europa beträgt jedoch der Bruttobeitrag 35,41 Euro und die Prämie könnte für den Versicherungsnehmer – wenn es mal schlechter läuft – um mehr als das Doppelte steigen. Bei Canada Life dagegen sind der Zahl- und der Bruttobeitrag identisch, das Risiko einer Erhöhung während der langen Vertragslaufzeit entfällt somit.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de