Liqid und Scalable: Neues von der Robo-Advisor-Front

Digitale Vermögensverwaltung Liqid und Scalable: Neues von der Robo-Advisor-Front

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
25.05.2018
Auf einen Blick
  • Der digitale Vermögensverwalter Liqid legt seinen zweiten Private-Equity-Fonds auf.

  • Marktführer Scalable Capital wartet mit einem neuen Altersvorsorge-Rechner auf.
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Die Berliner hatten es bereits im März angekündigt. Nun lässt der digitale Vermögensverwalter Liqid seinen Worten Taten folgen. Seit Donnerstag können Anleger den Private-Equity-Vintage-Fonds II (LPEV II) zeichnen. Die Zeichnungssumme beginnt ab 200.000 Euro.

"Unseren ersten Private-Equity-Fonds haben wir vorzeitig geschlossen, da dieser noch erfolgreicher von Anlegern angenommen wurde, als wir es erwartet hatten. Für alle, die nicht zum Zuge gekommen sind, legen wir nun ein Folgeangebot auf – mit vergleichbaren Konditionen", sagt Liqid-Chef Christian Schneider-Sickert.

Lesen Sie auch: Liqid knackt 200-Millionen-Euro-Marke

Private Equity – auch außerbörsliches Eigenkapital genannt – zählt zur Königsdisziplin in der Finanzbranche. Bei dieser Anlageform beteiligen sich Investoren an Unternehmen, die nicht an der Börse notiert sind. Ziel ist es, die Anteile irgendwann gewinnbringend zu veräußern – im idealen Fall über einen Börsengang, ein sogenanntes Initial Public Offering (IPO). Im Fachjargon spricht man auch von "Anteile versilbern".

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Nur wer wagt, der gewinnt

Eine besondere Form von Private Equity ist das sogenannte Venture Capital, auch Wagniskapital genannt. Hier beginnt die Beteiligung meist in der Frühphase eines Unternehmens. Man spricht hier auch von Early Stage, also kurz vor oder nach der Unternehmensgründung. Natürlich ist diese Art von Beteiligung risikoreicher als beispielsweise ein Aktieninvestment. Dafür sind die Renditechancen auch höher. Das Investment-Team von Liqid geht davon aus, "dass Private Equity die Rendite von Aktien auch in den nächsten Jahren um rund drei Prozent pro Jahr übertreffen wird".

Der Vorteil bei Liqid ist der kostengünstige Zugang zu dieser Anlageform. Normalerweise können Investoren erst ab einer siebenstelligen Summe bei Private-Equity-Fonds einsteigen. Durch die Nähe zu HQ Trust, dem Vermögensverwalter der Familie Harald Quandt, kann Liqid die Einstiegshürde für seine Kunden auf 200.000 Euro senken. Zudem fallen beim LPEV II weder Ausgabeaufschlag noch Erfolgsbeteiligung an. Die Verwaltungsgebühr liegt lediglich bei 0,7 Prozent des Anlagevolumens. Laut Liqid sind fünf Prozent Ausgabeaufschlag am Markt üblich, sowie 12,5 Prozent Erfolgsbeteiligung und 1,8 Prozent laufende Gebühren.

Zur Anlagestrategie von Liqid →

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Scalable startet Altersvorsorge-Rechner

Auch aus dem Hause Scalable Capital kommen interessante Neuigkeiten. Der Münchner Robo-Advisor hat kürzlich einen Altersvorsorge-Rechner lanciert, die sogenannte "Time Machine". Der Rechner beantwortet wichtige Fragen rund um den Vermögensaufbau: Wie viel Geld soll ich Stand heute für den Ruhestand zurücklegen? Reicht mein monatlicher Sparplan für den gewünschten Lebensstandard im Alter aus? Welchen realen Wert nach Inflation wird mein Vermögen zu Beginn des Ruhestands haben?

Dabei werden folgende Parameter berücksichtigt: Aktuelles Alter, Geschlecht, anfängliches Anlagevolumen sowie geplante monatliche Einzahlungen. Weitere Parameter, die der Anleger im zweiten Schritt eingeben kann, sind die Inflationsrate, der Steuersatz auf Kapitalerträge, das Renteneintrittsalter, die Lebenserwartung (auf Basis von Eurostat-Daten voreingestellt) und die individuelle Risikotoleranz.

Scalable hat 23 verschiedene Risikoklassen im Angebot. Die Anlagestrategien der Münchner basieren auf dem sogenannten Value-at-Risk (VaR). Der mathematische Wert beziffert das Verlustrisiko. Ein VaR von 25 Prozent (höchste Risikoklasse bei Scalable) bedeutet beispielsweise, dass das Portfolio in einem Zeitraum von einem Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent (also in 19 von 20 Jahren) nicht mehr als 25 Prozent an Wert verliert. Einfacher ausgedrückt: Der Anleger ist bereit, einmal in 20 Jahren einen Wertrückgang von mehr als 25 Prozent zu akzeptieren.

Zurück zur Time-Machine: Ein 40-Jähriger beispielsweise, der ab heute monatlich 300 Euro in das Portfolio mit der höchsten Risikoklasse einzahlt, hätte statistisch gesehen ab seinem Renteneintritt bis zur Lebenserwartung von 80 Jahren nominal gut 1.440 Euro zur Verfügung. Legt man allerdings das Inflationsziel der EZB in Höhe von knapp zwei Prozent zugrunde, käme er real auf monatlich 940 Euro, bei einer Lebensdauer von 99 Jahren immerhin noch auf 460 Euro.

Zu den Anlagestrategien von Scalable →

 

Sehen Sie auch folgendes Youtube-Interview mit Scalable-Chef Erik Podzuweit auf der Invest 2018:

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de