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Robo-Advisor: Vaamo heißt jetzt Moneyfarm

Update: 28.05.2019
Sabina Hoerder
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Auf einen Blick
  • Der deutsche Robo-Advisor Vaamo hat sich mit dem britisch-italienischen Online-Vermögensverwalter Moneyfarm zusammengeschlossen.

  • Bisherige Vaamo-Kunden nutzen jetzt die Internetseite und App von Moneyfarm. An der Anlagestrategie soll sich für Bestandskunden jedoch nichts ändern.

  • Für Neukunden soll das Angebot um aktive Fonds erweitert werden.
Bisherige Kunden des Robo-Advisors Vaamo werden nun von Moneyfarm begrüßt.
Halfpoint/Shutterstock.com

Bisherige Vaamo-Kunden, die die Website ihres Robo-Advisors aufrufen, landen ab sofort auf der Internetseite von Moneyfarm. Damit ist die im November 2018 verkündete Übernahme für die Kunden vollzogen, nachdem die Bafin dem Deal vor kurzem zugestimmt hat.

An der Anlagestrategie soll sich für die bestehenden Vaamo-Kunden jedoch nichts ändern, versichert Moneyfarm auf seiner neuen Internetseite. Ob sich an den bestehenden Konditionen etwas ändern wird, ist bislang nicht bekannt.

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Neukunden von Moneyfarm müssen sich noch etwas gedulden. Bislang können sich nur die Vaamo-Bestandskunden auf der Moneyfarm-Seite einloggen. Potenzielle Neukunden haben allerdings die Möglichkeit, sich in eine Warteliste einzutragen.

Namhafter Großinvestor an Bord

Anders als Vaamo will Moneyfarm neben börsengehandelten ETFs auch auf aktive Fonds setzen. Interessant: Die Allianz ist seit September 2016 bei Moneyfarm beteiligt und hat ihre Anteile erst vor einem Jahr erhöht. Damit ist die Allianz Asset Management größter Minderheitsaktionär von Moneyfarm. Über die genaue Beteiligungsquote ist nichts bekannt.

Bereits seit 2017 bietet die Allianz ihren Mitarbeitern in Großbritannien die Möglichkeit, über Moneyfarm in aktiv verwaltete Fonds ihrer beiden Vermögensverwalter Allianz Global Investors und Pimco zu investieren. Schon damals kündigte Moneyfarm an, sein Angebot um die Expertise und ausgewählte Vermögensverwaltungs- und Versicherungsprodukte der Allianz zu ergänzen. Bislang setzt Moneyfarm in Großbritannien aber ausschließlich auf ETFs.

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Thomas Bloch und Oliver Vins gründeten Vaamo 2013 in Frankfurt am Main. Damit war das Start-up mit dem Eichhörnchen im Logo ein Pionier im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung. Im Robo-Advisor-Performance-Vergleich von biallo.de fand es sich zuletzt bei allen Anlagestrategien im Mittelfeld. So erzielte Vaamo bei einer offensiven Anlagestrategie in den vergangenen 24 Monaten (Stichtag 30. April 2019) eine Performance von 11,66 Prozent, beim ausgewogenen Portfolio waren es 6,58 Prozent und beim defensiven 3,78 Prozent.

Biallo-Tipp: Sobald Moneyfarm die entsprechenden Daten liefern kann, werden wir den Robo-Advisor in unserem Performance-Vergleich aufnehmen.

Kampfansage an Wettbewerber

"Durch den Zusammenschluss bringt Vaamo seine Expertise für den deutschen Markt ein. Gemeinsam haben beide Robo-Advisor beste Voraussetzungen, zum führenden Online-Vermögensverwalter in Europa zu werden", heißt es auf der Internetseite von Moneyfarm. Die beiden Vaamo-Gründer ziehen in den Aufsichtsrat von Moneyfarm ein. Geleitet wird das fusionierte Unternehmen von Paolo Galvani und Giovanni Daprà, die Moneyfarm 2011 gegründet haben.

Der Zusammenschluss ist auch eine Kampfansage an den deutschen Marktführer Scalable Capital. Der Münchner Robo-Advisor kooperiert seit September 2017 mit der ING und dürfte nach Schätzungen von biallo.de schon bald die Zwei-Milliarden-Euro-Marke an verwaltetem Kundenvermögen knacken.

Neben dem eigenen Endkundengeschäft setzt Scalable auch zunehmend auf White-Label-Kooperationen. So haben die Münchner zum Beispiel jüngst die technische Infrastruktur für den Targobank-Robo Pixit und den digitalen Vermögensverwalter Oskar bereitgestellt. Mit der Übernahme von Vaamo durch Moneyfarm dürfte der Konsolidierungsdruck in der Branche weiter steigen.

Sehen Sie auch folgendes Youtube-Interview mit Scalable-Gründer Erik Podzuweit:




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