Rürup-Rente: Fiskus als Altersvorsorge-Sponsor

Altersvorsorge Rürup-Rente: Fiskus als Altersvorsorge-Sponsor

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
15.12.2017
Auf einen Blick
  • Die Steuervorteile steigen bei der Rürup-Rentenversicherung in der Ansparphase von Jahr zu Jahr.

  • Arbeitnehmer müssen jedoch den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung dabei beachten.
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Wenn Sie jetzt noch 2017 einsteigen, können Sie dieses Jahr 84 Prozent Ihrer Beiträge als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Dabei liegt die Höchstgrenze für Singles bei 23.362 Euro und für Verheiratete bei 46.724 Euro jährlich. Das wären für Alleinstehende maximal 19.624 Euro und für Ehepaare 39.248 Euro.

Als Rürup-Vorsorger sparen Sie somit 5.887 Euro Einkommensteuer, wenn Ihr persönlicher Steuersatz inklusive Solidaritätszuschlags 30 Prozent beträgt. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent liegt der Steuerrabatt in diesem Jahr bei 8.242 Euro.

Wenn Sie regelmäßig viel verdienen und hohe Steuern zahlen müssen, profitieren Sie somit enorm von dem Steuervorteil. Aber: Fahren Sie dagegen als Selbstständiger Verluste ein und es fällt keine Einkommensteuer an, dann gehen die Rürup-Begünstigungen ins Leere!

Was Sie als Arbeitnehmer bei Rürup wissen müssen

Auch als Arbeitnehmer bietet Ihnen eine Rürup-Rentenversicherung steuerliche Vorteile. Sie müssen aber hier berücksichtigen, dass der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung bei den Sonderausgaben mit angerechnet wird. "Arbeitnehmer sollten daher ermitteln, welcher Betrag sich dann noch steuermindernd auswirkt", rät Uwe Rauhöft vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine.

  • Biallo-Tipp: Bei Selbstständigen und Freiberuflern werden ggfs. an ein berufsständisches Versorgungswerk gezahlte Beiträge ebenfalls abgezogen.

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Steuervorteile bei Rürup nehmen Jahr für Jahr zu

Die Steuervorteile bei der Rürup-Rente wachsen in den nächsten Jahren während der Ansparphase weiter an: So steigt bis 2025 der anrechenbare Prozentsatz jährlich um weitere zwei Prozent. Ab dem Jahr 2025 dürfen Sie dann dauerhaft 100 Prozent absetzen.

Allerdings ist im Gegenzug im Alter die Rente ab 2040 zu hundert Prozent zu versteuern. In der Regel liegt der persönliche Steuersatz im Rentenalter jedoch niedriger als während des Berufslebens.

Rürup-Rente gegen Langlebigkeitsrisiko

Wissen Sie genau, wie alt Sie einmal werden? Wohl eher nicht. Eine Rürup-Rentenversicherung sichert hier auch das Langlebigkeitsrisiko ab. Denn die monatlichen Rentenzahlungen fließen immer lebenslang. Somit steigt die Rendite des Rürup-Vertrags, je länger Sie leben. 

  • Biallo-Tipp: Da bei einer Rürup-Rentenversicherung für Männer und Frauen die gleichen Konditionen gelten, rentiert sich die Rürup-Rente auch besonders für Frauen, da sie statistisch gesehen eine höhere Lebenserwartung haben.

Rentenunterschiede bei Rürup beachten

Eine Rürup-Rentenversicherung kommt für Sie als Altersvorsorgemodell in Frage? Dann sollten Sie vor einem Vertragsabschluss die Marktangebote in Ruhe vergleichen, denn es gibt deutliche Unterschiede in der Rentenhöhe. Bei falscher Wahl könnten Sie mehrere hundert Euro weniger Rente im Jahr herausbekommen.

Nutzen Sie zu einem vorherigen Vergleich unseren kostenlosen Rürup-Rechner. Dieser lässt sich ganz individuell auf Ihre Daten und Bedürfnisse einstellen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de