Mehr Steuervorteile bei der Rürup-Rente

Rürup-Rente Mehr Steuervorteile bei der Rürup-Rente

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
01.06.2018
Auf einen Blick
  • Für 2018 können Sie bei der Rürup-Rente einen noch größeren Teil Ihrer Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen.

  • Prüfen Sie vor einer Vertragsunterzeichnung Ihre individuellen Vorteile sowie für Sie mögliche Nachteile der Regularien.
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Bei der Rürup-Rente (im Versicherungs-Jargon Basis-Rente genannt) profitieren Sie vor allem durch hohe Steuervorteile in der Ansparphase. 2018 ist der Steuervorteil noch weiter gestiegen. Zum einen stieg zum 1. Januar die Förderhöchstgrenze von 23.362 Euro auf 23.808 Euro (zusammenveranlagte Ehepaare 47.616 Euro). Zum anderen sind in diesem Jahr bereits 86 Prozent der Beitragszahlungen steuerlich absetzbar.

Alleinstehende können somit bis zu 20.475 Euro (2017: 19.624 Euro) an Beitragszahlungen beim Finanzamt geltend machen, Verheiratete sogar 40.950 Euro. Dazu sind die Rürup-Zahlungen in der Anlage "Vorsorgeaufwand" anzugeben. Bis 2025 steigt dieser Prozentsatz jährlich um weitere zwei Prozentpunkte an. Ab dem Jahr 2025 sind dauerhaft 100 Prozent absetzbar.

Bei Rürup sparen Sie abgeltungssteuerfrei

Weiterer Vorteil für Sie: Während der gesamten Ansparphase bleiben die Erträge auf das angesparte Kapital abgeltungssteuerfrei. Egal welche Rürup-Sparvariante (klassisch oder mit Fonds) Sie wählen.

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Beim Rürup-Sparen gilt: "Wer viel verdient und somit viel Steuern zahlt, profitiert deutlich stärker von den Steuervorteilen als Durchschnitts- oder Geringverdiener", sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher. "Jeder sollte sich von einem Steuerprofi seinen individuellen Steuervorteil genau ausrechnen lassen."

Denn die Rürup-Rente müssen Sie im Alter versteuern. Das heißt für Sie: Die Steuervorteile im Berufsleben gegen die Rentensteuern im Alter. In der Regel ist aber davon auszugehen, dass Ihre Steuerbelastung im Ruhestand geringer ist als in der Zeit des Erwerbslebens. Der Fördereffekt ergibt sich – technisch formuliert – aus der Differenz der Grenzsteuersätze in der Erwerbs- und Rentenphase.

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Berechnungsgrundlage / Modellfall: 

Regeln bei der Rürup-Rente vorher prüfen

Bei der Rürup-Rente gibt es jedoch einige starre Klauseln, die Sie vor einer Vertragsunterzeichnung kennen sollten: Ein einmal unterschriebener Rürup-Vertrag ist weder übertragbar, verpfändbar, beleihbar noch kündbar - und das bis zum Laufzeitende. Ihr Geld hängt also im Vertrag fest. Wenn Sie zwischenzeitlich liquide Mittel benötigen, können Sie lediglich den Vertrag beitragsfrei stellen, um so die Beiträge zu sparen.

Wenn Sie einen neuen Rürup-Vertrag abschließen, bekommen Sie die Rente daraus frühestens mit dem 62. Lebensjahr. Sie haben hier übrigens kein Kapitalwahlrecht, es ist grundsätzlich nur eine Rentenauszahlung möglich. Diese fließt dann allerdings Ihr Leben lang, also selbst, wenn Sie über 100 Jahre alt werden sollten.

Rürup-Angebote – klassisch oder mit Fonds?

Rürup-Rentenversicherungen gibt es in verschiedenen Produkt-Varianten. Wenn Sie Wert auf Sicherheit legen, dann sind Sie mit einer klassischen Rürup-Rentenversicherung gut beraten. Wenn Ihnen die Aussicht auf mehr Rendite wichtiger ist, sollten Sie sich über fondsgebundene Rürup-Produkte informieren. Allerdings bergen diese auch ein höheres Anlagerisiko. Und Sie müssen die Gebühren im Auge behalten.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de