Sofortrente Angebote zur Sofortrente variieren 2016 deutlich

Sofortrente 2016 Angebote variieren deutlich

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
05.09.2016
Auf einen Blick

Ein Vorteil einer Sofortrente ist, dass die Rentenzahlungen lebenslang fließen. Bei richtigem Vertragsabschluss holen Sie Tausende von Euro mehr raus.

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Eine beliebte Variante der privaten Altersvorsorge ist, zum Ruhestandsstart einen angesparten höheren Geldbetrag per Einmalzahlung an eine Versicherungsgesellschaft zu übertragen. Die daraus dann eine sofort beginnende lebenslange Rente kalkuliert.

Ein wichtiger Vorteil bei einer Sofortrente: Hier fließen die Rentenzahlungen auch dann weiter auf Ihr Konto, wenn Ihr eingezahltes Kapital längst aufgebraucht ist.


Was bestimmt die Rendite bei einer Sofortrente?

Wenn Sie sich 2016 für eine Sofortrente entscheiden, sollten Sie jedoch erst die Angebote genau vergleichen. So weisen aktuelle Marktvergleiche im September je nach Höhe der Einzahlung Rentenunterschiede zwischen den Top-Anbietern und den im Ranking schlechtesten Platzierten von mehreren Hundert Euro im Jahr aus. Laut Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten (BdV), bestimmen drei maßgebliche Faktoren die Rendite und somit die Höhe der monatlich ausgezahlten Rente:

  • der Zins, mit dem der Versicherer den Kapitalstock in der Zukunft mehrt,

  • die Lebenserwartung, sowie

  • die Kosten, die er seinem Kunden für die Verwaltung seines Geldes berechnet.

Bei Vertragsabschluss erkennen Sie als Versicherungskunde bis dato allerdings nicht, ob der Versicherer beispielsweise die Lebenserwartung mit 95, 100 oder mehr Jahren ansetzt. Und je höher die Lebenserwartung kalkuliert wird, desto niedriger fällt die Rente aus.

Die richtige Sofortrente bringt Ihnen Tausende Euro mehr

Ein Vergleich der Angebote für eine Sofortrente ist daher für Sie ein Muss, wie ein aktuelles Renten-Beispiel zeigt: Angenommen Sie sind 65 Jahre alt und zahlen 80.000 Euro als Einmalbeitrag in eine Sofortrente ein. Bei Wahl einer volldynamischer Rentenauszahlung und einem Hinterbliebenenschutz mit Rentengarantiezeit von zehn Jahren bekommen Sie bei guten Angeboten von Ergo Direkt, Europa oder der HUK24 eine garantierte Rente von rund 280 bis 285 Euro monatlich.

Hinzu addieren sich noch die laufenden Überschussbeteiligungen bzw. mögliche Steigerungen. Wenn Sie sich jedoch für einen teureren Versicherer entscheiden, können Sie im genannten Fall allein bei der Garantiesumme über 300 Euro im Jahr weniger Rente raus bekommen. Über all die Rentenjahre hochgerechnet also viele Tausend Euro.

Steuervorteile einer Sofortrente kennen

Die Sofortrente ist dauerhaft auch steuerlich für Sie interessant. Der Fiskus greift hier nur auf den geringen Ertragsanteil zu. Dieser ist abhängig vom Alter bei Beginn der Auszahlung. „Ist der Versicherte 65, werden lediglich 18 Prozent der Jahresrente mit dem persönlichen Steuersatz besteuert“, sagt Hasso Suliak vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). "Startet der Vorsorgesparer seine Sofortrente gar erst mit 67 Jahren, so würde sein steuerpflichtiger Anteil der Rente lebenslang sogar nur 17 Prozent betragen."

Wenn Sie also mit 65 eine Sofortrente beginnen und 400 Euro monatlich Rente daraus erhalten, dann würden nur 72 Euro steuerlich angesetzt. Nur diese 72 Euro bräuchten Sie dann mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

Biallo-Lesetipp:

Zwar haben Berufstätige nach dem Pflegegeld-Gesetz von 2015 einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, aber bisher machen nur sehr wenige Arbeitnehmer Gebrauch davon. Die staatliche Unterstützung reicht nicht. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel: "Pflege Familienpflegezeit – nur geringe Nachfrage".

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de