Wichtige Klauseln bei der Sofortrente kennen

Altersvorsorge Wichtige Klauseln bei der Sofortrente kennen

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
15.02.2019
Auf einen Blick
  • Sofortrente geht ganz einfach: Sie zahlen einmalig einen größeren Betrag ein und erhalten umgehend Ihre monatliche Rente überwiesen.

  • Vergleichen Sie vor Vertragsabschluss jedoch unbedingt die jeweiligen Marktangebote und die möglichen Rentenhöhen.

  • Achten Sie dabei auf sinnvolle Klauseln und Optionen, die für Sie wichtig und später von Nutzen sein können.
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Eine spezielle Modellform der privaten Rentenversicherung ist die sogenannte Sofortrente. Statt erst nach jahrelangen Beitragszahlungen, der Einhaltung von Mindestwartezeiten und das Erreichen einer bestimmten Altersgrenze, folgt die Auszahlung einer Sofortrente einem anderen Prinzip.

Hier zahlt der Versicherungsnehmer einen bestimmten Betrag, beispielsweise 75.000 oder 100.000 Euro auf einmal ein, und erhält dafür sofort den Anspruch auf eine lebenslange Rente.

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Wer alt wird, macht ein gutes Geschäft

Anders als bei vielen anderen Formen der Kapitalanlage erfolgt die Rentenzahlung bei der Sofortrente auch dann noch, wenn das eigentliche Kapital längst aufgezehrt ist. "Bei der Entscheidung für ein solches Produkt sollte vor allem der Wunsch nach einer sicheren und möglichst lange andauernden Rentenzahlung im Fokus stehen", rät Michael Franke vom Analysehaus Franke und Bornberg.

Die Gesamt-Rendite hängt – wie bei allen Rentenversicherungen – auch von der Lebenserwartung ab. Aktuelle Analysen zeigen, dass Versicherte, die mit 65 Jahren eine Police abschließen, über 90 Jahre alt werden müssen, um mehr ausbezahlt zu bekommen, als sie ursprünglich einbezahlt haben. "Wer steinalt wird, erhält trotz andauerndem Zinstiefs eine ordentliche Rendite."

Lesen Sie auch: Tom Friess zur Geldanlage – "Nicht alles auf eine Karte setzen"

Stirbt der Versicherte jedoch früh, so besteht die Gefahr, dass nur ein geringer Teil der eingezahlten Summe in Form der Rente an ihn zurückfließt. Das Restkapital verbleibt dann beim Versicherer, es sei denn, man schließt eine Police mit einer Hinterbliebenenschutzklausel in Form einer Rentengarantiezeit oder einer Beitragsrückgewähr ab.

Das ist immer ratsam, wenn man Familie hat. Allerdings gibt es solche Kapitalabsicherungsklauseln nicht umsonst. "Im Gegenzug für den Schutz muss der Versicherte einen Abschlag bei seiner Rente in Kauf nehmen", sagt Bianca Boss, Vorsorge-Expertin beim Bund der Versicherten.

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Auf eine Kapitalentnahme-Optionen achten

Auch eine weitere Vertragsklausel kann von Vorteil sein: Was ist, wenn das Geld in einer Sofortrente steckt, man aber plötzlich flüssiges Kapital für einen Hausumbau oder eine medizinische Versorgung braucht? Hier hilft der richtige Vertrag mit einer Kapitalentnahme-Option. Bei Anbietern wie Canada Life, Hannoversche, Debeka oder der Allianz können Ruheständler später teilweise oder vollständig wieder Geld entnehmen.

Lesen Sie auch: Kapitalentnahme-Option nutzen

So bleibt auch später noch genügend Gestaltungsspielraum, um auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können. Voraussetzung dafür ist meist, dass die Summe der bis dahin gezahlten Renten den Einmalbeitrag noch nicht erreicht hat. Zu prüfen ist vorab: In welchen Zeitrahmen und wie oft ist die Option nutzbar und ob Gebühren anfallen können. Grundsätzlich gilt auch bei der Sofortrente: Vor einem Vertragsabschluss ist ein Angebotsvergleich ein Muss. 

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de