Auf einen Blick
  • Durch Verschmutzung und den Umbau in einen Betonkanal wurde die Emscher zur fauligen Kloake des Ruhrgebiets.

  • Nach jahrzehntelanger Umbauzeit und umfassender Renaturierung ist der Fluss jetzt wieder sauber und abwasserfrei.

  • Flora und Fauna atmen auf: Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten erobern sich nach dem Emscher-Umbau ihren Lebensraum zurück.
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Als ich in meiner Kindheit in den 60er Jahren in Oberhausen-Holten an der Emscher vorbeikam, musste ich mir die Nase zuhalten – so sehr hat die dunkle Brühe gestunken. Es war ein betonierter Kanal, in den der Bergbau und die Industrie des Ruhrgebiets ihre Abwässer ungeklärt hinein leiteten. Das Ganze mündete dann ein paar Kilometer weiter in den Rhein.

Ursprünglich ein natürlicher, schöner Nebenfluss des Rheins, geprägt durch Auenlandschaft und große Artenvielfalt, wurde die Emscher durch jahrzehntelange Verschmutzung und den Umbau in eine oberirdische, offene Abwasserleitung zu einer fauligen, stinkenden Kloake. Wegen des Bergbaus war ein unterirdischer Verlauf der Kanalisation nicht möglich.

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Doch in der Zwischenzeit ist etwas Unglaubliches passiert, was niemand noch vor ein paar Jahren für möglich gehalten hätte: In der Emscher leben mittlerweile wieder Stichlinge, Groppen, Muscheln und Krebse. Ihre Ufer bieten Eisvögeln, Gebirgsstelzen und Blauflügel-Prachtlibellen ein neues Zuhause. Und: Das ehemalige “Köttelbecke” (im Ruhrgebiet umgangssprachlich für Abwasserkanal) stinkt nicht mehr.

Die Natur kehrt also wieder in die Emscher zurück – wie wurde das möglich? Mit der Einstellung des Steinkohlebergbaus im Emschergebiet kam die Hoffnung für den einst dreckigsten Fluss Europas. In einem Generationenprojekt wurde seit Beginn der Neunziger Jahre die Renaturierung der Emscher und ihrer Nebenflüsse vorangetrieben und der industriell genutzte Abwasserkanal wieder zu einem natürlichen Flusssystem zurückgebaut. Dazu wurden neue Klärwerke gebaut und unterirdische Abwasserkanäle verlegt.

Nach knapp 30 Jahren Emscher-Umbau ist der Fluss heute wieder komplett abwasserfrei. An seinem Ufer entstehen nun weitere Auenflächen. Auch Erholungsflächen und nachhaltige Wohngebiete entlang der Emscher sind geplant. Ein wunderbares Beispiel, wie ein großes Umweltprojekt gelingen kann.

Fürs nächste Jahr nehme ich mir vor, diesen tollen Fluss mit dem Radl zu erkunden. Von der Quelle bis zur Mündung.

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Über den Autor Horst Biallo
Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.
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