Mietpreisbremse bringt nichts

Mieten oder Kaufen? Mietpreisbremse bringt nichts

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
10.01.2017
Auf einen Blick
  • Mietpreisbremse zeigt nicht die gewünschte Wirkung.
  • Mieter trauen sich nicht, wegen der Mietpreisbremse gegen ihren Vermieter zu klagen.
  • Ermitteln Sie mithilfe des Biallo-Vergleichs "Kaufen oder Mieten" was für Sie sinnvoller ist.
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Das Jahr 2015 sollte das Jahr der Mieter werden. Sie ahnen es: Die Betonung liegt auf „sollte“. Der große Durchbruch ist mit der Mietpreisbremse jedoch nicht gelungen, zeigt die Praxis in deutschen Großstädten. Das bestätigt auch Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts: „Die Versuche der Bundesregierung den Mietmarkt zu regulieren, waren nicht erfolgreich, so das Urteil des Immobilienmakler-Vertreters. In seinem Bundesland Bayern hätte weder die Mietpreisbremse noch das Bestellerprinzip zu einer Entspannung der Situation auf dem Wohnungsmarkt geführt. „Trotz der Mietpreisbremse kann es im Bayern-Trend auf breiter Front zu Preissteigerungen“, so Kippes.

Besser keinen Ärger mit dem Vermieter

Wandern wir von Bayern in den Nord-Osten, nach Berlin. Dort wurde die Mietpreisbremse im Juni 2015 eingeführt – zwei Monate vor Bayern. Auch in Berlin, das mit fast 90-Prozent Mieteranteil gleichzeitig auch die Mieterhauptstadt Deutschlands ist, stöhnen Mieter über steigende Kosten. So war es vielleicht kein Zufall, dass in der Hauptstadt deutschlandweit der erste Fall für Schlagzeilen sorgte, bei dem ein Mieter gegen den Vermieter klagte. Das war im September 2016. Das heißt mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis es der erste Mieter in Deutschland gewagt hat, seinen Vermieter zu verklagen.

Mieter haben seit August 2015 bessere Rechte, doch diese Rechte müssen erst einmal in Anspruch genommen werden. „Aber es lohnt sich durchaus, seine Rechte einzufordern“, ermutigt Volker Rastätter, Geschäftsführer des Mietervereins München. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, gibt auch der Mietervertreter zu. In München sei eben die Angst vieler Mieter groß, sich Ärger mit dem Vermieter einzuhandeln. Wer will das schon? Zumal jeder, der in der jüngeren Vergangenheit eine Mietwohnung in oder um München gesucht hatte, weiß wie schwer es ist, auf die Schnelle etwas Brauchbares zu finden.

Doch auch in der bayrischen Landeshauptstadt werden die Mieter mutiger. „Direkt nach der Einführung der Mietpreisbremse im vergangenen Jahr tat sich fast gar nichts. Aber inzwischen sind immer mehr Mieter bereit, sich zu wehren. Wir konnten außergerichtlich durchaus deutliche Verbesserungen für Mieter in München erreichen und stehen mit einigen Vermietern noch in Verhandlungen“, berichtet Rastätter. Kurz nach dem Berliner-Urteil, in dem die Mieter Recht bekommen haben, berichtet auch der Mieterverein München von zwei erfolgreichen Einigungen in den begehrten Szenevierteln Schwabing und Glockenbachviertel.

Rechtschutzversicherung für Mietstreitigkeiten

Vor Gericht ziehen, möchten die wenigsten Bürger. Dahin wäre das gute Verhältnis zum Vermieter, der einen vielleicht dann lieber heute als morgen auf die Straße setzen würde und sicher ist der Erfolg einer Klage ohnehin nicht. Im Zweifel helfen Mietervereine weiter, in jedem Fall sollten Sie aber - ob Mieter oder Vermieter – eine Rechtschutzversicherung haben, die Mietstreitigkeiten einschließt.

Vergleich Rechtsschutzversicherung

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1 CIF-PRO-classic 188,45 Euro weiter
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de