Staat streckt länger Geld vor

Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende Staat streckt länger Geld vor

Manfred Fischer
von Manfred Fischer
30.06.2017
Auf einen Blick
  • Alleinerziehende Mütter und Väter erhalten ab 1. Juli vom Staat länger Unterhalt für Kinder.
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Alleinerziehende können künftig länger auf staatliche Hilfe zählen, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt für ein Kind bezahlt. Ab 1. Juli springt der Staat bis zum 18. Lebensjahr des Kindes ein. Bisher war die Höchstbezugsdauer auf 72 Monaten begrenzt. Der entsprechende Gesetzentwurf hat jetzt den Bundesrat passiert.

Für Kinder bis zum 6. Lebensjahr gibt es nun 150 Euro. Bis zum 12. Geburtstag zahlt die öffentliche Hand 201 Euro, danach bis zur Volljährigkeit 268 Euro.

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Bei Hartz-IV-Empfängern schränkt der Staat den Unterhaltsvorschuss ein. Für Kinder zwischen 12 und 18 Jahren springt er nur ein, wenn diese selbst keine Hartz-IV-Leistungen bekommen. Oder wenn der alleinerziehende Elternteil im Hartz-IV-Bezug Einkünfte in Höhe von mindestens 600 Euro im Monat erzielt.

Der Vorschuss, den sich die öffentliche Hand später von Unterhaltspflichtigen zurückzuholen versucht, kann rückwirkend für den Monat vor der Antragsstellung bewilligt werden. Wer also im August seinen Antrag einreicht, kann mit Inkrafttreten der Regelung die Unterstützung ausschöpfen.

Die neue Regelung ist Teil des Gesetzes "zur Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems".

Biallo-Tipp

Familien mit geringem Einkommen erhalten vom Staat einen "Kinderzuschlag". Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung ist, dass das Bruttoeinkommen mindestens 600 Euro (Alleinerziehende) oder 900 Euro (Paare) beträgt. Zudem muss Kindergeld oder eine vergleichbare Leistung bewilligt sein. Und das Einkommen plus Kinderzuschlag darf nicht so niedrig liegen, dass Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld entsteht.
Wie viel Zuschlag der Staat im konkreten Fall bezahlt, können Sie mit dem Biallo-Kinderzuschlagsrechner ermitteln.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de