Das ändert sich im Dezember

Neuerungen Das ändert sich im Dezember

Ines Baur
von Ines Baur
29.11.2017
Auf einen Blick
  • AOL stellt den Instant Messenger ein, die Bahn schafft Berlin – München in vier Stunden, Energieberatung für Wohngebäude wird mehr gefördert.
  • Gewohnheitstiere aufgepasst: ab Dezember 2017 gibt es Neuerungen.
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Fürs neue Jahr nehmen sich viele etwas vor. Es gelten gute Vorsätze, neue Gesetzte und Unterhaltstabellen stehen an. Aber noch ist 2017 nicht rum. Und der letzte Monat hat noch ein paar Änderungen in petto.

Neues bei der Deutschen Bahn

"Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München ... mit zehn Minuten, ohne, dass Sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen ... am ... am Hauptbahnhof in München starten Sie Ihren Flug…". Die Magnet-Schwebebahn wurde trotz flammender Rede des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) nicht gebaut.

Doch für alle, die es eilig haben gibt es schöne Nachrichten von der Deutschen Bahn. Ab 10. Dezember gilt ein neuer Fahrplan mit etlichen Änderungen bei den IC- und ICE Verbindungen. Die wichtigste – nicht nur für Fernbeziehungen – ist die um zwei Stunden verkürzte Reisezeit von Berlin nach München. Die Zugfahrt dauert nur noch vier statt sechs Stunden. Das machte die neue 623 Kilometer lange Trasse, die nach zwanzig Jahren Planung und Bauzeit öffnet.

Weniger zum Freuen sind die Tarife. So erhöht die Bahn reguläre Fahrten im Preis um durchschnittlich 1,9 Prozent. Erste-Klasse-Fahrer zahlen 2,9 Prozent mehr. Und das Ticket zwischen Berlin und München wird um 14 Prozent teurer. Die neuen Tarife gelten genauso wie der Fahrplan ab dem 10. Dezember.

R.I.P. @AOL-Messenger

Es war nur eine Frage der Zeit. WhatsApp, Facebook und Co. haben AOL endgültig überflüssig gemacht. Wie Oath – das Nachfolgeunternehmen von AOL – jetzt bekanntgegeben hat, wird der Dinosaurier AIM (AOL Instant Manager) nach exakt 20 Jahren am 15. Dezember 2017 ausgestorben sein. Alle Nutzer, die noch Bilder, Chats oder Links sichern möchten, sollten dies schleunigst tun. Denn mit Ende der AOL-Ära werden alle Daten gelöscht.

Für Fragen rund um die Schließung des AOL Messanger stellt Oath einen Service zur Verfügung.

Gut für Umwelt und Geldbeutel: Energieberatung

Der Bund erweitert seine Energieberatung für Wohneigentümer ("Energieberatung für Wohngebäude") und für mittelständische Unternehmen ("Energieberatung Mittelstand"). Das bedeutet konkret: Mehr qualifizierte Energieberater informieren die Verbraucher objektiv und neutral über mögliche Effizienzmaßnahmen und helfen ihnen, Potenziale zu erkennen, Geld zu sparen und Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, sagt hierzu: "Eine qualifizierte Energieberatung ist der erste Schritt zu einer fachgerechten energetischen Sanierung eines Gebäudes. Wir wollen die Verbraucherinnen und Verbraucher dabei noch besser unterstützen, indem diese aus einem deutlich größeren Angebot an qualifizierten Energieberatern wählen können."

Für eine "Energieberatung für Wohngebäude" (ehemals: Vor-Ort-Beratung) übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Maximal 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und maximal 1.100 Euro für Mehrfamilienhäuser.

Bauherren und Immobilienbesitzer finden zugelassene Energieberater in der "Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes". Die Neufassung der Richtlinie "Energieberatung für Wohngebäude" tritt am 1. Dezember 2017 in Kraft.

Einfacher kündigen

Viele Verbraucher klatschten bereits im Juni vor Freude in die Hände: Die Roaming Gebühren wurden in allen EU-Ländern abgeschafft. Und auch zu Weihnachten dürfen sich Telefonkommunikationskunden nochmal freuen: Ab dem 1.Dezember sind Internet- und Telefonanbieter verpflichtet, ihren Bestandskunden auf der monatlichen Rechnung über Kündigungsfristen und Stichtag zur Kündigung zu informieren. Das gilt für sämtliche Verträge, die eine Laufzeit von über einem Monat aufweisen.

Letzte Chance auf verpasstes Kindergeld

Ebenfalls neu ist, dass Eltern im Dezember 17, das letzte Mal für vier Jahre rückwirkend Kindergeld beantragen können. Für Anträge ab 2018 gibt es künftig das Kindergeld rückwirkend nur noch für sechs Monate.

Haben Sie trotz Kindergeldanspruch kein Kindergeld erhalten, sollten Sie umgehend den Antrag bei der Familienkasse stellen. Beschäftigte im öffentlichen Dienst stellen den Antrag beim Dienstherren oder der Vergütungsstelle. Der Antrag muss gemäß Paragraf 67 Einkommensteuergesetz in Schriftform erfolgen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de