Konsum statt Sparen

Forsa-Studie Konsum statt Sparen

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
23.01.2017
Auf einen Blick
  • Über ein Drittel der Befragten gibt zu viel Geld aus.
  • Sparbuch und Tagesgeld sind immer noch die beliebtesten Anlageformen.
  • Junge Menschen sorgen nicht genug für das Alter vor.
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Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase resignieren viele Sparer und verwenden ihr Geld anderweitig, das belegt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Gothaer Versicherung.

Junge Menschen sparen zu wenig

Demnach haben über ein Drittel der Befragten 2016 im Alltag zu viel Geld ausgegeben, knapp jeder Dritte hat außerdem zu wenig Einsparmöglichkeiten genutzt. Fast genauso viele haben im vergangenen Jahr einmal ihr Girokonto überzogen. Vor allem jüngere Menschen geben ihr Geld lieber aus, anstatt es verzinst anzulegen.

In der Altersgruppe der zwischen 18- und 29-Jährigen gab über die Hälfte an, mehr Geld als nötig verbraucht zu haben, bei den 30- bis 44-Jährigen war es ebenfalls jeder Zweite. Ferner überzog ein Drittel dieser Altersgruppe im vergangenen Jahr bereits einmal das Girokonto.

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Zinssatz
 
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Betrag 10.000 €, Laufzeit ohne Laufzeitbindung

Lieber konservativ als risikoreich

Wenn die Befragten sparen, bevorzugen sie  konservative  bzw. risikoarme Anlageformen. So legen ein Viertel das Ersparte auf ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto an, ohne sich dabei über alternative Anlageformen zu informieren. Falls doch, investieren neun Prozent nur in einer Vermögensform, anstatt das Geld in verschiedenen Anlageklassen zu streuen.

Bei der privaten Altersvorsorge sieht es ebenfalls nicht gut aus: Dafür hat insgesamt über ein Sechstel nicht genug getan, in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen ist es sogar fast ein Viertel.

Weniger problematisch waren riskante Aktiengeschäfte, bei denen lediglich vier Prozent der Befragten Geld verloren – und zu teure Kredite. Hier gaben nach eigener Einschätzung nur drei Prozent zu viel aus. Knapp ein Viertel konnten sich 2016 keine der genannten Finanz-Sünden vorwerfen.

SündeInsg.MännerFrauen19-29 J.30-44 J.45-59 J.> 60 J.
Zu viel ausgegeben36333852453422
Zu wenig Einsparmöglichkeitne genutzt28292827302730
Girokonto überzogen26282525353217
Tagesgeldkonto als Geldanlage24272226202527
Zu wenig Altersvorsorge1312132215153
Geld nicht gestreut9109118810
Geld bei Aktiengeschäften verloren46262343
Zu teurer Kredit3332532
Keinerlei Sünden23212613212231
Quelle: Forsa Befragung im Auftrag der Gothaer Versicherung, Mehrfachnennung möglich. Befragt wurden 1.006 Bundesbürger ab 18 Jahren. Die Erhebung lief vom 21. November bis 2. Dezember 2016 als Online-Befragung.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de