Sparkasse bewegt sich auf Kunden zu

Leipzig Sparkasse bewegt sich auf Kunden zu

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
30.05.2017
Auf einen Blick
  • Verbraucherzentrale Sachsen und Sparkasse Leipzig erzielen einen kundenfreundlichen Kompromiss.

  • Kunden stehen vor der Wahl: Annehmen oder vor Gericht ziehen.
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Eine erfreuliche Nachricht für Kunden der Sparkasse Leipzig: Ihre alten Sparverträge "Prämien Sparen flexibel" gelten wieder, zumindest eingeschränkt. Im Dialog zwischen Vertretern der Verbraucherzentrale Sachsen und der Sparkasse Leipzig konnten die Parteien eine Regelung finden.

Das ursprüngliche Angebot: Zur Jahrtausendwende war das Prämiensparen der Sparkasse Leipzig unbefristet. Wer 15 Jahre lang regelmäßig spart, kann sich mit der Zeit über immer höhere Jahresprämien freuen – im 15. Jahr klettern diese sogar auf 50 Prozent der Jahressparrate. Wer diese Höchstgrenze erreicht und keine zeitliche Befristung in seinem Prämiensparvertrag hatte, bekam dieses Geld auch weiterhin jedes Jahr ausgeschüttet. Aus heutiger Sicht sind das Traum-Verträge – für Verbraucher. Aus Bankensicht fallen solche Fälle eher in die Kategorie "teure Altlasten". Im Jahr 2017 hatte die Sparkasse Leipzig schließlich tausenden Kunden gekündigt.

Schritt in Richtung Kunden

Einlagen können durch die Einigung noch bis Ende 2018 geführt werden, der Zins beträgt 1,1 Prozent. Außerdem gibt es für 2017 noch einen anteiligen Bonus. "Wir freuen uns, dass sich die Sparkasse Leipzig deutlich auf ihre Kunden zubewegt", sagt Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen.

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Schnell sein

Das Angebot heißt fortan "Extra-Festzinssparen" und ist vonseiten der Kunden jeder Zeit mit dreimonatiger Frist kündbar. Da die Sparkasse Leipzig nicht jeden Betroffenen postalisch über die zusätzliche Option informieren wird, ist Eile geboten. Denn die Offerte gilt nur bis 31. August 2017 und sollte von jedem Sparkassenkunden individuell geprüft werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird, so die Einschätzung der Verbraucherschützer.

Einzelfall prüfen

Betroffene stehen nun vor der Wahl, ob sie das Angebot akzeptieren oder ihre Ansprüche vor Gericht durchsetzen möchten. Die Aussichten auf Erfolg sind von Fall zu Fall verschieden. "Bei der Prüfung der Unterlagen stellte sich heraus, dass die Fälle im Einzelnen durchaus unterschiedlich zu beurteilen waren", so Eichhorst. Die Verträge, Werbeprospekte und Infomaterialien aus den neunziger Jahren hätten gezeigt, dass die Befristung und Kündigungsmöglichkeit der Verträge vielfach Auslegungssache seien.

Biallo-Tipp:

Auf absehbare Zeit werden solch attraktive Zinsen ausbleiben. Um dennoch etwas mehr als bei der Hausbank um die Ecke zu kassieren, sollten Sie regelmäßig die Zinsen für Tagesgeld, Festgeld und für Sparpläne im Blick haben.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
120,00
1,20%
2.
116,00
1,16%
3.
105,00
1,05%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de