"Mit der Zinserhöhung stellen wir uns dem Trend entgegen"

Rainer Hohenberger, Consorsbank "Mit der Zinserhöhung stellen wir uns dem Trend entgegen"

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
28.07.2017
Auf einen Blick
  • Die Consorsbank schiebt sich mit der jüngsten Zinserhöhung auf Platz eins im Biallo-Tagesgeld-Vergleich.

  • Rainer Hohenberger, Direktor der Bereiche Marketing und eBusiness bei der Consorsbank, im Interview mit biallo.de.
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Seit kurzer Zeit gibt es einen neuen Spitzenreiter im Tagesgeld-Vergleich von biallo.de. Mit 1,00 Prozent für Neukunden bietet damit die Consorsbank ein interessantes Angebot für Sparer. Anlass genug, bei der Nürnberger Bank nachzufragen. Rainer Hohenberger, Direktor der Bereiche Marketing und eBusiness bei der Consorsbank, stellt sich den Fragen.

biallo.de: Herr Hohenberger, mit 1,0 Prozent setzen Sie sich auf Platz eins im Biallo-Tagesgeld-Vergleich. Eine erfreuliche Meldung gegen den Trend. Nähern sich die niedrigen Zinssätze ihrem Ende?

Hohenberger: Ja, mit der Zinserhöhung stellen wir uns dem Trend entgegen. Das wird vermutlich für etwas Aufmerksamkeit sorgen. Aber das ist bei einer Aktion, mit der wir neue Kunde gewinnen möchten, ja durchaus gewollt. Zusätzlich haben wir auch noch den Maximalbetrag, bis zu dem der Sonderzins gilt, auf 50.000 Euro verdoppelt. Ich glaube aber nicht, dass die Zeit der niedrigen Zinssätze allgemein vorbei ist. Die Leitzinsen sind ja immer noch niedrig.

biallo.de: Können Sie eine Prognose wagen, wie lange Sie diesen attraktiven Zins halten können?

Hohenberger: Leider nicht. Da spielen viele Faktoren eine Rolle: Wie viele Kunden nutzen das neue Angebot, welche Beträge werden angelegt und letztlich natürlich auch die Frage, wie sich die Marktzinsen entwickeln. Wir können unsere Angebote recht kurzfristig anpassen. Ich kann Sie aber insofern beruhigen, dass wir die Zinserhöhung nicht als kurzfristigen "Marketing-Gag" sehen.

biallo.de: Der tolle Zins ist für immerhin sechs Monate garantiert, danach fällt er deutlich ab. Mit welchen Produkten konnten Sie in der Vergangenheit solche Neukunden halten?

Hohenberger: Wenn ein neuer Kunde aktiv wird, also zum Beispiel Wertpapiere kauft oder überträgt, verlängert sich die Zinsgarantie sogar auf zwölf Monate. Besonders beliebt sind hier Sparpläne, insbesondere Fonds- und ETF-Sparpläne.

biallo.de: Welche Anlagen neben Tagesgeld sollten Sparer derzeit vor allem auf dem Schirm haben?

Hohenberger: Das hängt immer von der individuellen Situation des Anlegers ab. Eine pauschale Empfehlung ist hier schwer. Generell ist es so, dass der risikolos erreichbare Zins momentan sehr sehr niedrig ist. Sparer müssen sich also überlegen, ob sie bereit sind, ein höheres Risiko einzugehen, um so eine Chance auf eine bessere Rendite zu haben. Die bereits angesprochenen Sparpläne könnten hier eine Überlegung wert sein, weil sie das Risiko streuen können.

biallo.de: Erwarten Sie, dass die EZB noch in diesem Jahr ihren Kurs aufweicht und es dadurch zu einer Zinswende kommt?

Hohenberger: Unsere Anlagestrategen rechnen nicht mit einer baldigen Kursänderung der EZB und damit auch nicht mit einer Zinswende. Es könnte sich für Sparer also durchaus lohnen, auch über den Tagesgeld-Tellerrand hinaus zu schauen.

biallo.de: Herr Hohenberger, vielen Dank für das Gespräch.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de