Erben Münzsammlung bewerten und verkaufen

Erben Münzsammlung bewerten und verkaufen

von Florian Junker
05.08.2016
Auf einen Blick

Münzsammlungen gehören häufig zu Erbmassen, sind aber für die Begünstigten schwierig zu bewerten. Gold-, Silber- und Antikmünzen erst schätzen, dann verkaufen.

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Es gibt so manche Münzsammlung, die Erben zu einem Spottpreis verkaufen. Denn es ist für Laien ohne Hang zur Numismatik (Münzkunde) nicht ganz einfach, eine über Jahrzehnte liebevoll aufgebaute Münzsammlung zu bewerten. Dabei kann es sich wirklich lohnen, hier Zeit zu investieren und die Münzsammlung vor dem Verkaufen genau unter die Lupe zu nehmen:

1. Schritt: Ersteinschätzung der Münzsammlung

Lohnt sich eine Bewertung der Münzsammlung überhaupt? Viele Reisende bringen zum Beispiel gerne ein paar Münzen als Urlaubserinnerung mit, doch Geldstücke aus aller Welt, die nach 1945 geprägt wurden, sind in der Regel kaum etwas wert. Wahrscheinlich macht es hier Sinn, über gutes Werk nachzudenken. Das geht zum Beispiel unkompliziert per Post an die Welthungerhilfe oder direkt in einer Spendendose des Kinderhilfswerks, die bundesweit in den Filialen der Drogerie Rossmann an der Kasse stehen. Wertvolle Münzsammlungen konzentrieren sich eher auf heimische oder historische Stücke und sind in der Regel fein säuberlich sortiert. Wichtig: Sammlermünzen dürfen nicht geputzt oder poliert werden, das kann den Wert verringern.

2. Schritt: Einzelbewertung vor dem Verkaufen

Das Internet bietet heute beste Voraussetzungen für eine eigene, vorläufige Bewertung einer Münzsammlung. Zum Beispiel unter www.muenzkatalog-online.de oder muenzen.shop.ebay.de können erzielbare Preise recherchiert werden und das kostet nur ein wenig Zeit. Eine andere, schnellere Möglichkeit ist der Weg zum Fachhändler, die sich etwa beim Verband der Münzhändler (www.vddm.de) und dem Berufsverband des deutschen Münzfachhandels (www.muenzenverband.de). Allerdings ist es immer empfehlenswert, sich mindestens von zwei Händlern Angebote machen zu lassen und sich trotzdem vorher selbst zumindest ein ungefähres Bild vom Wert zu machen. Denn D-Mark Münzen oder Edelmetalle haben auch ohne Sammlerliebe einen Wert. Deutsche Mark werden zum Beispiel zeitlich unbegrenzt von der Bundesbank in Euro umgetauscht, das geht direkt in den Filialen in größeren Städten oder per Post. Eine 10 DM-Münze sollte beim Verkaufen also mindesten 5,11 Euro einbringen. Zusätzlich bestehen viele Münzen aus Edelmetallen und bringen bei einer Scheideanstalt zumindest den Einschmelzpreis. Ein Gramm reines Gold lässt sich derzeit für über 36 Euro verkaufen und unter www.scheideanstalt.de lässt sich der Wert gängiger Münzen schnell recherchieren. Einfach zu einem der Goldankäufer um die Ecke zu gehen oder sie zu einem Internetanbieter zur Bewertung zu schicken, bringt dagegen nur selten angemessene Angebote.

3. Schritt: Münzsammlung verkaufen oder behalten?

Natürlich hat eine geerbte Münzsammlung oft einen emotionalen Wert, was gegen den Verkauf spricht. Allerdings können für Sammler auf Dauer auch zusätzliche Kosten entstehen, denn eine wirklich kostbare Münzsammlung sollte über die Hausratversicherung vor Diebstahl geschützt sein. Bei vielen Verträgen ist jedoch die Mitversicherung von Wertsachen beschränkt und es kann nötig sein, eine umfassendere Police abzuschließen. Eine Münzsammlung wirft zudem keine Zinsen oder Dividenden ab. Deswegen lohnt es sich unter dem Strich oft eher zu verkaufen und das eingenommene Geld zu guten Konditionen anzulegen.

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Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
110,00
1,10%
2.
80,30
0,80%
3.
75,00
0,75%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 12 Monate
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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de