Auf einen Blick
  • Die Openbank, eine Tochter der spanischen Santander, senkt ihren Tagesgeldzins zum 19. April von 0,25 auf 0,10 Prozent.

  • Zugleich wird der Maximalbetrag für das „Open Tagesgeldkonto“ auf 100.000 Euro begrenzt.

  • Kurzentschlossene Zinshopper können noch für zwei Monate anteilig 0,25 Prozent abstauben.
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Die Openbank, eine Onlinebanking-Tochter der spanischen Santander, hat zum 19. April eine deutliche Zinssenkung fürs Tagesgeld angekündigt. Der Tagesgeldzins beträgt dann nur noch 0,10 statt aktuell 0,25 Prozent pro Jahr. Zudem wird der maximale Anlagebetrag bei 100.000 Euro gedeckelt. Die Maßnahme begründet die Openbank mit dem schwierigen Marktumfeld durch die anhaltenden Negativzinsen der Europäischen Zentralbank.

Dennoch liegt der neue Tagegeldzins der Spanier immer noch doppelt so hoch wie der Biallo-Tagesgeld-Index. Dieser setzt sich aus knapp 40 positiv verzinsten, an biallo.de gemeldeten Angeboten zusammen und notiert auf Allzeittief bei 0,05 Prozent pro Jahr. Hinzu kommt: Fast jede zweite Bank berechnet laut Biallo-Recherche mittlerweile Negativzinsen auf Guthaben.

Biallo-Tipp:

Fackeln Sie nicht lange und stauben Sie noch zwei Monate lang die höheren 0,25 Prozent bei der Openbank ab! Denn auch die 0,10 Prozent Guthabenzins danach sind besser als 0,5 Prozent Negativzins.
 

Kostenloses Girokonto ist mit dabei

Eine Mindestanlage gibt es beim Openbank-Tagesgeld nicht. Einzige Voraussetzung ist die gleichzeitige Eröffnung eines kostenlosen Girokontos, das in unserem Produkttest ebenfalls sehr gut abschneidet. Einlagen bis 100.000 Euro sind über die gesetzliche Einlagensicherung Spaniens garantiert. Bis zu dieser Höhe sollte auch nichts anbrennen. Wir raten generell, nie mehr als 100.000 Euro Einlage bei einer Bank zu unterhalten und höhere Beträge entsprechend auf mehrere Institute aufzuteilen.

Zum Openbank-Girokonto erhalten Sie eine gebührenfreie Debitkarte, mit der Sie bis zu fünf Mal im Monat in der Eurozone kostenlos Bargeld ziehen können – sowie an allen rund 40.000 Automaten der Santander-Gruppe. Zudem bietet die Openbank-Debitkarte ein attraktives Reiseversicherungspaket, das vor allem für Vielreisende interessant sein dürfte.

Wichtig: Die Openbank führt keine Abgeltungsteuer an den deutschen Fiskus ab und Sie können daher auch keinen Freistellungsauftrag einrichten! Stattdessen müssen Sie Ihre Kapitalerträge selbst in Anlage KAP der Steuererklärung manuell eintragen.

Biallo-Tipp:

Kenn Sie schon den Robo-Advisor der Openbank? Wie dieser genau funktioniert und welche Renditen mit „Openbank Wealth“ möglich sind, erfahren Sie in unserem Youtube-Video.
 

Die besten Tagesgeld-Angebote

Ein Blick auf den Tagesgeld-Vergleich von biallo.de zeigt: Derzeit gibt es nur einen Anbieter, der mehr Zinsen als die Openbank bietet, nämlich die Bigbank aus Estland mit aktuell 0,30 Prozent. Die Bigbank hat aber auch bereits eine Zinssenkung zum 15. Februar auf 0,22 Prozent angekündigt. Empfehlenswert aus unserer Sicht sind derzeit noch die französische Renault Bank Direkt und die Südtiroler Sparkasse mit 0,10 respektive 0,08 Prozent pro Jahr.

 

Kurzlaufendes Festgeld als Tagesgeld-Alternative

Wer mehr Zinsen für den Liquiditätsvorbehalt abstauben will, sollte seinen Blick auf kurzlaufendes Festgeld werfen. Spitzenreiter in unserem Festgeld-Vergleich ist mit Abstand die italienische FCA Bank, die für drei Monate 0,40 und für sechs Monate 0,50 Prozent pro Jahr bietet. Bei einem Jahr Laufzeit winken sogar attraktive 0,80 Prozent für Beträge bis 100.000 Euro.


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