Tagesgeld: Deutsche Direktbank lockt ab sofort mit 0,70 Prozent

Geldanlage Tagesgeld: Deutsche Direktbank lockt ab sofort mit 0,70 Prozent

Stefanie Engelmann
von Stefanie Engelmann
17.10.2019
Auf einen Blick
  • Die PSA Direktbank lockt aktuell mit einer Bonuszinskampagne beim Tagesgeld.

  • Zusätzlich zum Basiszins von aktuell 0,25 Prozent winkt ein Bonuszins von 0,45 Prozent – garantiert für knapp vier Monate.

  • Doch für die optimale Zinsausbeute müssen Geldanleger auch einige Bedingungen beachten.
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Mit ihrem Bonunszins-Angebot fährt die PSA Direktbank auf die Pole Position im Tagesgeld-Vergleich von biallo.de: Die Direktbank mit Sitz in hessischen Neu-Isenburg bietet für Neu- und Bestandskunden ab sofort einen Bonuszins von 0,45 Prozent pro Jahr – zusätzlich zum variablen Basiszins von derzeit 0,25 Prozent. Damit können Sparer bis zu 0,70 Prozent einstreichen – anteilig bis zum 4. Februar 2020.

Zum Vergleich: Der Biallo-Tagesgeld-Index notiert momentan bei gerade einmal 0,12 Prozent.

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Allerdings ist das Angebot der PSA Direktbank an einige Bedingungen geknüpft. Dabei müssen Anleger zwei Fristen beachten:

1. Ansparphase

Die sogenannte Ansparphase läuft vom 15. Oktober bis 28. November, 18:00 Uhr. In diesem Zeitraum müssen Neukunden ein Tagesgegeldkonto eröffnen und den "Bonus Anlagebetrag" einzahlen – mindestens 1.000 Euro und maximal 100.000 Euro. Die Einzahlung in der Ansparphase kann in mehreren Tranchen erfolgen. Die Verzinsung der neuen Beträge beginnt dann mit dem jeweiligen Einbuchungsdatum. Beträge über 100.000 Euro werden mit dem variablen Basiszins vergütet. Das Konto darf bis zum Ende der Aktion, also bis zum 4. Februar, 18.00 Uhr, nicht gekündigt werden.

Wichtig für Bestandskunden: Der Bonuszins bezieht sich nur auf "frisches" Geld, das von externen Konten – etwa dem Referenzkonto – auf das Tagesgeldkonto eingezahlt wird. Interne Zahlungen wie etwa Zinsgutschriften werden nicht berücksichtigt. Zudem muss der Gesamtanlagebetrag während der Aktion stets mindestens 1.000 Euro über dem Endsaldo vom Stichtag 14. Oktober 2019 liegen. Dabei werden auch mögliche Festgeldkonten mitgezählt.

Beispiel: Hatte ein Bestandskunde am 14. Oktober 10.000 Euro auf seinem PSA-Tagesgeldkonto und dazu 20.000 Euro auf seinem PSA-Festgeldkonto liegen, dann darf der Gesamtanlagebetrag (Tagesgeld und Festgeld) während der Aktion nicht unter 31.000 Euro fallen, sonst erfolgt keine Bonifizierung – außer er stockt sein Konto während der Ansparphase wieder auf. Der Bonuszins wird dann ab dem Datum der Wiederaufstockung berechnet.

2. Haltephase

Die sogenannte Haltephase läuft vom 28. November 2019 bis 4. Februar 2020, 18:00 Uhr. Auch in dieser Phase darf der Mindestanlagebetrag von 1.000 Euro nicht unterschritten werden, sonst ist der Zinsaufschlag hinfällig. Zusätzliche Einzahlungen in der Haltephase werden nicht bonifiziert. Wenn alle Bedingungen der Aktion erfüllt sind, werden die Bonuszinsen in einer Summe bis zum 28. Februar 2020 auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben.

Wichtig: Nur der Bonuszins von 0,45 Prozent ist während der Aktion garantiert – der Basiszins ist variabel. Damit kann die Gesamtverzinsung auch weniger als 0,70 Prozent betragen. Im ungünstigsten Fall – wenn der Basiszins auf null Prozent sinken sollte – erhalten Anleger nur 0,45 Prozent, was aber immer noch mehr als das Dreifache des Branchendurchschnitts ausmacht.

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Wie steht es um die Einlagensicherung?

Zwar ist die PSA Direktbank eine Tochter des französischen Automobilherstellers Groupe PSA (u. a. Peugeot, Citroën, Opel). Allerdings handelt es sich dabei um ein rechtlich eigenständiges Institut mit Sitz im hessischen Neu-Isenburg. Von daher ist im Entschädigungsfall die deutsche Einlagensicherung zuständig. Diese garantiert Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

Biallo-Tipp: Als Alternative zum Tagesgeld eignet sich auch kurzlaufendes Festgeld. Die französische Crédit Agricole etwa bietet für sechs Monate derzeit 0,91 Prozent pro Jahr, die schwedische Klarna Bank0,92 Prozent. Allerdings müssen sich Anleger hier um die Versteuerung der Gewinne selbst kümmern, da beide Institute die Abgeltungssteuer nicht ans deutsche Finanzamt abführen.

Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber: Quellensteuer im Ausland

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de