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Auf einen Blick
  • Immer mehr Banken und Sparkassen führen ein sogenanntes Verwahrentgelt für Guthaben auf dem Tagesgeld- und Girokonto ein.

  • Betroffene Verbraucher sollten so schnell wie möglich handeln. Doch welche Alternativen gibt es?
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Die Zahl der Banken und Sparkassen, die Negativzinsen von Privatkunden kassieren, steigt kontinuierlich. Unserer aktuellen Auswertung zufolge berechnen mittlerweile 190 Geldhäuser ihren Privatkunden ein sogenanntes Verwahrentgelt für Einlagen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto. Das sind mehr als sechsmal so viel wie vor gut einem Jahr. Allein seit Jahresanfang sind mehr als 120 dazugekommen. Wir haben alle Banken mit Negativzinsen in einer ausführlichen Übersicht für Sie zusammengefasst.

Die erste Bank verlangt 0,75 Prozent Strafzins

Meist beläuft sich der Strafzins auf 0,50 Prozent. Doch jetzt gibt es die erste Bank, die sogar 0,75 Prozent erhebt: die Bank 1 Saar. Zwar gilt der höhere Strafzins der Saarbrücker Genossen nur für neue Konten (außer „Junge-Leute-Konto“), allerdings bereits ab einem Guthaben von 10.000 Euro. Für bestehende Konten (vor 27. März) wird noch ein Freibetrag von je 250.000 Euro eingeräumt und der Strafzins liegt „nur“ bei 0,50 Prozent.

Biallo-Tipp: Bis zu zehn Prozent Dividende!

Mit Genossenschaftsanteilen können Anleger Jahr für Jahr attraktive Renditen einstreichen. Manche Instituite gehen sogar bundesweit auf Mitgliederfang. In der Spitze winken bis zu zehn Prozent  Dividende. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber:  Die besten Dividenden bei Genossenschaftsbanken.

Auch wenn Strafzinsen von 0,75 Prozent derzeit noch absolute Ausnahme sind, ist die Bank 1 Saar ein Paradebeispiel dafür, dass die Freibeträge tendenziell sinken. Etliche Geldhäuser ziehen die Zügel auch bei Bestandskunden an. Zugegeben: Mehr als drei Monatsgehälter haben auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto ohnehin nichts verloren. Bei einem Freibetrag von 10.000 Euro oder weniger kann das allerdings schon eng werden. Welche Banken noch keine Negativzinsen berechnen und wie genau Sie das Verwahrentgeld vermeiden können haben wir in zwei ausführlichen Ratgebern genauer beschrieben.

Wie Sie Strafzinsen vermeiden können

Wer von Strafzinsen betroffen ist, sollte nicht tatenlos zusehen, wie seine Rücklagen täglich weniger werden. Spätestens dann ist es Zeit zu handeln! Unser Tagesgeld-Vergleich zeigt, dass es auf dem Geldmarkt immer noch attraktive Zinsen gibt. Die besten Angebote kommen derzeit von der Renault Bank Direkt (bis zu 0,55 Prozent), der spanischen Openbank (0,50 Prozent) und der luxemburgischen Advanzia Bank (bis zu 0,40 Prozent).

Wer überschüssige Liquidität über einen festen Zeitraum parken möchte, für den bietet sich kurzlaufendes Festgeld an. Die italienische FCA Bank offeriert für zwölf Monate attraktive 1,00 Prozent. Wer auf die deutsche Einlagensicherung nicht verzichten möchte, bekommt bei der Merkur Bank, der SWK Bank oder der Ziraat Bank für den gleichen Zeitraum immerhin jeweils 0,50 Prozent.

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