Auf einen Blick
  • Hohe Zinsen, gute Sicherheit und unkomplizierter Abschluss – das sollte ein verbraucherfreundliches Tagesgeldkonto bieten.

  • Die derzeit besten Tagesgeldkonten – was Zinhöhe und Sicherheit angeht – bieten die Bank of Scotland und die Renault Bank direkt. Beide Geldhäuser offerieren 0,50 Prozent für drei Monate garantiert. 

  • Bei der Auswahl eines Tagesgeldkontos sollten Sparer darauf achten, ob es sich um einen Neu- oder Bestandskundenangebot handelt. 
Nur wer die verschiedenen Tagesgeldkonten gründlich vergleicht, kann überdurchschnittliche Zinsen abstauben.
Adam J / Shutterstock.com

Wer aktuell auf der Suche nach einem überdurchschnittlich verzinstem Tagesgeldkonto ist, hat es alles andere als einfach. Denn laut Biallo-Tagesgeld-Index, einer Zusammenschau sämtlicher auf biallo.de gelisteten Tagesgeld-Angboten, werden im Schnitt gerade einmal 0,11 Prozent pro Jahr auf Tagesgeld gezahlt. Und trotzdem: Wer gründlich vergleich, kann auch in Niedrigzinszeiten mit einem Tagesgeldkonto seinen Schnitt machen.

Die besten Tagesgeldkonten für Neukunden

Wer beim Tagesgeld mehr herausholen will, sollte auf das sogenannte "Zins-Hopping" setzen: Dabei wechseln Anleger von Anbieter zu Anbieter und stauben jeweils den Neukundenzins ab. Allerdings sind Tagesgeld-Neukunden-Angebote auf dem Markt selten geworden. Aktuell haben noch nur noch drei Anbieter attraktive Neukundenzinsen im Angebot. 

Tagesgeldzinsen für Neukunden

Anbieter Aktionszins p.a. Zinsgarantie Anlagebetrag für Zinsaktion Einlagensicherung S&P-Rating
Renault Bank Direkt 0,50% drei Monate, danach 0,25% bis 500.000 Euro 100.000 Euro pro Person / FRA AA
Advanzia 0,40% drei Monate, danach 0,25% 5.000 Euro bis 1. Mio. Euro 100.000 Euro pro Person / LUX AAA
Südtiroler Sparkasse 0,20% drei Monate, danach 0,20% keine Beschränkung 100.000 Euro pro Person / ITA BBB

Angaben der Anbieter; Stand 2. Dezember 2020.

Die besten Tagesgeldkonten für Bestandskunden

Auch Bestandskunden können sich noch über Zinsen freuen, die deutlich über dem Biallo-Index liegen. Folgende Übersicht zeigt Ihnen, bei welchen Geldhäusern Sie aktuell die höchsten Bestandskunden-Zinssätze finden:

Tagesgeldzinsen für Bestandskunden

Anbieter Zinsen p.a. Land / S&P-Rating
Bank of Scotland 0,50 % für drei Monate garantiert Deutschland / AAA
Openbank 0,50% Spanien / A
Bigbank 0,45% Estland / AA-
Leaseplan Bank 0,30% Niederlande / AAA

Angaben der Anbieter; Stand 2. Dezember 2020.

Hinweis: Manche Anbieter sind nicht verlinkt, da sie über uns derzeit keine neuen Kunden akquirieren wollen. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" transparent offengelegt.

Renault Bank

Die Renault Bank Direkt bietet momentan einen Aktionzins von 0,50 Prozent. Dieser Neukundenzins ist für drei Monate festgeschrieben und gilt für Anlagen bis 500.000 Euro. Für Beträge darüber erhalten Neukunden 0,15 Prozent. Ab dem siebten Monat werden Anlagen bis 500.000 Euro mit dem variablen Zinssatz von aktuell 0,25 Prozent verzinst und höhere Einlagen mit 0,15 Prozent.

Advanzia Bank

Die luxemburger Advanzia Bank besticht mit 0,40 Prozent ebenfalls mit einem überdurchschnittlichen Tagesgeldzins. Die Garantiezeit beträgt wie bei der Renault Bank direkt drei Monate. Danach fällt der Zins auf 0,25 Prozent pro Jahr. 

Südtiroler Sparkasse

Die Südtiroler Sparkasse bietet Tagesgeld-Neulingen 0,20 Prozent für drei Monate garantiert, danach gilt der variable Standardzins von ebenfalls 0,20 Prozent pro Jahr. Die überdurchschnittliche Verzinsung geht allerdings zu Lasten der Sicherheit. Zwar sind innerhalb der Europäischen Union Spargelder bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Anleger abgesichert, allerdings ist nicht jedes Sicherungssystem auf dem gleichen Niveau. Denn der jeweilige Staat ist der Garant für die Einlagensicherung. So bewertet etwa die renommierte Ratingagentur Standard & Poor's die Finanzstabilität Italiens mit BBB, also als durchschnittlich.

Bank of Scotland

Bank of Scotland: Das Geldhaus bietet zum Betrachtungszeitunkt für Neu und Bestandskunden 0,50 Prozent für drei Monate garantiert. Allerdings können Sparer nur noch bis zum 14. Dezember vom Bonuzszins profitieren. Das beduetet: Neukunden müssen ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland eröffnen beziehungsweise Bestandskunden "frisches" Geld einzahlen. Das Besondere: Es gilt die deutsche Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Sparer.

Openbank

Openbank: Die spanische Smartphone-Bank aus dem Hause Santander ist vergleichsweise jung auf dem deutschen Markt. Seit 2019 bietet die Openbank hierzulande ein Giro- und Tagesgeldkonto an. Letzteres wird mit 0,50 Prozent pro Jahr verzinst. Allerdings müssen Interessenten ein kostenloses Girokonto bei den Spanieren abschließen, das gleichzeitg als Referenzkonto dient. Sparguthaben sind über die spanische Einlagensicherung bis zu einer maximalen Höhe von 100.000 Euro abgesichert. Die renommierte US-Ratingagentur Standard & Poor's bewertet die Finanzstabilität Spaniens mit "A", es handelt sich also zum Betrachtungszeitpunkt um eine sichere Anlage, sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse die Gesamtwirtschaft beeinträchtigen. 

Bigbank

Bigbank: Bei der Bigbank bekommen alle Kunden 0,45 Prozent pro Jahr aufs Tagesgeld. Für die Sicherheit ist der estnische Einlagensicherungsfonds verantworltich, der Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Sparer garantiert. Standard and Poor's bewertet die Bonität Estlands aktuell mit "AA-", der vierthöchsten Bonitätsnote, wo das Ausfallrisiko so gut wie vernachlässigbar ist.

Leaseplan Bank

Leaseplan Bank: Die niederländische Direktbank offeriert immerhin noch 0,30 Prozent Tagesgeldzinsen pro Jahr. Dabei profitieren Verbraucher von der äußerst sicheren niederländischen Einlagenischerung. Denn die Bonität der Niederlande wird durch Standard and Poor's mit "AAA", also als ausgzeichnet gewertet. 

Biallo-Tipp: Deutsche Banken mit höchster Sicherheit!

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung haben viele deutsche Geldhäuser noch eine weitere Absicherung. Rund 150 Geschäftsbanken gehören dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) an. Dadurch genießen Anleger einen Einlagenschutz in Millionenhöhe – so beispielsweise bei der  Grenke Bank oder der  Merkur Bank.

Bestes Tagesgeldkonto – so bewertet biallo.de

Die Redaktion von biallo.de untersucht in regelmäßigen Abständen die verschiedenen Tagesgeld-Angebote. Grundlage für die Untersuchung ist ein eigens entwickeltes Bewertungs-Schema. Beim Tagesgeld-Test liegt der Fokus auf:

  • Zinshöhe: Wie hoch ist der Zins verglichen mit dem aktuellen Marktumfeld? Wie weit liegt der aktuelle Zinssatz über beziehungsweise unter dem Biallo-Tagesgeld-Index?

  • Sicherheit: Wie hoch ist die Einlagensicherung? Sitzt der Anbieter in einem finanzstarken Staat oder könnte im Schadensfall das gesetzliche Sicherungssystem ins Wanken geraten?

  • Anlagehöhe: Was sind die Mindest- und Höchstanlagesummen?

  • Angebot: Ist der Zinssatz für eine bestimmte Zeit garantiert?

Fünf Sterne vergeben wir nur für die besten Tagesgeldkonten. Das Endergebnis setzt sich aus den Einzelwertungen der fünf Kategorien zusammen.

Ausgwählte Produkttests


Bestes Tagesgeldkonto – so einfach ist der Abschluss

Haben Sie sich für einen Anbieter mit Hilfe unseres Tagesgeld-Vergleichs entschieden, fehlen nur noch wenige Schritte bis zum eröffneten Tagesgeldkonto:

1. Klicken Sie beim Tagesgeld-Vergleich von biallo.de rechts auf "zum Anbieter". Sie werden direkt auf die Internetseite der Bank geleitet.

2. Den Online-Antrag ausfüllen und im Anschluss ausdrucken.

3. Legitimieren Sie sich über Post- oder Videoident und senden Sie den Kontoantrag zur Bank.

4. Haben Sie Ihren Sparerpauschbetrag / Freibetrag noch nicht anderweitig vergeben, senden Sie ihn zusammen mit den Kontoeröffnungsunterlagen zur Bank.

Die wichtigsten Fragen rund ums beste Tagesgeldkonto

Wie sicher ist der Zins beim Tagesgeld?

Den Zins garantieren Banken bis zu einem festgelegten Tag oder auf Widerruf. Daher ist es sinnvoll die Tagesgeldzinsen aufmerksam zu vergleichen und bei Schwankungen "Zins-Hopping" zu betreiben. Tagesgeld-Neukunden profitieren oftmals von attraktiven Aktionszinsen.

Wie viel Geld kann ich anlegen?

In der Regel gibt es weder Mindesteinlage noch Höchstsumme beim Tagesgeld. Wenige Banken verlangen einen Mindestanlagebetrag als Voraussetzung für ein Tagesgeld. Die attraktiven Zinsen bekommen Sie meist auf einen Anlagebetrag in der Größenordnung von 50.000 bis 100.000 Euro.
Wichtig: Erkundigen Sie sich nach der Einlagensicherung. Überschreiten Sie den abgesicherten Betrag nicht mit Ihrer Anlage!

Ist das Tagesgeldkonto kostenlos?

Nahezu alle Banken verzichten auf eine Kontoführungsgebühr. Kosten fallen lediglich für Zusatzleistungen wie Postversand von Kontoauszügen an.

Ist mein Geld sicher beim Tagesgeld?

Über die Einlagensicherung schützen Banken ihre Kundengelder. Innerhalb der Europäischen Union ist Ihr Geld bis zu 100.000 Euro abgesichert. In Deutschland sind viele Privatbanken noch dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) angeschlossen, was eine zusätzliche Sicherung in Millionenhöhe bedeutet. Wie hoch die jeweilige Einlagensicherung ausfällt, können Sie in unserem Tagesgeld-Vergleich unter dem Stichwort Produktdetails sehen.

Müssen die Zinsen versteuert werden?

Ja, denn Zinsen aus Kapitalvermögen müssen in Deutschland versteuert werden. Der Steuersatz ergibt sich aus Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag plus gegebenenfalls Kirchensteuer. Allerdings können Anleger ihrer Bank einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilen. Alleinstehende können so 801 Euro, Verheiratete 1.602 Euro steuerfrei einbehalten.

Kann ich das Tagesgeld kündigen?

Das Tagesgeldkonto können Sie jederzeit schriftlich kündigen. Eine Kündigungsfrist ist nicht vorgesehen, eine Gebühr sollte nicht berechnet werden. Haben Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag abgegeben, kündigen Sie auch diesen. Dann können Sie den Freibetrag für eine andere Kapitalanlage nutzen.





  Kevin Schwarzinger


 
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