Tagesgeldkonto

  • Hohe Zinsen bei täglicher Verfügbarkeit sichern
  • Hohe Sicherheit dank der gesetzlichen Einlagensicherung
  • Keine Kündigungsfristen, die zu beachten sind

Was ist eigentlich ein Tagesgeldkonto?

Das Tagesgeldkonto – häufig auch kurz „Tagesgeld“ genannt - ist eine flexible Form der Geldanlage. Denn ähnlich wie bei einem Sparbuch oder einem Girokonto leihen Sie der Bank Geld und für dieses Geld erhalten Sie im Gegenzug Zinsen.  

Sie können das Tagesgeldkonto nicht für den regulären Zahlungsverkehr verwenden. Das geht nur mit dem Girokonto. Auszahlungen sind nur auf das bei Eröffnung genannte Gehaltskonto möglich. Übers Online-Banking oder per Telefon können Sie jederzeit dieses Referenzkonto ändern, wenn Sie mit ihrem Girokonto zu einer anderen Bank gewechselt sind. Gebühren fallen dafür keine an.

Einlagensicherung 

Das Geld, das Sie auf einem Tagesgeldkonto sparen, unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung. Das bedeutet für Sie: Schauen Sie sich genau an, bei welcher Bank Sie das Tagesgeld abschließen und ob diese der deutschen und europäischen Einlagensicherung unterliegt. Und wenn die Bank ihren Sitz im europäischen Ausland hat, sollten Sie darauf achten, dass dieses Land und sein Bankensystem ähnlich sicher wie das deutsche ist.

Tagesgeldkonto: Für wen eignet es sich?

Wenn Sie nach einer sicheren, gut verzinsten und flexiblen Geldanlage suchen, ist das Tagesgeldkonto die beste Möglichkeit. Hier können Sie all das Geld „parken“, das Sie möglicherweise im Laufe des Jahres noch einmal für größere Ausgaben gebrauchen könnten. Eine Faustregel sagt: Man sollte mindestens so viel Geld dort bunkern, wie drei Nettomonatsgehälter hoch sind.

Wenn Sie auf ein neues oder gebrauchtes Auto, den Jahresurlaub oder die Hochzeit sparen, sollten Sie die am besten verzinsten Angebote beim Tagesgeld nutzen. Oder vielleicht sparen Sie ja gerade auf einen Wohnungs- oder Hauskauf? Auch dann lohnt sich ein Tagesgeldkonto. Es ist auch ideal für Kleinanleger, weil die meisten Banken keinen Mindestbetrag fordern. Ab einem Euro sind Sie dabei!

Wichtiger Tipp: Neue Kunden bekommen höhere Zinsen

Die Direktbanken werben mit Extra-Zinsen um neue Kunden. Dieser ist oft wesentlich höher als jener, den die Stammkunden erhalten. Dieser höhere Zins ist meist auch mit einer Zinsgarantie über drei, vier, sechs oder sogar zwölf Monate (Consorsbank) verbunden. In dieser Zeit ist der Zins stabil.

Achten Sie beim Vergleich nicht nur auf die Sonderkonditionen für Tagesgeld-Neukunden, sondern schauen Sie sich auch die weiteren Eigenschaften des Kontos vor Abschluss an. Mehr dazu in unserem Beitrag Tagesgeld-Vergleich.

Die steuerliche Behandlung eines Tagesgeldkontos

Die Abgeltungsteuer, die man seit dem Jahr 2009 gesetzlich auf Kapitalerträge zahlen muss, gilt auch für das Tagesgeldkonto und seine Zinserträge. Der Fiskus langt aber erst zu, wenn der Steuerfreibetrag von 801 Euro bei einer Einzelperson oder 1.602 Euro bei verheirateten Paaren überschritten wird. Zinserträge unter diesen Grenzen sind steuerfrei. Für Tagesgeldkonten gilt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Kleinanleger betrifft die Steuer in der Regel also nicht.

Beispiel 1: Zu Beginn des Jahres überweisen Sie eine Summe von 50.000 Euro auf Ihr Tagesgeldkonto. Der Zinssatz beträgt 1,00 Prozent im Jahr. Am 31. Dezember erfolgt die Zinszahlung in Höhe von 500 Euro. Damit liegt die Summe unter dem Steuerfreibetrag von 801 Euro und somit wird keine Abgeltungssteuer fällig.

Beispiel 2: Ihr Bruder hat die doppelte Summe auf seinem Tagesgeldkonto gespart. Also 100.000 Euro. Der Zinssatz beträgt ebenfalls 1,00 Prozent. Auch er erhält am 31. Dezember die Zinszahlung, die bei ihm 1.000 Euro beträgt. Er ist nicht verheiratet. Der Freibetrag von 801 Euro wird um 199 Euro überschritten. Diesen Betrag muss er versteuern. Wäre der Bruder verheiratet, würde die Freigrenze von 1.601 Euro gelten und er müsste nichts versteuern.

Wie unterscheiden sich Tagesgeldkonten?

Hier noch einmal kurz zusammengefasst, worauf es bei der Auswahl des richtigen Tagesgeldkontos ankommt.

Wie kann ich ein Tagesgeldkonto eröffnen?

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist in fünf Minuten erledigt. Dazu füllen Sie online ganz einfach einen Antrag zur Eröffnung aus. Mit diesem gehen Sie entweder zur Post und führen dort das Post-Ident-Verfahren durch. Alternativ gibt es auch immer mehr Banken, die ein Video-Ident-Verfahren zur Kontoeröffnung anbieten. Hierzu wird ein Videochat zwischen Ihnen und dem Bankmitarbeiter aufgebaut. Dabei überprüft er über die Kamera des Smartphones oder des Pc-Bildschirms den Personalausweis oder den Reisepass und hält die Vorder- und Rückseite fotografisch fest.

Häufige Fragen zum Thema Tagesgeldkonto

Unterschied: Tagesgeldkonto und Girokonto

Das Tagesgeldkonto ist im Gegensatz zum Girokonto nicht für den täglichen Zahlungsverkehr geeignet. Das bedeutet: Überweisungen, Scheckeinreichungen oder das Einrichten von Daueraufträgen sind hier nicht möglich. Sie können nur Geld zurück auf das Referenzkonto, also ihr Girokonto tätigen. 

Unterschied: Tagesgeld und Sparbuch

Das Tagesgeldkonto kennt keinerlei Kündigungsfristen wie das Sparbuch. Außerdem sind die Zinsen deutlich höher. Beim Tagesgeld können Sie das angelegte Guthaben jederzeit wieder abheben. Das geschieht online, per Telefon oder auch schriftlich.

Unterschied: Tagesgeld und Festgeld

Beim Geldanlage-Bruder des Tagesgeldkontos, dem Festgeldkonto, gibt es einen festen, garantierten Zinssatz über die gesamte fest vereinbarte Laufzeit. Beim Tagesgeldkonto ist das anders. Hier gibt es variable Zinsen auf das angesparte Geld. Der Vorteil: Sie sind flexibel und können das Geld abheben, wenn Sie es benötigen. 

Unterschied: Tagesgeldkonto und Online-Tagesgeldkonto

Alle Tagesgeldkonten sind für die Online-Nutzung ausgerichtet. Kontobewegungen sind demnach ausschließlich in der Online-Ansicht kostenfrei. Wenn Sie von der Bank einen ausgedruckten Beleg per Post zugesandt bekommen möchten, ist das häufig nur ab einer gewissen Anzahl an Belegen und zu einer Gebühr von circa fünf Euro möglich. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de