Für wen es sich lohnt und worauf Sie achten sollten

Tagesgeldkonto Für wen es sich lohnt und worauf Sie achten sollten

Horst Biallo
von Horst Biallo
01.04.2017
Auf einen Blick
  • Ein Tagesgeldkonto eignet sich für Sie vor allem dann, wenn Sie flexibel sparen möchten. Sie kommen jederzeit an Ihr Geld, ohne irgendwelche Kündigungsfristen berücksichtigen zu müssen.

  • Sie können größere Beträge auf das Tagesgeldkonto einzahlen oder auch regelmäßig per Dauerauftrag jeden Monat Geld ansparen.

  • Das Tagesgeldkonto ist nicht für den täglichen Zahlungsverkehr geeignet. Sie können weder Geld davon abheben, noch Überweisungen auf andere Konten tätigen.

  • Bei  den Top-Tagesgeldern in unserem Vergleich ist die Verzinsung attraktiv. Die Zinsen liegen deutlich über denen von Sparbüchern.
  •  Das beste Tagesgeldkonto finden Sie hier
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Was ist eigentlich ein Tagesgeldkonto?

Das Tagesgeldkonto – häufig auch kurz „Tagesgeld“ genannt - ist eine flexible Form der Geldanlage. Denn ähnlich wie bei einem Sparbuch oder einem Girokonto leihen Sie der Bank Geld und für dieses Geld erhalten Sie im Gegenzug Zinsen.  

Sie können das Tagesgeldkonto nicht für den regulären Zahlungsverkehr verwenden. Das geht nur mit dem Girokonto. Auszahlungen sind nur für das bei Eröffnung genannte Gehaltskonto möglich. Übers Online-Banking oder per Telefon können sie jederzeit dieses Referenzkonto ändern, wenn Sie mit ihrem Girokonto zu einer anderen Bank gewechselt sind. Gebühren fallen dafür keine an.

 

Einlagensicherung 

Das Geld, das Sie auf einem Tagesgeldkonto sparen, unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung. Das bedeutet für Sie: Schauen sie sich genau an, bei welcher Bank Sie das Tagesgeld abschließen und ob diese der deutschen und europäischen Einlagensicherung unterliegt. Und wenn die Bank ihren Sitz im europäischen Ausland hat, sollten Sie darauf achten, dass dieses Land und sein Bankensystem ähnlich sicher wie das deutsche ist.

Tagesgeldkonto: Für wen eignet es sich?

Wenn Sie nach einer sicheren, gut verzinsten und flexiblen Geldanlage suchen, ist das Tagesgeldkonto die beste Möglichkeit. Hier können Sie all das Geld „parken“, das Sie möglicherweise im Laufe des Jahres noch einmal für größere Ausgaben gebrauchen könnten. Eine Faustregel sagt: Man sollte mindestens so viel Geld dort bunkern, wie drei Nettomonatsgehälter hoch sind.

Wenn Sie auf ein neues oder gebrauchtes Auto, den Jahresurlaub oder die Hochzeit sparen, sollten Sie die am besten verzinsten Angebote beim Tagesgeld nutzen. Oder vielleicht sparen Sie ja gerade auf einen Wohnungs- oder Hauskauf? Auch dann lohnt sich ein Tagesgeldkonto. Es ist auch ideal für Kleinanleger, weil praktisch alle Banken keinen Mindestbetrag fordern. Ab einem Euro sind Sie dabei!

Wichtiger Tipp: Neue Kunden bekommen höhere Zinsen

Die Direktbanken werben mit Extra-Zinsen um neue Kunden. Dieser ist oft wesentlich höher als jener, den die Stammkunden erhalten. Dieser höhere Zins ist meist auch mit einer Zinsgarantie über drei, vier, sechs oder sogar zwölf Monate (Consorsbank) verbunden. In dieser Zeit ist der Zins stabil.

Achten Sie beim Vergleich nicht nur auf die Sonderkonditionen für Neukunden, sondern schauen Sie sich auch die weiteren Eigenschaften des Kontos vor Abschluss an. Mehr dazu in unserem Beitrag Tagesgeld Vergleich.

Die steuerliche Behandlung eines Tagesgeldkontos

Die Abgeltungssteuer, die man seit dem Jahr 2009 gesetzlich auf Kapitalerträge zahlen muss, gilt auch für das Tagesgeldkonto und seine Zinserträge. Der Fiskus langt aber erst zu, wenn der Steuerfreibetrag von 801 Euro bei einer Einzelperson oder 1.602 Euro bei verheirateten Paaren überschritten wird. Zinserträge unter diesen Grenzen sind steuerfrei. Für Tagesgeldkonten gilt die Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Kleinanleger betrifft die Steuer in der Regel also nicht.

Beispiel 1: Zu Beginn des Jahres überweisen Sie eine Summe von 50.000 Euro auf Ihr Tagesgeldkonto. Der Zinssatz beträgt 1,50 Prozent im Jahr. Am 31. Dezember erfolgt die Zinszahlung in Höhe von 750 Euro. Damit liegt die Summe unter dem Steuerfreibetrag von 801 Euro und somit wird keine Abgeltungssteuer fällig.

Beispiel 2: Ihr Bruder hat die doppelte Summe auf seinem Tagesgeldkonto gespart. Also 100.000 Euro. Der Zinssatz beträgt ebenfalls 1,50 Prozent. Auch er erhält am 31. Dezember die Zinszahlung, die bei ihm 1.500 Euro beträgt. Er ist nicht verheiratet. Der Freibetrag von 801 Euro wird um 699 Euro überschritten. Diesen Betrag muss er versteuern. Wäre der Bruder verheiratet gewesen, hätte die Freigrenze von 1.601 Euro gegolten und er hätte nichts versteuern müssen.

Wie unterscheiden sich Tagesgeldkonten?

Hier noch einmal kurz zusammengefasst, worauf es bei der Auswahl des richtigen Tagesgeldkontos ankommt.

Wie kann ich ein Tagesgeldkonto eröffnen?

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist in fünf Minuten erledigt. Dazu füllen Sie online ganz einfach einen Antrag zur Eröffnung aus. Mit diesem gehen Sie entweder zur Post und führen dort das Post-Ident-Verfahren durch. Alternativ gibt es auch einige Banken, die ein Video-Ident-Verfahren zur Kontoeröffnung anbieten. Hierzu wird ein Videochat zwischen Ihnen und dem Bankmitarbeiter aufgebaut. Dabei überprüft er über die Kamera des Smartphones oder des Pc-Bildschirms den Personalausweis oder den Reisepass und hält die Vorder- und Rückseite fotografisch fest.

Häufige Fragen zum Thema Tagesgeldkonto

Unterschied: Tagesgeldkonto und Girokonto

Das Tagesgeldkonto ist im Gegensatz zum Girokonto nicht für den täglichen Zahlungsverkehr geeignet. Das bedeutet: Überweisungen, Scheckeinreichungen oder das Einrichten von Daueraufträgen sind hier nicht möglich. Sie können nur Geld zurück auf das Referenzkonto, also ihr Girokonto tätigen. 

Unterschied: Tagesgeld und Sparbuch

Das Tagesgeldkonto kennt keinerlei Kündigungsfristen wie das Sparbuch. Außerdem sind die Zinsen deutlich höher. Beim Tagesgeld können Sie das angelegte Guthaben jederzeit wieder abheben. Das geschieht online, per Telefon oder auch schriftlich.

Unterschied: Tagesgeld und Festgeld

Beim Geldanlage-Bruder des Tagesgeldkontos, dem Festgeldkonto, gibt es einen festen, garantierten Zinssatz über die gesamte fest vereinbarte Laufzeit. Beim Tagesgeldkonto ist das anders. Hier gibt es variable Zinsen auf das angesparte Geld. Der Vorteil: Sie sind flexibel und können das Geld abheben, wenn Sie es benötigen. 

Unterschied: Tagesgeldkonto und Online-Tagesgeldkonto

Alle Tagesgeldkonten sind für die Online-Nutzung ausgerichtet. Kontobewegungen sind demnach ausschließlich in der Online-Ansicht kostenfrei. Wenn Sie von der Bank einen ausgedruckten Beleg per Post zugesandt bekommen möchten, ist das häufig nur ab einer gewissen Anzahl an Belegen und zu einer Gebühr von circa fünf Euro möglich. 

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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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